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Sternsinger im PiusheimMächtig zu tun hatten in diesen Tagen die Sternsinger aus der Crimmitschauer St.-Franziskus-Gemeinde. Maximilian Kranzusch, Sarah Kawa und Marie Kranzusch (vorn von rechts) sowie ihre fünf Mitstreiter besuchten gestern und am Mittwoch insgesamt 50 Familien in deren Wohnungen. „Nachdem wir im letzten Jahr wegen des vielen Schnees nicht aktiv werden konnten, war das Interesse aus unserer Gemeinde überraschend groß“, sagte Gemeindeassistent Thomas Gömbi, der die Kinder und Jugendlichen mit einem Kleinbus durch die Stadt fuhr.

Die Crimmitschauer Sternsinger sammeln in diesem Jahr unter dem Motto „Klopft an Türen – pocht auf Rechte“ für ein Kinderprojekt in Nicaragua. Die Werdauer Sternsinger starten am 7. Januar ihre Aktion. Eine große Ehre wird den Glauchauer Sternsingern zuteil. Die vier Kinder werden am 5. Januar vor Kanzlerin Angela Merkel den Segen sprechen. Aus jedem der 27 katholischen Bistümer wird jedes Jahr eine Gruppe ausgewählt, die zum Empfang der Kanzlerin nach Berlin reisen darf. Das Los für das Bistum Dresden-Meißen fiel erstmals auf die Dreikönigs-Singer der Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt. (tmp/sto) FOTO: THOMAS MICHEL

Die katholische Pfarrgemeinde St. Franziskus erhält eine neue Kapelle. Aber: Die Bagger rollen erst mit Verspätung an.

Die Arbeiten für den Bau des neuen Gotteshauses an der Pestalozzistraße beginnen erst im April 2012. Diesen Termin nennt Pfarrer Michael Gehrke. Vom ursprünglichen Plan, der einen Baubeginn im ersten Halbjahr 2011 vorsah, mussten sich die Verantwortlichen der katholischen Pfarrgemeinde wieder verabschieden. "Wir hatten einfach zu wenig Zeit für die Vorbereitung des Projektes eingeplant", räumt Gehrke ein.

Die siebenköpfige Baukommis- sion hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit den Entwürfen für die neue Kapelle auseinandergesetzt. Dabei ging es um viele Kleinigkeiten. Gehrke nennt als Beispiel die Aufteilung der Innenräume. "Wir haben sogar über die optimalen Plätze für die Steckdosen diskutiert", sagt der 48-jährige Pfarrer. Neben dem Gottesdienstraum, in dem bis zu 150 Besucher Platz finden, sollen auch Sakristei, Kindergottesdienstraum und Toiletten entstehen.

Die katholische Pfarrgemeinde, zu der rund 1350 Mitglieder gehören, hat nun einen neuen Zeitplan für das Projekt vorgelegt. Bis Anfang November soll die Genehmigungsphase abgeschlossen sein. Ein Baubeginn im Spätherbst wird allerdings als nicht günstig erachtet. Deshalb geht es im April nächsten Jahres los. Spätestens im November ist die Eröffnung der Kapelle geplant.

Die Kostenplanung musste ebenfalls korrigiert werden. Michael Gehrke geht jetzt davon aus, dass rund 550.000 Euro für den Neubau und etwa 100.000 Euro für die Innenausstattung benötigt werden. In den bisherigen Konzeptionen sind die Kosten für den Neubau auf eine halbe Million Euro beziffert worden. "Wir überlegen nun, ob wir für einzelne Teile der Innenausstattung einen Spendenaufruf starten können", sagt der Pfarrer.

Bisher findet der Gottesdienst im Saal des Pfarrhauses an der Pestalozzistraße 49 statt. Dort stehen aber nur 120 Sitzplätze zur Verfügung. Die Kapelle ist nur über eine Treppe zu erreichen. Damit haben Rollstuhlfahrer bisher das Nachsehen. Deshalb ist der Neubau des Gotteshauses in Crimmitschau geplant. (Holger Frenzel/FP)

SpendenaktionPfarrer Michael Gehrke hat 3000 Faltblätter, mit denen über das Projekt informiert wird, drucken lassen. (Foto: Holger Frenzel)

Am ersten Oktoberwochenende startet die dritte Auflage von „Crimmitschau gospelt“. Anmeldungen für den Workshop sind schon jetzt möglich.

Das erste Oktoberwochenende in Crimmitschau steht in diesem Jahr wieder ganz im Zeichen der Gospelmusik. Von Freitag, dem 30. September, bis Montag, dem 3. Oktober, findet das WorkshopWochenende „Crimmitschau gospelt“ statt. Die Anmeldung dafür ist schon jetzt möglich. „Es gibt keine Altersbegrenzungen und keine konfessionellen Barrieren. Erforderlich ist lediglich der Mut, aus sich herauszugehen und mit Körper und Geist im Rhythmus des Chores aufzugehen“, sagt Carsten Thoms von der katholischen Pfarrgemeinde „Sankt Franziskus“ aus Crimmitschau. Deren Mitglieder haben den Workshop zusammen mit vielen Helfern aus den evangelischen Gemeinden der Stadt organisiert.

Gäste leiten Workshop

Die Leitung des Workshops übernehmen wie in den Jahren 2007 und 2009 Donald R. Smith aus New Orleans (Chorleitung) und Andreas Bayer (Musikalische Gesamtleitung). Unterstützung erhalten sie dabei in diesem Jahr von Zachery Lennix, der bereits im letzten Jahr bei „Annaberg gospelt“ mit dabei war, sowie von den Musikern der AGJM-Band „grooveB“. Während des Wochenendes wird ein Programm entstehen, das zum Abschluss am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, in der evangelischen St.- Laurentius-Kirche in Crimmitschau aufgeführt wird.

CrimmitschauGospeltMehr als 100 Teilnehmer "gospelten" im Jahr 2009 in der St. Laurentiuskirche.

Für Pfarrer Michael Gehrke (46) erhöht sich das Arbeitspensum. Er ist seit Monatsbeginn für die katholischen Pfarreien in Werdau und in Crimmitschau verantwortlich. In den vergangenen acht Jahren hat sich Michael Gehrke auf die Aufgabe in Crimmitschau konzentriert. Er kommt ab sofort auch in Werdau zum Einsatz, weil der dortige Pfarrer Werner Klose in Ruhestand gegangen ist. Bisher gab es in den beiden Pfarreien pro Wochenende insgesamt sechs Gottesdienste. Künftig sind es nur noch vier. "Für einige Mitglieder aus unseren Gemeinden ändert sich dadurch der Tagesrhythmus", sagt Michael Gehrke, der nun viel mehr Zeit im Auto verbringt. Das beweist ein Blick auf den Terminplan des vergangenen Wochenendes. Der Geistliche hat am Sonntag um 7.45 Uhr sowie 11 Uhr die beiden Gottesdienste in Crimmitschau gehalten. Dazu kamen noch die Gottesdienste am Samstagnachmittag in Fraureuth und am Sonntagfrüh in Werdau. (hof)

Der Siegerentwurf für die neue St.-Franziskus-Kapelle in Crimmitschau steht fest. Am 6. Dezember 2010 haben die Leitungsgremien der katholischen Pfarrgemeinde „St. Franziskus“ in gemeinsamer Sitzung über zwei vorliegende Entwürfe für den geplanten Kapellenneubau beraten. Mit großer Mehrheit wurde dabei beschlossen, den vom Chemnitzer Architekturbüro Kerstin Bochmann eingereichten Entwurf zur Grundlage der weiteren Planungen zu machen. Die Entscheidung fiel in Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Ordinariat des Bistums Dresden- Meißen.

Gründerzeitvilla wird aufgegeben

Der Baubeginn soll in der ersten Hälfte des Jahres 2011 erfolgen. Vorausgegangen ist ein etwa zwei Jahre währender Diskussionsund Entscheidungsprozess in der Crimmitschauer katholischen Gemeinde. Dabei war es zunächst darum gegangen, den Gebäudebestand der Pfarrei dahingehend zu reduzieren, dass die Gemeinde einerseits auch in den kommenden Jahrzehnten die für ihr Leben notwendigen Räume zur Verfügung hat, andererseits aber auch imstande ist, diese zu unterhalten. Aus diesem Grund kam es zunächst zu der Entscheidung, das gegenwärtige Pfarrhaus in der Pestalozzistraße 49 mit der bisherigen St.-Franziskus-Kapelle – eine vierstöckige Gründerzeitvilla – aufzugeben und zu verkaufen. Als Ersatz dafür soll die neue St.-Franziskus-Kapelle auf dem Grundstück des Gemeindezentrums „Piusheim“ in der Pestalozzistraße 41/43 errichtet werden.

Eine neue Dynamik war in diesen Entscheidungsprozess gekommen, als im Laufe dieses Jahres deutlich wurde, dass ab Sommer 2011 nur noch ein gemeinsamer Pfarrer für die beiden Nachbarpfarreien Crimmitschau und Werdau zur Verfügung stehen wird. Da in Crimmitschau an normalen Sonntagen ca. 200 Menschen am katholischen Gottesdienst teilnehmen, in der bisherigen St.- Franziskus-Kapelle aber nur maximal 120 Plätze zur Verfügung stehen, wurden bisher an jedem Wochenende dort drei Gottesdienste gefeiert. Daher steht die Gemeinde nun vor einem großen Platzproblem, denn durch die hinzukommenden Gottesdienstorte Werdau und Fraureuth werden in Crimmitschau nur noch ein bis höchstens zwei Gottesdienste pro Wochenende möglich sein. Aus diesem Grunde wurde die neue Kapelle mit 150 Sitzplätzen konzipiert. Die großen Festtagsgottesdienste wird die katholische Gemeinde auch in Zukunft in der evangelischen Johanniskirche feiern.

Entwurf wird weiterentwickelt

Der Kapellenneubau wird als schlichter quadratischer Bau in Holzbinderkonstruktion errichtet werden und außer dem Gottesdienstraum nur einige wenige Nebenräume enthalten. Die vom Eingang zum Altarraum aufsteigende diagonale Firstlinie markiert den besonderen Charakter dieses Gebäudes ebenso wie das zur Straßenseite angebrachte Kreuz. Ein Turm oder Glocken sind hingegen nicht geplant. Der nun beschlossene Entwurf wird allerdings in den kommenden Monaten noch bis zur endgültigen Bauplanung weiter entwickelt werden und stellt somit nur den gegenwärtigen Planungsstand dar.

Auf Unterstützung angewiesen

Der Kostenrahmen für den Kapellenneubau ist auf 500.000,- Euro begrenzt, weitere 100.000,- Euro sind für die Innenausstattung eingeplant. Zu dieser Summe steuert das Bistum Dresden-Meißen 130.000,- Euro bei und weitere 70.000,- Euro kommen vom „Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken“. Dieses 1849 gegründete Hilfswerk unterstützt vor allem kleine katholische Gemeinden in Nord- und Ostdeutschland sowie in Nordeuropa und im Baltikum. Zwei Drittel der Gesamtbausumme, 400.000,- Euro, muss die Crimmitschauer Pfarrgemeinde selbst aufbringen. Aus diesem Grund ist die Gemeinde auf vielfältige Unterstützung durch Kirchbauspenden angewiesen. Das Spendenkonto der Kath. Pfarrei bei der Sparkasse Zwickau (BLZ 870 550 00) hat die Nummer 225 800 0214, das Kennwort lautet „Kirchenbau“.

Für weitere Informationen steht bereit: Pfarrer Michael Gehrke Pestalozzistraße 49, 08451 Crimmitschau, Tel. 03762 2830, E-Mail: pfarrer@franziskuscrimmitschau. de (Pfarrer Michael Gehrke)

Die Sternsinger der katholischen Sankt-Franziskus-Gemeinde haben das Rathaus und weitere Gebäude im Stadtgebiet besucht und die Segensformel an die Pforten geschrieben. Das gesammelte Geld kommt dem Kindermissionswerk zugute und fließt in Projekte für notleidende Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt. Dass die Ausbeute der Sternsinger diesmal geringer als in den Vorjahren war, habe an der Witterung gelegen, so Pfarrer Michael Gehrke. "Bisher sind wir immer mit einem Kleinbus auf Tour gegangen. Aufgrund der Schneemassen mussten wird diesmal darauf verzichten." (rdl)

SternsingerAm 6. Januar statteten die Sternsinger der katholischen St. Franziskus-Gemeinde dem Rathaus einen Besuch ab und sammelten Geld für wohltätige Zwecke.

Mit der in Kreide an die Pforte geschriebenen Formel C + M + B - „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ – segneten die Sternsinger der katholischen St. Franziskusgemeinde das Rathaus und weitere Gebäude im Stadtgebiet. Zugleich sammelten die Jungen und Mädchen Geld für wohltätige Zwecke. Rund 470 Euro kamen in diesem Jahr zusammen. Der Betrag kommt dem Kindermissionswerk zugute und fließt in Projekte für notleidende Kinder auf der ganzen Welt. So unterstützt der Verein unter anderem eine Initiative, die sich für Minenopfer in Kambodscha stark macht.

Schnee behindert Spendenaktion

Dass die Ausbeute der Sternsinger diesmal geringer war als in den Vorjahren, lag an den ungünstigen Witterungsbedingungen. „Bisher sind wir immer mit einem Kleinbus auf Tour gegangen. Aufgrund der Schneemassen mussten wir diesmal darauf verzichten“, berichtet Pfarrer Michael Gehrke. Der Brauch der Sternsinger bzw. des Dreikönigssingens ist bis in das 16. Jahrhundert nachweisbar. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. Jährlich beteiligten sich in Deutschland mehr als 12.000 Gruppen und Gemeinden und sammelten fast 40 Millionen Euro Spendengelder. In diesem Jahr stand die Aktion unter dem Motto „Kinder zeigen Stärke“. (10.01.2011/SV)

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Stand: 18.11.2017

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