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In der Katholischen Kapelle "Liebfrauen" an der Werdauer Straße in Fraureuth findet am Sonntag ein besonderer Gottesdienst statt. Es heißt Abschied nehmen.

Für Pfarrer Oliver Gonda ist am Sonntag die Dienstzeit in der katholischen Kirchgemeinde in Werdau/Crimmitschau einschließlich Fraureuth beendet. Der 50-Jährige wird noch den Gottesdienst in der Fraureuther Kapelle "Liebfrauen" halten und sich dann weiter auf den Weg nach Jerusalem machen. "Mein Ziel ist das dortige Kloster der Benediktiner, wo ich eigentlich schon lange sein wollte", sagte Oliver Gonda, der von seinem Bischof allerdings im vergangenen Herbst erst einmal nach Westsachsen geschickt wurde. Seit Ende Oktober kümmerte sich der Geistliche hauptsächlich um die Fraureuther Gemeinde, deren rund 200 Glieder er schätzen gelernt hat. "Ich war wirklich gerne hier, weil die Leute eine richtig große Kraft waren", meinte der Pfarrer, der mit dem Ehepaar Christine und Joachim Gnörlich vom Kirchenrat in Fraureuth zwei "wichtige Verbindungsleute" an seiner Seite hatte.

Das wohl größte Vorhaben in seinen acht Monaten in Fraureuth war für Oliver Gonda die Renovierung der Kapelle an der Werdauer Straße, die in drei Jahren ihren 90. Geburtstag feiert. "Als ich her kam, war das Innere des Hauses einfach nur dunkel", erinnert er sich. Kurz nach Ostern wurden dann die Pläne der Gemeindeglieder zu diesem Vorhaben konkreter, seit gut zwei Wochen präsentiert sich die Kapelle wieder hell und freundlich. "Das war das Werk vieler Freiwilliger", sagt der Pfarrer, der sich aber auch finanzielle Unterstützung vom Fraureuther Bürgermeister Matthias Topitsch (CDU) holte. Das Gemeindeoberhaupt bezahlte die Farbe. "Ich war richtig begeistert vom Engagement der Leute", betonte Oliver Gonda, der am liebsten auch noch die kleine Jehmlich-Orgel aus dem Jahr 1958 saniert gehabt hätte. "Dazu braucht es allerdings etwas mehr Geld als für die neue Wandfarbe", sagte der 50-Jährige, der bereits mit einem Fachmann darüber gesprochen hatte. Jedoch ist er sich sicher, dass sich die Fraureuther dafür einsetzen werden und die Finanzen über Spenden zusammenbekommen.

Vielleicht nimmt sich ja auch Oliver Gondas Nachfolger auf dem Posten des für Fraureuth zuständigen Pfarrers dieser Aufgabe an. "Mein Nachfolger soll wohl Mitte des nächsten Monats seine Arbeit hier aufnehmen", sagte der künftige Jerusalemer Benediktiner. (Thomas Michel)

Pfarrer Gonda in Liebfrauen-Kapelle (Foto: Thomas Michel)Pfarrer Oliver Gonda hält am Sonntag in der renovierten Katholischen Kapelle "Liebfrauen" seinen letzten Gottesdienst. Foto: Thomas Michel

Sternsinger Crimmitschau (Foto: Thomas Michel)Traditionell den letzten Termin auf ihrer Reise durch Crimmitschau und die nähere Umgebung hatten die Sternsinger der Crimmitschauer St.-Franziskus-Gemeinde gestern Nachmittag im Rathaus. Dort hatte sich im unteren Foyer eine Reihe von Mitarbeitern der Stadtverwaltung versammelt, um das in Lieder und Verse verpackte Anliegen von Lena, Elias, Vanessa, Jakob, Helene und Livia (von links) zu hören. Sie schrieben den Segensspruch "Jesus segne dieses Haus" an eine Tür im Eingangsbereich des Rathauses und sammelten Spenden, die in diesem Jahr für Projekte im Kampf gegen Kinderarbeit genutzt werden sollen. Vor dem Rathaus besuchten die Sternsinger eine Zahnarztpraxis sowie die beiden Kindertagesstätten "Bussibär" und "Kinderoase". Zum Auftakt am 28. Dezember waren die Kinder nach Informationen aus der Kirchgemeinde bei 44 Familien in Crimmitschau und den Orten in der Umgebung zu Gast. (tmp)

Die Sternsinger kommen!“ heißt es am Dienstag, dem 9. Januar 2018 in der Stadtverwaltung Crimmitschau. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+17“ bringen die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt. Gegen 16 Uhr werden die Kinder aus der katholischen St.Franziskus-Gemeinde in der Stadtverwaltung erwartet. Das Dreikönigssingen 2018 steht unter dem Motto „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“. pm

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