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Musik englischer Komponisten erklingt in Werdau. Morgen wird das Konzert in Lichtentanne wiederholt.

Mit rund 400 Besuchern war am Sonntag die katholische St.-Bonifatius-Kirche in Werdau bis auf den letzten Platz besetzt. Wieder einmal hatte das Collegium musicum der Stadt zu einem festlichen Konzert geladen. Im Mittelpunkt standen Werke englischer Komponisten.

So erklang eingangs eine Suite für Blockflötenquartett und Orchester des Barockmeisters Henry Purcell. Spielsicher und klangrein interpretierten die vier Solistinnen ihre Parts. Hier, wie auch in den nachfolgenden Werken zeigte sich das überwiegend aus Laienmusikern bestehende Orchester gut vorbereitet und erfrischend musizierfreudig. Unter Leitung von Georg Christoph Sandmann hat sich das Ensemble zu einem nahezu konkurrenzlosen Laienorchester Westsachsens entwickelt. So wurde auch das Konzert B-Dur für Harfe und Orchester von Georg Friedrich Händel mit der jungen Harfinistin Anna Berwanger zu einem Hörgenuss. Nach Richard Wagners Wesendonck-Liedern, die von Ute Simone interpretiert wurden, präsentierte sich Jonathan Hofmann, Mitglied des Collegiums, als Solist mit dem Adagio aus dem Konzert für Violoncello und Orchester von Edvard Elgar. Zwischen den einzelnen Werken informierte Sandmann in leicht verständlicher, gelegentlich auch humoriger Art über die jeweiligen Komponisten und ihr Werk. Den fulminanten Abschluss des Konzertes bildeten fünf Lieder des Gegenwartskomponisten John Rutter, die von einem eigens dafür gebildeten Projektchor mit etwa 60 Sängerinnen und Sängern aus dem Raum Werdau und Zwönitz dargeboten wurden. Die Kirchenmusikerin Esther Vogel hat diese melodiereichen und rhythmisch interessanten Lieder mit zu Herzen gehenden Texten in mehreren Wochenendproben einstudiert.

Mit viel Beifall bedankten sich die Zuhörer für dieses eindrucksvolle Konzert, das morgen ab 17 Uhr in der Christuskirche Lichtentanne nochmals zu hören ist. (FP/Martin Linz)

Konzert Collegium Musicum (Foto Michel)In der St.-Bonifatius-Kirche spielte das Collegium Musicum unter Leitung von Georg Christoph Sandmann Werke englischer Komponisten. (Foto: Thomas Michel)

Festgottesdienst: Crimmitschauer Gotteshaus kann seit genau einem Jahr genutzt werden

Die Glieder der katholischen Kirchgemeinde in Crimmitschau können seit genau einem Jahr ein neues Gotteshaus finden. Aus diesem Grund fand am Montagabend ein Festgottesdienst mit rund 100 Besuchern in der St-Franziskus-Kapelle statt. Sie wurde im September 2013 geweiht.

Für Pfarrer Michael Gehrke liegen die Vorteile des Neubaus, der sich an der Pestalozzistraße befindet, auf der Hand. In der Kapelle ist Platz für etwa 200 Personen. „Der Neubau stellt einen Quantensprung dar", sagt Michael Gehrke. Davon profitieren vor allem ältere Leute, die schlecht zu Fuß sind. Für sie war die alte Kapelle, die sich bis zum September 2013 in der ersten Etage des früheren Pfarrhauses befunden hat, schwer erreichbar. „Die Barrierefreiheit ist ein großer Vorteil", sagt Michael Gehrke. Die meisten Wände in der neuen Kapelle präsentieren sich noch in einem schlichten Weiß. Daran soll sich zeitnah nichts ändern. Später könnte möglicherweise mit Kunstwerken an den Kreuzweg mit den 14 Stationen des Leidensweges von Jesu erinnert werden. Zudem ist die Anschaffung eines Podestes für die Erhöhung der Orgel geplant.

Das einzige Manko des neuen Gebäudes haben die Besucher in den Sommermonaten zu spüren bekommen: Im Gottesdienstraum kann es durch die Einstrahlung der Sonne sehr heiß werden. „Wir haben darauf mit der Öffnung der Fenster in den Nachtstunden reagiert, damit sich der Raum auskühlen kann", sagt Michael Gehrke. Der Einbau einer Klimaanlage steht dagegen kurz- und mittelfristig nicht zur Debatte. Der Neubau wurde innerhalb von 15 Monaten errichtet. Im Juli 2012 fand die Grundsteinlegung statt. Im September 2013 waren die Handwerker fertig. Die Kosten für Gebäude und Außenanlagen beliefen sich auf 770.000 Euro. Die Innenausstattung hat 120.000 Euro gekostet. (BLICK/hof)

Pfarrer Gehrke in der St.-Franziskus-KirchePfarrer Michael Gehrke zieht ein Jahr nach dem Umzug in die neue Kapelle ein positives Fazit.(Foto: Blick/Frenzel)

Neue St.-Franziskus-Kirche wurde vor einem Jahr geweiht – Heute ist Gottesdienst

Das einzige Manko des neuen Gebäudes haben die Glieder der katholischen Kirche in den Sommermonaten zu spüren bekommen: Im Gottesdienstraum kann es durch die Einstrahlung der Sonne sehr heiß werden. „Wir haben darauf mit der Öffnung der Fenster in den Nachtstunden reagiert, damit sich der Raum auskühlen kann", sagt Pfarrer Michael Gehrke. Der Einbau einer Klimaanlage dagegen steht kurz- und mittelfristig nicht zur Debatte. Darauf wurde beim Neubau der Kapelle aus Kostengründen verzichtet.

Trotz der Schwierigkeiten im Sommer kann ein Jahr nach der Weihe des neuen Gotteshauses an der Pestalozzistraße ein positives Fazit gezogen werden. Zwischen 130 und 190 Gläubige kommen jeden Sonntag zum Gottesdienst. „Der Neubau stellt einen Quantensprung dar", stellt Michael Gehrke fest. Das bekommen vor allem ältere Leute, die schlecht zu Fuß sind, zu spüren. Für sie war die alte Kapelle, die sich bis zum September 2013 in der ersten Etage des früheren Pfarrhauses befand, schwer erreichbar. „Die Barrierefreiheit ist ein großer Vorteil", sagt Gehrke. Die meisten Wände in der neuen Kapelle präsentieren sich noch in schlichtem Weiß. Daran soll sich zeitnah nichts ändern. Später könnte mit Kunstwerken an den Kreuzweg mit den 14 Stationen des Leidens Jesu erinnert werden.

Der Neubau wurde innerhalb von 15 Monaten errichtet. Im Juli 2012 war Grundsteinlegung, im September 2013 waren die Handwerker fertig. Die Kosten für das Gebäude und die Außenanlagen beliefen sich auf rund 770.000 Euro, die Innenausstattung hat rund 120.000 Euro gekostet. (hof)

Holzwurmbekämpfung (Foto: Thomas Michel)In der Werdauer St.-Bonifatius-Kirche ist gestern mit der Vorbereitung der Holzwurm-Bekämpfung begonnen worden. Uwe Schneider (Foto) von der Dresdner Firma Bautenschutz- und Hygiene-Dienstleistungen dichtete unter anderem Türen und Fenster des Gotteshauses mit Folien ab und brachte die Gas-Patronen in Stellung. "Nicht nur in unserer Orgel, auch in vielen Teilen der Orgelbrüstung hat sich der Holzwurm eingenistet. Für das Instrument ist damit Gefahr in Verzug", begründet Pfarrer Michael Gehrke die Aktion. Auch in den von der Greizer Künstlerin Elly-Viola Nahmmacher zwischen 1975 und 1990 geschaffenen Holzplastiken im Altarraum haben es sich die Käfer gemütlich gemacht. Mitarbeiter der Dresdner Firma sind maximal zwei Tage in der Kirche zu Gange. Dann muss das Gas im Innenraum seine Wirkung entfalten. Wie der Geistliche weiter sagte, sollen das Gotteshaus, die Gemeinderäume und das Pfarramt ab dem 26. September wieder nutzbar sein. Gottesdienste werden innerhalb dieser Zeit in der Liebfrauenkapelle an der Werdauer Straße in Fraureuth abgehalten. (FP/Foto: Thomas Michel)

Schädlinge haben sich im Inneren der Sankt- Bonifatius-Kirche in Werdau eingenistet. Ab Montag wird dagegen etwas unternommen - verbunden mit einem speziellen Service.

Bei einer Inspektion der Orgel haben Pfarrer Michael Gehrke und Mitglieder der katholischen Kirchgemeinde die Bescherung gesehen: "Nicht nur in unserer Orgel, auch in vielen Teilen der Orgelbrüstung hat sich der Holzwurm eingenistet. Für das Instrument ist damit Gefahr in Verzug", sagt der Geistliche. Auch in den von der Greizer Künstlerin Elly-Viola Nahmmacher zwischen 1975 und 1990 geschaffenen Holzplastiken im Altarraum haben es sich die Käfer gemütlich gemacht.

Um den Holzwürmern im Inneren des Gotteshauses wirksam Paroli zu bieten, rücken am Montag zwei Mitarbeiter der Firma Bautenschutz- und Hygiene-Dienstleistungen aus Dresden an. "Für uns ist das ein Routine-Einsatz. Wir machen so etwas in ganz Sachsen regelmäßig", sagt der Geschäftsführer des Unternehmens, Andreas Vöckel. Die katholische Kirche in Werdau-West hat dabei einen entscheidenden Vorteil: Die allermeisten Fenster und Türen schließen sehr gut und müssen nicht extra noch einmal abgedichtet werden, bevor die Begasung der Holzwürmer in den Innenräumen stattfindet. "Wir haben auch schon Gotteshäuser komplett von oben bis unten in Folie einhüllen müssen", sagt Andreas Vöckel. Da die Kirche im Vorfeld komplett versiegelt wird, bestehe also außerhalb keinerlei Gefahr für Passanten und Anwohner. Die Dresdner sind nur maximal zwei Tage in der Kirche zu Gange. Dann muss das Gas im Innenraum seine Wirkung entfalten. Wie Pfarrer Michael Gehrke sagte, sollen das Gotteshaus, die Gemeinderäume und auch das Pfarramt ab dem 26. September wieder nutzbar sein. Gottesdienste werden innerhalb dieser Zeit in der Liebfrauen- kapelle an der Werdauer Straße in Fraureuth abgehalten. Und noch einen besonderen Service bieten die Dresdner Experten an. Privatleute und Institutionen, die vom Holzwurm befallene Möbelstücke oder Holzteile haben, können sie noch diese Woche in die Bonifatiuskirche bringen und dann mit behandeln lassen. "Wir bieten das immer mit an. Es ist sozusagen ein Aufwasch", sagt Andreas Vöckel. Interessenten sollten sich umgehend im Pfarramt der katholischen Kirche melden. Das Pfarramt ist unter der Rufnummer 03761 2977 zu erreichen.

Wurm liebt Feuchtigkeit

Der Holzwurm heißt eigentlich gemeiner oder auch gewöhnlicher Nagekäfer. Er ist zwischen 2,5 und fünf Millimeter lang und findet sich in der freien Natur selten. Er ist in ganz Europa verbreitet.

In Kunstobjekten, Möbeln, Musikinstrumenten und Gebrauchsgegenständen aus Holz ist er das holzzerstörende Insekt Nummer eins. Da er optimale Entwicklungsmöglichkeiten in kühlen und feuchten Räumen findet, sind besonders Gegenstände in Gotteshäusern wie Bänke, Altäre, Holzfiguren und ähnliches durch seinen Befall gefährdet. In Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit und mäßigen Temperaturen werden auch Dachkonstruk-tionen oder Stallungen befallen.

Die Bekämpfung des Käfers erfolgt mithilfe eines spezielles Gases. Vor Beginn der Arbeiten wird durch die Mitarbeiter ein sogenannter Prüfkörper mit Holzwürmern in die Kirche gebracht. Dieser "Kontrollpunkt" wird nach Beendigung der Arbeiten an ein unabhängiges Institut geschickt, um sicherzugehen, dass der Befall wirksam bekämpft worden ist. "Es ist für uns eine Qualitätskontrolle", sagt Andreas Vöckel, Geschäftsführer des Unternehmens aus Dresden. (Annegret Riedel/Freie Presse)

St.-Bonifatius-Kirche (Foto: Thomas Michel)In der katholischen Kirche rücken die Schädlingsbekämpfer an. Die Arbeiten kosten rund 11.500 Euro und werden zum Teil gesponsert. (Foto: Thomas Michel)

Die Kirche Werdau-Crimmitschau räumt mit ihrer aufgeräumten Präsenz im weltweiten Netz bei einem internen Wettbewerb ab.

Unter 42 Internetauftritten von Gemeinden, Jugendorganisationen und seelsorgerischen Einrichtungen ist der der Katholischen Kirche Heilig-Geist Werdau-Crimmitschau zum besten gekürt worden. Bei der Wahl der katholischen Wochenzeitung „Tag des Herrn" aus Leipzig gewannen die Westsachsen mit dieser Jury-Entscheidung nicht nur digitale Lorbeeren in Form eines Banners auf der Siegerwebseite, sondern auch ein Preisgeld von 500 Euro.

„Ein Mitglied der Gemeinde hat uns auf den Aufruf hin dort angemeldet", sagt Carsten Thoms, der den Auftritt ehrenamtlich betreut. Der sonst für eine Werdauer Werbeagentur tätige Webmaster wurde von Pfarrer Michael Gehrke in der vergangenen Woche angerufen, dass die Präsenz der Gemeinde den ersten Platz belegt hat. „Wir haben eine klar strukturierte Seite", sagt Thoms. „Im vergangenen Jahr haben wir sehr lange darüber beraten, wie wir die Seite gestalten können."

Hintergrund für die längeren Überlegungen ist die geplante offizielle Zusammenführung der Gemeinden St. Bonifatius in Werdau und St. Franziskus in Crimmitschau. „Der Prozess ist vorerst vertagt, geht aber weiter", sagt Pfarrer Gehrke. Eigentlich hätte zu Jahresbeginn die Zusammenführung vollzogen werden sollen. Entstehen soll eine Pfarrei mit zwei Ortsgemeinden.

Wie das Preisgeld eingesetzt wird, ist derweil noch unklar. „Das bekommt erst einmal die Pfarrei, darüber werden wir noch reden", sagt Webmaster Thoms. Ideen gibt es schon, aber spruchreif ist noch nichts. Das Geld muss laut Pfarrer Gehrke in direktem Zusammenhang mit der Pflege des Internetauftritts ausgegeben werden. Die Seite ist in ihrer jetzigen Form noch relativ jung. Sie ging am 1. April vergangenen Jahres an den Start.

Laut Thoms gab es seit dem Jahr 2000 eine Seite für die Crimmitschauer Gemeinde. Die aktuelle basiert auf der „alten" Werdauer Seite, die dann für die neue Struktur der Gemeinde angepasst wurde.

Technisch ist die Seite auf dem neuesten Stand, die aktuellen Meldungen werden von den Berechtigten in ein sogenanntes CMS, einem Redaktionssystem, eingegeben. Nach dem Wettbewerb können die Macher bald noch besser werden, denn die Veranstalter wollen zu einem Workshop für alle Teilnehmer einladen. (FP/Konrad Rüdiger)

Mit einem Wettbewerb hat der Tag des Herrn die besten katholischen Internetseiten der Region gesucht. Aus den 46 Einsendungen zum Wettbewerb wurden jetzt neun Preisträger ermittelt.

Die Homepage der katholischen Kirche Werdau-Crimmitschau (www.hl-geist-werdau-crimmitschau.de) ist die besten katholische Internetseite im Tag des Herrn-Verbreitungsgebiet. Sie erhält den ersten Preis im Rahmen des Internetwettbewerbs der Kirchenzeitung. Daneben hat die Jury drei zweite und drei dritte Preise vergeben. Außerdem gibt es zwei Sonderpreise (alle Preisträger siehe Info-Box).

Mit der Resonanz, auf die der Aufruf zum Wettbewerb gestoßen ist, ist die Redaktion sehr zufrieden. Tag des Herrn-Chefredakteur Matthias Holluba: „Insgesamt gab es 46 Zuschriften." Beim Pfarrbriefwettbewerb, den der Tag des Herrn vor zwei Jahren durchgeführt hat, war die Resonanz ähnlich gut. Kein Wunder, dass bei dieser Anzahl der Einsendungen der Jury ihre Entscheidung nicht leicht fiel. Holluba: „Bei der Auswertung zeigte sich, dass viele Seiten ein qualitativ ähnliches Niveau haben." Deshalb hat die Jury unter Vorsitz von Stephan Radig, Leiter der Onlineredaktion im St. Benno-Verlag Leipzig, neben dem ersten Preis gleich mehrere zweite und dritte Preise vergeben.

Bei der Preisvergabe wurde berücksichtigt, ob die Seiten mit einem Content Mangement System (CMS) erstellt werden oder ob es sich um sogenannte statische Seiten handelt. Statische Seiten werden am heimischen Computer erstellt und dann eins zu eins ins Internet gestellt. Bei einem CMS (zu deutsch: Inhalteverwaltungssystem) werden die Inhalte für die Internetseite über Formulare am Computer in eine Datenbank eingegeben, die die Inhalte dann für die jeweilige Internetseite zur Verfügung stellt.

Bemühen um aktuelle Internetseiten
„Der Wettbewerb hat gezeigt, dass der Trend auch bei den katholischen Homepages in unserer Region zum CMS geht", sagt Stephan Radig. Etwa zwei Drittel der eingereichten Seiten liegt ein CMS zugrunde. „Die Vorteile liegen auf der Hand. Lediglich für Ersteinrichtung und Wartung braucht man Internet-Fachleute. Die Datenpflege ist ohne spezielle Internetkenntnisse möglich." Besonders geeignet ist ein CMS, wenn die Homepage von mehreren mit Inhalten gefüllt werden soll.

Ausschlaggebend für die Bewertung waren Gestaltung, Inhalte und Arbeitsweise der Internet-Redaktion. Zu letzterem musste ein Fragebogen ausgefüllt werden. Matthias Holluba: „Die Gestaltung der Internetseiten ist sehr unterschiedlich. Hier spielen finanzielle und technische Möglichkeiten eine Rolle." Auch bei den Inhalten gibt es eine gewisse Bandbreite: „Neben Gottesdienstzeiten, Terminen und Kontaktadressen sowie dem aktuellen Pfarrbrief als Download gibt es oft Informationen zu den Einrichtungen der Pfarrei, den Gruppen und Kreisen, zum Kirchbau oder zur Geschichte. Auch meditative Elemente finden sich häufig."

Positiv aufgefallen ist das Bemühen um Aktualität. Viele Pfarreien nutzen ihre Homepage auch, um über Ereignisse aus dem Pfarrleben zu berichten. Oft gibt es Bilderstrecken, in Einzelfällen auch mal Videos. „Einige Internetseiten begleiten die Prozesse in der Gemeinde durch Information und Diskussion. So wird die Chance des Internets als Kommunikationsmittel in der Gemeinde besonders genutzt", sagt Matthias Holluba. Wenig genutzt werden die Möglichkeiten eines Newsletters.

„Die meisten Probleme gab es im rechtlichen Bereich", berichtet Stephan Radig. Zum einen fehlte im Impressum nicht selten der Verantwortliche. „Es genügt nicht, den Namen der Pfarrei oder Institution anzugeben. Es muss eine natürliche Person als Verantwortlicher benannt sein." Defizite gab es außerdem dort, wo Statistik-Tools eingesetzt werden, um die Nutzer zu zählen und ihr Verhalten zu analysieren. Die gängige Auffassung zum Datenschutz in Bezug auf die Statistikerfassung und -auswertung besagt, dass man die Dienste externer Anbieter wie zum Beispiel Google nur unter Einhaltung einiger Auflagen in Anspruch nehmen darf: Am Anfang muss ein schriftlicher Vertrag mit Google über Auftragsdatenverarbeitung nach Bundesdatenschutzgesetz stehen. Dann müssen die erfassten IP-Adressen gekürzt (anonymisiert) werden. Schließlich müssen die Nutzer der Website auf die Statistik-Erhebung und auf Möglichkeiten, diese zu umgehen, hingewiesen werden. „Einige der bewerteten Websites verstoßen leider gegen eine oder mehrere dieser Vorgaben", sagt Stephan Radig.

Chancen des Internet vielerorts genutzt
„Insgesamt hat der Wettbewerb gezeigt, welch große Rolle das Internet inzwischen auch in unseren ostdeutschen Gemeinden spielen. Vielerorts werden die damit verbundenen Chancen schon genutzt", sagt Chefredakteur Holluba. Und damit die katholischen Internetseiten in der Region noch besser und professioneller werden, wird der Tag des Herrn in Zusammenarbeit mit der Onlineredaktion des St. Benno-Verlages vor den Sommerferien alle Interessierten zu einem eintägigen Workshop einladen. „Über die Einzelheiten informieren wir demnächst. Für die Teilnehmer am Wettbewerb gibt es eine Teilnahmegaratie." (TdH)

Bis morgen Nachmittag sind die Sternsinger der katholischen Kirchgemeinde in und um Werdau unterwegs. Den Start gab es am Samstagmittag.

Andreas Wenig und seine Mitstreiter aus der katholischen Kirchgemeinde in Werdau brauchten in diesem Jahr beim Thema Sternsinger nicht von vorn anzufangen. Denn bei den insgesamt 32 Mädchen und Jungen, die in diesen Tagen bei 25 Familien in der Stadt und der näheren Umgebung unterwegs sind, gab es lediglich zwei Neulinge. „Das ist einfach toll, dass sich die Kinder aus dem vergangenen Jahr wieder für unsere Aktion gemeldet haben", meinte Gemeindemitarbeiter Wenig.

Bevor die Sternsinger auf ihre erste Tour gingen, beschäftigten sie sich mit dem Thema der diesjährigen Aktion: Flüchtlingskinder. Mit einem Film lernten sie einen betroffenen Jungen aus dem afrikanischen Malawi kennen. „Wir haben uns aber auch über das Thema ‚Flüchtlinge bei uns' geredet und die Fragen aus dem Film übernommen", sagte Wenig Er strebt angesichts des Themas für die aktuelle Sternsinger-Aktion einen Termin im Werdauer Asylbewerberheim an.

„Auf meine Anfrage bei den Verantwortlichen habe ich bisher noch keine Antwort bekommen", sagte Wenig, der heute einen erneuten Anlauf starten will. „Nach unserem Zeitplan haben wir morgen Nachmittag neben dem Werdauer Rathaus und der Johanniter-Kindertagesstätte auch das Heim an der Unteren Holzstraße auf dem Programm stehen", sagte der Gemeindemitarbeiter. Am Samstag waren die Werdauer Sternsinger auch bei einer ausländischen Familie zu Besuch, was über den ökumenischen Arbeitskreis organisiert wurde. Vor zwölf Monaten kamen bei der Sternsinger- Aktion in Werdau um die 1300 Euro zusammen, was auch das Ziel der laufenden Aktion ist. (FP/Thomas Michel)

Die kleinen Sternsinger machten sich auf. (FP/Thomas Michel)Die kleinen Sternsinger machten sich auf. (Foto: FP/Thomas Michel)

Mädchen und Jungen sammeln für guten Zweck

Warum Menschen fliehen müssen und welche Hilfe sie brauchen, diesen Fragen gehen die Kinder am Samstag beim Sternsingertag im Pfarrhaus der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Bonifatius in Werdau nach. Die Mädchen und Jungen lernen dabei auch neue Lieder kennen und bringen als königlicher Besuch vielen Menschen den Segen des Christkindes in die Wohnungen, sagt Andreas Wenig von der katholischen Gemeinde.

Im vergangenen Jahr sammelten die Kinder aus den 11.604 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten in ganz Deutschland knapp 44 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastorale, Ernährung und Integration. Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 858 Millionen Euro wurden bisher gesammelt.

Der Aktionstag am Samstag beginnt um 10 Uhr im Pfarrhaus Werdau. Wer von den Sternsingern besucht werden möchte, kann sich laut Andreas Wenig unter der Rufnummer 03761 77761 anmelden. Am 7. Januar kommen die Sternsinger um 16 Uhr ins Rathaus. (FP/rdl)

Zum Herunterladen:

Stand: 18.11.2017

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