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Andreas Bayer, Leiter des Kirchenchors der katholischen Kirche in Crimmitschau, erhielt am Sonntag, dem 02.12.2018, den Helmut-Bräutigam-Preis der Stadt Crimmitschau. Damit soll sein außerordentlich verdienstvolles soziales und musikalisches Wirken gewürdigt werden.

Helmut-Bräutigam-Preis für Andreas BayerDer Preis ist benannt nach dem ebenfalls in Crimmitschau geborenen Komponisten Helmut Bräutigam, der in einem Alter von nur 27 Jahren im Zweiten Weltkrieg gefallen war. Die Ehrung trägt ausschließlich ideellen Charakter und ist nicht mit einer finanziellen Zuwendung verbunden. Mit der Auszeichnung sollen besondere Initiativen zur Bewahrung des Erbes von Helmut Bräutigam und die außerordentliche Bereicherung des kulturellen Lebens der Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus gewürdigt werden. Der Preis wird in dreijährigem Rhythmus bereits seit dem Jahr 2006 verliehen.

Der diesjährige Preisträger, Andreas Bayer, wurde am 31.01.1963 in Crimmitschau geboren. Seine musikalische Ausbildung begann er an der Musikschule und setzte diese mit verschiedenen weiterführenden Ausbildungen u. a. einem Fernstudium der Musikpädagogik fort. Bereits seit seiner Jugend war er aktiv im kirchenmusikalischen Bereich tätig. Zusätzlich zur Leitung des Kirchenchors gründete Andreas Bayer 2007 einen Gospelchor der nunmehr seit über 10 Jahren überregionale Bedeutung hat. Der Chor vereint Katholiken, Protestanten sowie Konfessionslose und leistet damit einen wertvollen Beitrag für die Ökumene. Neben seinem musikalischen Engagement ist Andreas Bayer aktives Mitglied des Runden Tisches Crimmitschau, der 2017 mit dem Sächsischen Integrationspreis ausgezeichnet wurde.

Helmut Bräutigam wurde am 16. Februar 1914 in Crimmitschau als Sohn des damaligen Johanniskirchen-Kantors, Paul Bräutigam, geboren. Bereits mit sieben Jahren erhielt er Instrumentalunterricht. Er konnte schließlich Violine, Klavier, Orgel, Viola, Violoncello und einige Blasinstrumente spielen. Bis zu seinem viel zu frühen Tod im Jahr 1942 schuf er Kanons, Orgel- und Kammermusiken sowie Lieder, die bis heute Bestand haben. So wurden z.B. seine Weihnachtsmotetten erst im vergangenen Jahr erneut von den „Thomanern“ in der Thomaskirche Leipzig zur Aufführung gebracht.

Foto: Peter Börsch

In der Katholischen Kapelle "Liebfrauen" an der Werdauer Straße in Fraureuth findet am Sonntag ein besonderer Gottesdienst statt. Es heißt Abschied nehmen.

Für Pfarrer Oliver Gonda ist am Sonntag die Dienstzeit in der katholischen Kirchgemeinde in Werdau/Crimmitschau einschließlich Fraureuth beendet. Der 50-Jährige wird noch den Gottesdienst in der Fraureuther Kapelle "Liebfrauen" halten und sich dann weiter auf den Weg nach Jerusalem machen. "Mein Ziel ist das dortige Kloster der Benediktiner, wo ich eigentlich schon lange sein wollte", sagte Oliver Gonda, der von seinem Bischof allerdings im vergangenen Herbst erst einmal nach Westsachsen geschickt wurde. Seit Ende Oktober kümmerte sich der Geistliche hauptsächlich um die Fraureuther Gemeinde, deren rund 200 Glieder er schätzen gelernt hat. "Ich war wirklich gerne hier, weil die Leute eine richtig große Kraft waren", meinte der Pfarrer, der mit dem Ehepaar Christine und Joachim Gnörlich vom Kirchenrat in Fraureuth zwei "wichtige Verbindungsleute" an seiner Seite hatte.

Das wohl größte Vorhaben in seinen acht Monaten in Fraureuth war für Oliver Gonda die Renovierung der Kapelle an der Werdauer Straße, die in drei Jahren ihren 90. Geburtstag feiert. "Als ich her kam, war das Innere des Hauses einfach nur dunkel", erinnert er sich. Kurz nach Ostern wurden dann die Pläne der Gemeindeglieder zu diesem Vorhaben konkreter, seit gut zwei Wochen präsentiert sich die Kapelle wieder hell und freundlich. "Das war das Werk vieler Freiwilliger", sagt der Pfarrer, der sich aber auch finanzielle Unterstützung vom Fraureuther Bürgermeister Matthias Topitsch (CDU) holte. Das Gemeindeoberhaupt bezahlte die Farbe. "Ich war richtig begeistert vom Engagement der Leute", betonte Oliver Gonda, der am liebsten auch noch die kleine Jehmlich-Orgel aus dem Jahr 1958 saniert gehabt hätte. "Dazu braucht es allerdings etwas mehr Geld als für die neue Wandfarbe", sagte der 50-Jährige, der bereits mit einem Fachmann darüber gesprochen hatte. Jedoch ist er sich sicher, dass sich die Fraureuther dafür einsetzen werden und die Finanzen über Spenden zusammenbekommen.

Vielleicht nimmt sich ja auch Oliver Gondas Nachfolger auf dem Posten des für Fraureuth zuständigen Pfarrers dieser Aufgabe an. "Mein Nachfolger soll wohl Mitte des nächsten Monats seine Arbeit hier aufnehmen", sagte der künftige Jerusalemer Benediktiner. (Thomas Michel)

Pfarrer Gonda in Liebfrauen-Kapelle (Foto: Thomas Michel)Pfarrer Oliver Gonda hält am Sonntag in der renovierten Katholischen Kapelle "Liebfrauen" seinen letzten Gottesdienst. Foto: Thomas Michel

Sternsinger Crimmitschau (Foto: Thomas Michel)Traditionell den letzten Termin auf ihrer Reise durch Crimmitschau und die nähere Umgebung hatten die Sternsinger der Crimmitschauer St.-Franziskus-Gemeinde gestern Nachmittag im Rathaus. Dort hatte sich im unteren Foyer eine Reihe von Mitarbeitern der Stadtverwaltung versammelt, um das in Lieder und Verse verpackte Anliegen von Lena, Elias, Vanessa, Jakob, Helene und Livia (von links) zu hören. Sie schrieben den Segensspruch "Jesus segne dieses Haus" an eine Tür im Eingangsbereich des Rathauses und sammelten Spenden, die in diesem Jahr für Projekte im Kampf gegen Kinderarbeit genutzt werden sollen. Vor dem Rathaus besuchten die Sternsinger eine Zahnarztpraxis sowie die beiden Kindertagesstätten "Bussibär" und "Kinderoase". Zum Auftakt am 28. Dezember waren die Kinder nach Informationen aus der Kirchgemeinde bei 44 Familien in Crimmitschau und den Orten in der Umgebung zu Gast. (tmp)

Die Sternsinger kommen!“ heißt es am Dienstag, dem 9. Januar 2018 in der Stadtverwaltung Crimmitschau. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+17“ bringen die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt. Gegen 16 Uhr werden die Kinder aus der katholischen St.Franziskus-Gemeinde in der Stadtverwaltung erwartet. Das Dreikönigssingen 2018 steht unter dem Motto „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“. pm

Zum Herunterladen:

Stand: 08.12.2018

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