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Bigband goes church 2016 (Foto: Thomas Michel/Freie Presse)Einen besonderen musikalischen Auftakt in die Adventszeit lieferten am Sonntagabend mit der Young People Bigband und dem Gospelchor der katholischen St.-Franziskus-Gemeinde zwei Crimmit-schauer Klangkörper, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. In der voll besetzten Laurentiuskirche präsentierten beide unter dem Titel "Bigband goes Church" ein abwechslungsreiches Programm von mitreißenden Swing-Klängen und tief gehenden Gospels, das Andreas Bacher und Andreas Bayer - die musikalischen Leiter der Band und des Chores - vorbereitet hatten. "In der Adventszeit sollten die Menschen mit Blick auf das Weihnachtsfest mehr zur Ruhe kommen, wofür die Young People Bigband und der Gospelchor einen Anstoß geben können", sagte Pfarrerin Petita Suarez zur Eröffnung des bisher in dieser Form einmaligen Konzertes. Für die Bigband war die Veranstaltung nach ihrem "Herbst-Jazz" im Theater der zweite Höhepunkt des Jahres. (tmp/Freie Presse)

Foto: Thomas Michel/Freie Presse

Ein Ermöglicher wolle er sein, Sorgen und Nöte aufnehmen, Glaubenskrisen bewältigen und dafür sorgen, dass Menschen zusammenfinden - ein breites Feld für einen Neuling.

Benjamin Braun ist der Neue im Team der katholischen Pfarreien Werdau/Crimmitschau. Er ist Gemeindereferent und kümmert sich seit Kurzem um die Gemeinschaften St. Bonifatius in Werdau und St. Franziskus in Crimmitschau. Sein Arbeitstag ist vollgepackt: Religionsunterricht, Jugendarbeit, Projekte, Unterricht, Gottesdienste und Heilige Messen vorbereiten - die Liste ließe sich fortsetzen. Einen gestressten Eindruck macht Benjamin Braun, der aus dem Vogtland stammt und mit seiner Familie jetzt in Zwickau wohnt, nicht.

Ganz im Gegenteil. Er fühle sich in seinem Job angekommen, sagt der 35-Jährige. Er muss es wissen, denn in den Jahren zuvor hat er auf ganz anderen Gebieten berufliche Erfahrungen gesammelt. So hatte er sich nach dem Schulabschluss zum Kfz-Mechaniker ausbilden lassen. "Aber das war nicht so meins", sagt Braun. Schon in jungen Jahren habe er Soldat werden wollen. Und das wurde er dann auch - für acht Jahre. Sein Einsatzgebiet: Afghanistan. Fast ein halbes Jahr war er dort. Eine für ihn wichtige Zeit sei das gewesen, sagt er. Offenbar haben auch diese Erlebnisse seinem Leben eine neue Wendung gegeben. Die größere Rolle, den Beruf noch einmal zu wechseln, hätten jedoch politische Entscheidungen gespielt. Der Ausschlag für den Schritt, ein Studium der Religionspädagogik aufzunehmen, war zudem der zu jener Zeit enge Kontakt mit einem Militärseelsorger. "Über längere Zeit habe ich mir seine Arbeit angeschaut und überlegt, ob das das Richtige für mich wäre", sagt Braun. Das war es wohl, denn inzwischen ist er Diplom-Religionspädagoge. Der Job in den Gemeinden St. Bonifatius und St. Franziskus ist nach seiner Assistenzzeit seine erste Stelle, obgleich nur eine halbe. Die verbleibenden 50 Prozent sind ebenfalls ausgefüllt: Er unterrichtet an der Polizeifachschule Schneeberg angehende Polizisten in Berufsethik und ist als Gefängnisseelsorger in der Justizvollzugsanstalt im thüringischen Hohenleuben tätig. "Das sind alles eigene Lebenswirklichkeiten. Da muss man sich hineinbegeben. Aber ich mag diese Vielfalt, die mir mein Beruf möglich macht", sagt der Zwickauer.

100 Tage Zeit hat er sich indes erbeten, um die katholischen Pfarreien in Werdau und Crimmitschau richtig kennenzulernen. Die sind noch nicht vorbei, und doch steckt er schon mittendrin in den Projekten. Ein zukunftsträchtiges sei der sogenannte Erkundungsprozess. "Da geht es darum, wie die katholische Kirche künftig gestaltet werden kann", erklärt Braun. (FP/Cornelia Kunze)

Gemeindereferent Benjamin Braun (Foto: Thomas Michel)Man vermutet es nicht unbedingt, doch Gemeindereferent Benjamin Braun ist Fan des FSV Zwickau. Und das seit 22 Jahren. Foto: Thomas Michel

Collegium Musicum gestaltet Konzert mit zwei völlig unterschiedlichen Stücken. Das kommt bei den Zuhörern an.

Mit zwei völlig unterschiedlichen Werken begeisterte das Collegium Musicum unter Leitung von Georg Christoph Sandmann am Sonntag die Zuhörer in der St.-Bonifatius-Kirche in Werdau. Eingangs erklang das Violinkonzert Nr. 1 g-moll von Max Bruch. Neben dem präzise agierenden Orchester glänzte die junge, aus Polen stammende Solistin Agata Pontius mit einer ausdrucksstarken Interpretation eines der wohl bekanntesten Werke der Violinliteratur. Sowohl im dramatisch angelegten ersten Satz, als auch im mit schillernder Melodik ausgestatteten zweiten und dem virtuosen Schlusssatz erwies sich die Solistin als Meisterin ihres Instrumentes.

Mit dem Requiem c-moll von Luigi Cherubini kam danach ein Werk zur Aufführung, das vor genau 200 Jahren erstmalig in Paris erklang. Ludwig van Beethoven war davon so begeistert, dass er sich dieses Stück für seine Beerdigung wünschte.

Zirka 50 Sängerinnen und Sänger aus Westsachsen und Chemnitz hatten sich in einem Projektchor in wochenlanger Probenarbeit auf diese Aufführung vorbereitet. Dieses anspruchsvolle Werk, das die liturgischen Texte der Totenmesse zum Inhalt hat, stellt eine Herausforderung an Chor und Orchester dar, die in großartiger Weise gelöst wurde. Erwähnt sei das „Dies ire“ (Tag des Zornes), wo dramatisch die Apokalypse am Ende der Welt unter Einsatz aller stimmlichen und instrumentalen Möglichkeiten gestaltet wird. Im Gegensatz dazu stehen die von Hoffnung und Vertrauen geprägten Passagen „Pie Jesu Domine“ und „Agnus Dei“, in denen die Hoffnung auf das ewige Licht ausgedrückt wird. Immer leiser werdend verflüchtigt sich die Musik zum Ende hin und verklingt unisono im Raum. (Martin Linz/FP)

Weitere Aufführungen dieses Konzertes finden am Sonntag in der Laurentiuskirche in Crimmitschau und am Karfreitag in der Evangelischen Kirche in Lichtentanne statt. Beginn ist jeweils 17 Uhr.

Passionskonzert 2016 (Foto: Thomas Michel/FP)In der Bonifatiuskirche begeisterte das Collegium Musicum Werdau. Das Konzert wird am Sonntag und Karfreitag an unterschiedlichen Stätten noch einmal aufgeführt. (Foto: Thomas Michel/FP)

Crimmitschauer Projektchor zählt bisher 85 Mitglieder

Für die Teilnehmer am Workshop "Crimmitschau gospelt" gibt es eine besondere Ehre: Sie dürfen zum 100. Deutschen Katholikentag, der vom 25. bis 29. Mai in Leipzig stattfindet, als Projektchor einen Teil des Programms gestalten. "Auftritte sind auf dem Hauptmarkt, im großen Saal des Felsenkellers und in der Moritzbastei geplant", sagt Chorleiter und Mitorganisator Andreas Bayer.

Er berichtet, dass sich die Gospelsänger aus Crimmitschau vor allem durch die Nähe zum Veranstaltungsort für die Auftritte in der Messestadt beworben haben. Dadurch muss der ursprüngliche Plan, dass sich die Frauen und Männer nur im Abstand von zwei Jahren zu "Crimmitschau gospelt" treffen, über den Haufen geworfen werden. Die letzten Konzerte gab es 2015.

In Vorbereitung auf die Teilnahme am Katholikentag finden insgesamt drei Probentage statt. Der Auftakt ist am Samstag zwischen 9.30 und 18 Uhr im Piusheim in Crimmitschau geplant. Weitere Proben folgen am 30. April in Crimmitschau und am 21. Mai in Pretzschendorf im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Zum letztgenannten Termin sollen die amerikanischen Gäste Donald R. Smith und Zachary Lennix anwesend sein, die das Projekt "Crimmitschau gospelt" bereits in der Vergangenheit begleitet haben. Der Workshop läuft seit dem Jahr 2007.

Obwohl sich bisher schon rund 85 Gospelsänger angemeldet haben, können weitere Interessenten dazu stoßen. "Sie brauchen keine musikalischen Vorkenntnisse. Nur die Freude am gemeinsamen Singen der Gospelsongs ist wichtig", sagt Andreas Bayer zu den Voraussetzungen. Er macht außerdem deutlich, dass das Programm im Vorfeld gründlich geprobt wird.

Bei der Auswahl der Titel, die für den Katholikentag einstudiert werden, setzt der Crimmitschauer auf eine bunte Mischung, bei der auch von der Orgel getragene Titel nicht fehlen dürfen. "Von Latin bis zu klassischen Stücken wird auch diesmal wieder alles mit dabei sein," verspricht Andreas Bayer. (Holger Frenzel/FP)

Sternsinger bringen Segen (Foto: Thomas Michel/FP)Die Sternsinger der Sankt-Bonifatius-Gemeinde sind an der katholischen Kirche in Werdau-West am Samstagnachmittag in die Stadt und deren Umgebung gestartet. In zwei Gruppen besuchten sie um die 20 Familien in ihren Wohnungen, um zu singen, den christlichen Segen für das neue Jahr zu bringen und Geld zu sammeln. In diesem Jahr steht das Dreikönigssingen unter dem Leitwort: "Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere - in Bolivien und weltweit!" Unter diesem Aspekt hatten Jugendliche der Kirchgemeinde für die Werdauer Sternsinger vorgestern Vormittag einen Aktionstag vorbereitet. Hier wurden unter anderem für die Sammlung die passenden Lieder gelernt, der Begriff "Respekt" von mehreren Seiten beleuchtet und Kronen gebastelt. Letzte Station der Sternsinger ist morgen Nachmittag das Werdauer Rathaus. (tmp)

Zum Herunterladen:

Stand: 20.07.2017

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