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"Crimmitschau gospelt" hieß es am zweiten Juliwochenende in der Crimmitschauer St. Franziskusgemeinde. Etwa 90 überwiegend jugendliche Christen aus ganz Sachsen hatten sich im Piusheim zum dritten sächsischen Gospelworkshop zusammen gefunden, um unter dem Motto "Du bist die Stimme des lebendigen Gottes" Gospels und Spirituals zu singen. Maria und Michael Köhler aus Leipzig waren zum ersten Mal dabei. "Es ist ein Einstieg auf hohem Niveau, in so kurzer Zeit so viele Lieder kennen zu lernen", zeigte sich das Paar von der Gemeinsamkeit im Gesang beeindruckt.

Das abschließende Gospelkonzert in der St. Laurentiuskirche war der überzeugende Beweis dafür, dass auch "Weiße" so voller Feuer und Inbrunst singen können. Kein Wunder also, dass der Funke von Freude und Begeisterung recht schnell auf die zahlreichen Konzertbesucher übersprang.

Ebenso angetan zeigte sich Chorleiter Donald R. Smith aus Louisiana (USA). Sein Resümee: "Es war ein sehr guter Chor und eine tolle Band." Den Titel "Come by here, oh lord" nahm er von Crimmitschau mit in seine Heimat. Für Andreas Bayer, den hiesigen Organisator, zählte neben der Musik vor allem das beeindruckende Miteinander der Crimmitschauer Kirchgemeinden, die die gesamte Veranstaltung liebevoll unterstützt und mitgetragen haben. Allen Helfern sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.

presseschau_9Um die 90 Sänger aus ganz Sachsen ließen nach zweitägigem Probenstress den Funken der Begeisterung aufs Publikum überspringen.

"Crimmitschau gospelt" in den katholischen und evangelischen Kirchen der Stadt

Menschen für die musikalische Lobpreisung Gottes zu begeistern, scheint Donald R. Smith auf den Leib geschrieben zu sein. Binnen weniger Minuten schaffte es der aus Louisiana (USA) stammende Chorleiter, die Teilnehmer am Workshop "Crimmitschau gospelt" am vergangenen Wochenende in seinen Bann und in den der Musik zu ziehen,

Das Gesangsensemble auf Zeit setzte sich aus etwa 80 Mitgliedern von evangelischen und katholischen Kirchgemeinden aus ganz Sachsen, vornehmlich aus der Region um Crimmitschau, zusammen. Für die überwiegend jungen Leute war es kein Problem, gemeinsam zu singen und schließlich das Erlernte im Rahmen eines Gottesdienstes in der evangelischen Laurentiuskirche vorzutragen.

"Als die katholische Gemeinde mit der Idee eines gemeinsamen Gospelworkshops einschließlich der daran angebundenen Konzerte auf uns zukam, haben wir sofort zugesagt", berichtete Matthias Schubert. "Wir haben in Crimmitschau traditionell ein sehr gutes Verhältnis zu unseren katholischen GLaubensbrüdern und -schwestern", fügt der Kantor der evangelischen Gemeinden von St. Laurentius und Luther hinzu, "Die gesamte Atmosphäre ist sehr offen. Es sind keinerlei Barrieren zwischen den katholischen und evangelischen Sängern zu spüren - einfach toll", schildert er seine Eindrücke von den Gospel-Tagen.

Ähnlich lautet das Fazit von Carsten Thoms. Der 32-jährige ist Chor- und Pfarr-gemeinderatsmitglied der katholischen St.-Franziskus-Gemeinde. "Unsere Zusammenarbeit klappt prima", sagt auch er. "Deshalb hatten wir ein gutes Gefühl, als wir im vergangenen Jahr mit dem Projekt des Workshops an die beiden evangelischen Kirchgemeinden herantraten."

Mittlerweile reift sogar schon eine Idee heran, in Crimmitschau einen gemeinsamen Gospelchor der evangelischen und katholischen Kirchgemeinden ins Leben zu rufen.

Doch zunächst konnte nicht nur Kantor Matthias Schubert für seine eigene Arbeit dank der frischen und spontanen Art von Donald R. Smith viele Anregungen mit nach Hause nehmen. (Andreas Wohland)

Eine Woche lang, vom 2. bis 10. Juli, waren 18 Jugendliche aus der litauischen Hauptstadt Vilnius zu einer deutsch-litauischen Jugendbegegnung in Crimmitschau zu Gast. Organisiert wurde diese Jugendbegegnung von der katholischen St.-Franziskus-Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Verein "Freundeskreis Bahnhofsmission Vilnius e.V." und den evangelischen Gemeinden Crimmitschaus. Die 14-18jährigen Jugendlichen aus dem offenen Kinder- und Jugendtreff der sogenannten "Bahnhofsmission Vilnius", einer komplett von Ehrenamtlichen getragenen kirchlichen Initiative, waren in dieser Zeit mit ihren Betreuer/innen im Evangelischen Rüstzeitheim Lauenhain untergebracht.

Gemeinsam mit Jugendlichen aus den Crimmitschauer Kirchengemeinden erlebten sie in dieser Woche bei Veranstaltungen und Begegnungen vieles, was auf allen Seiten zur Horizonterweiterung beitrug. Zur Durchführung trugen eine Vielzahl von Unterstützern und Partnern bei. So waren die litauischen Jugendlichen am Dienstag, 3.7., vormittags Gäste im Mütter- und Familienzentrum "Wespennest", am Nachmittag gestaltete dann Frau Jana Günther in Lauenhain einen kleinen Reitstunde für sie. Die Abende dienten vorrangig der Begegnung zwischen den deutschen und litauischen Jugendlichen in Gespräch, gemeinsamer Aktion und Spielen.

Ausflüge nach Leipzig, Morgenröthe-Rautenkranz und Dresden standen am Mittwoch, Donnerstag und Freitag auf dem Programm, am Donnerstagnachmittag zudem die Möglichkeit, am "Mount FAB" unter fachkundiger Hilfe Klettern zu üben. Von der Holzbaufirma Kirsche waren die Gäste am Samstagvormittag zum Holzbasteln eingeladen, von der "Kinderarche" am Nachmittag zur Teilnahme am großen Kinderfest zu ihrem 15jährigen Bestehen im Gablenzer Parkteichgelände. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Pfarrgemeinde, während am Montag natürlich das Deutsche Landwirtschaftsmuseum in Blankenhain ein fester Punkt für Gäste in der Crimmitschauer Region sein musste. Ein stimmungsreicher Abschiedsabend beschloss am 9. Juli dann im Lauenhainer Rüstzeitheim eine für alle Beteiligten ereignis- und segensreiche Woche.

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt den unzähligen Helfern und Unterstützern, die durch Spenden oder viele praktische Hilfen diese Jugendbegegnung überhaupt erst ermöglicht haben. (Pfarrer Michael Gehrke)

Am Wochenende lag ein Hauch des Hollywood-Streifens "Sister Act" über Crimmitschau. Anstelle von Whoppi Goldberg veranstaltete mit Donald R. Smith aus New Orleans einer der bekanntesten Chorleiter der Szene im Piusheim und in der St. Laurentiuskirche einen dreitägigen Gospelworkshop, an dem knapp 100 Leute aus ganz Deutschland teilnahmen. Zum Abschlusskonzert in der voll besetzten Kirche am frühen Sonntagabend präsentierte der dabei entstandene Chor mit einem stimmungsvollen Programm, dass auch in Europa Gospelchöre "funktionieren" können. Der Gast aus den Staaten hat wohl ganze Arbeit geleistet.

presseschau_8(Foto: Michel / Blick)

80 Sänger aus ganz Sachsen proben drei Tage lang unter der Leitung von Donald R. Smith aus den USA

Mit ihren 14 Jahren haben Franziska Schubert, Anna Ebersbach, Anne-Ruth Beyer und Hannah Glaes zu den jüngsten Teilnehmern des Gospelworkshops am Wochenende gehört. "Der Workshop hat uns großen Spaß gemacht", sagte das Quartett.

Den Abschluss der dreitägigen Veranstaltung, zu der die katholische Pfarrei "St. Franziskus" eingeladen hatte, bildete am Sonntag das über einstündige Gospelkonzert in der Laurentiuskirche. Daran beteiligt waren 80 Sänger, die zum überwiegenden Teil aus Sachsen kamen. Aufgeregt waren die vier Mädchen keinesfalls. Sie waren sich einig: "Wir haben die Lieder gemeinsam und intensiv einstudiert. Deshalb stören uns auch die vielen Zuschauer nicht."

Nach den Veranstaltungen Bautzen-gospelt im Jahr 2004 und Annaberg-gospelt in den vergangenen beiden Jahren setzte sich die Reihe der regionalen Gospel-Workshops in Sachsen in diesem Jahr in Crimmitschau fort. Relativ zeitig, nämlich Ende 2006, habe man mit den Vorbereitungen für den Gospelworkshop begonnen. "Wir hatten die Veranstaltung mit Plakaten und Flyer in den regionalen Kirchgemeinden umfangreich beworben. Für die Stadt ist das Konzert ein einmaliges Ereignis", sagte Mitorganisator Andreas Bayer. Und bezahlt gemacht hat sich die intensive Werbung allemal. "Von der Kapazität her waren wir in dieser Größenordnung ziemlich ausgelastet. Daher sind wir mit der Resonanz auch sehr zufrieden. Mit zirka 50 Leuten hatten wir im vorab gerechnet", gestand Bayer. Entstanden war die Idee zur Durchführung des Gospelworkshops im Chor der katholischen Kirchengemeinde, wo sehr viel Gospel gesungen wird.

Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete "Du bist die Stimme des lebendigen Gottes" und erzählte gleich in zweifacher Weise von dem, was das Ziel am Wochenende war. "Das Singen kann uns öffnen für das, was Gott uns sagt und wir selbst wollen dabei Stimme Gottes sein", erklärte Andreas Bayer.

Im Vordergrund des Workshops stand die Freude am Singen von Spirituals und Gospels. Dabei gab es weder eine Altersbegrenzung noch konfessionelle Barrieren. "Erforderlich ist lediglich der Mut aus sich herauszugehen und mit Körper und Geist im Rhythmus des Chores aufzugehen", war von Andreas Bayer zu erfahren. Die Leitung des Gospelworkshops übernahm der renommierte Chorleiter Louisianas (USA), Donald R. Smith, begleitet von einer Band. (Von Dirk Stegmann)

presseschau_7Donald R. Smith aus dem US-Bundesstaat Louisiana leitet den Gospelchor. (Foto: Michel / Freie Presse)

Mit einem großen Fest feiert der Verein "Kinderarche" am Samstag sein 15-jähriges Bestehen auf dem Parkteichgelände in Gablenz. Dazu werden Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter aus den mehr als 35 sächsischen Einrichtungen des Vereins erwartet. Außerdem dabei: die Patenkompanie der Bundeswehr aus Schneeberg, Jugendliche der katholischen St.-Franziskus-Gemeinde Crimmitschau sowie deren Gäste aus dem litauischen Kinder- und Jugendtreff der "Bahnhofsmission Vilnius". In der Region ist die "Kinderarche" Träger zweier Einrichtungen, eine in Crimmitschau und eine in Leubnitz. Wie der Verein mitteilt, beginnt das Fest 12 Uhr, am Abend ist ein Lampionumzug mit Feuerwerk geplant. (ann)

18 Jugendliche aus Vilnius sind ab heute zu einer deutsch-litauischen Begegnung in Crimmitschau zu Gast. Die 14- bis 18-Jährigen sind im Rüstzeitheim Lauenhain untergebracht und werden während ihres Aufenthaltes Ausflüge in die Region unternehmen und Einrichtungen der Umgebung besuchen. Organisiert wird das Treffen von der katholischen St.-Franziskus-Gemeinde, dem Verein "Freundeskreis Bahnhofsmission Vilnius" und den evangelischen Gemeinden Crimmitschaus. (ann)

Gemeinsamer Festtag mit vielen Impulsen für die Katholiken aus dem Dekanat Zwickau

presseschau_6'Feuer und Flamme für Christus' war der Dekanatstag am vergangenen Sonntag in Zwickau überschrieben, an dem sich die 14 Pfarreien in vielfältiger Form rund um das Pfarrzentrum "manufaktur" St. Johann Nepomuk beteiligten.

Dass die Katholiken des Dekanates Zwickau das Motto "Feuer und Flamme für Christus" ernst nehmen, wurde schon zum Auftakt des Festtages deutlich: In den evangelischen Dom St. Marien drängten sich über 1000 Gäste, um gemeinsam mit Bischof Joachim Reinelt die Messe am Johannestag zu feiern. In dem knapp zweistündigen Gottesdienst fand das Oberhaupt des Bistums Dresden-Meißen lobende Worte für das Engagement der Gläubigen im Dekanat, da sich in diesem Jahr von hier schon drei junge Männer für das Priesteramt entschieden hätten. Und auch die Spendenbereitschaft im Zwickauer Raum sei überdurchschnittlich, schätzte der Bischof die Wohltätigkeit der Gemeindemitglieder.

Wahre Vorbilder im Sinne des Festtagsmottos seien Johannes der Täufer und die heilige Elisabeth von Thüringen. Beide waren "Wegbereiter für Christus" und wiesen auf ihn hin. "Dazu sind auch wir berufen, die Wege zu ihm zu weisen, denn erst dann ist der Mensch zutiefst glücklich", sagte der Bischof.

Diese Worte setzten die Zwickauer nach der Messe sofort in die Tat um. Wie die 94-jährige Stephanie Bartsch wiesen viele Einheimische den auswärtigen Gästen den Weg vom Mariendom zum Pfarrzentrum "manufaktur", wo der Dekanatstag anschließend gefeiert wurde.

Neben einer Ausstellung zu den einzelnen Pfarreien im Dekanat mit ihren insgesamt rund 14 000 Katholiken, Informationsständen unter anderem des Caritasverbands, des christlichen Sozialwerks oder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, gab es auf der Festbühne ein kulturelles Unterhaltungsprogramm und in den Räumen des Pfarrzentrums ein Gesprächsprogramm, das ebenfalls von Pfarreien gestaltet worden war.

Bei vielen dieser Angebote wurde das Motto "Feuer und Flamme für Christus" durch die Gemeindemitglieder mit Leben erfüllt, wie zum Beispiel im Gespräch über persönliche Glaubenszeugnisse, das von Pfarrer Ralf Bertels aus Aue moderiert wurde. Sven Sieber und Andreas Ebert, die beide erst kürzlich getauft wurden, erzählten von ihrem persönlichen Weg zum Glauben und ihren Erfahrungen mit Kirche. Beide Männer sprachen dabei von der ihnen wichtigen "Wärme", dem "Feuer", das ihnen die katholischen Gläubigen entgegengebracht hätten.

Zu dieser positiven Entwicklung hätten nicht zuletzt die Glaubenskurse der vergangenen Jahre unter dem Motto "Das Feuer neu entfachen" beigetragen, vermutet der Zwickauer Dekan, Oblatenpater Andreas Hohn. Nach gelungenen Glaubensabenden in Zwönitz habe er die Glaubenskurse in Zwickau entwickelt, "mit guter Beteiligung", wie er betont. "Wir sind alle keine Profis im Glauben und möchten deshalb gern neue Impulse aufgreifen", sagte der Seelsorger. Dass sich die Gemeinden zu diesem Zweck treffen und Erfahrungen austauschen, dazu sei der Dekanatstag da, der regelmäßig aller vier bis fünf Jahre stattfindet.

Kollekte beim Dekanatstag

2958,38 Euro kommen aus Zwickau zwei kirchlichen Projekten in der früheren Sowjetunion zugute. Das Geld wurde am Sonntag im Dom bei der Heiligen Messe gesammelt, die Bischof Joachim Reinelt zum Auftakt des Dekanatstages mit Priestern und Gläubigen der Region gefeiert hat.

Eine Hälfte des Geldes geht nach Südrussland, wo der gebürtige Sachse Clemens Pickel als Bischof eine Bildungsstätte für Katecheten aufbauen will - für Laien, die andere im katholischen Glauben unterrichten. Die andere Hälfte erhalten Ordensfrauen in Novosibirsk für ihr Zentrum der Barmherzigkeit. Dort werden unter anderem Mütter und Kinder sowie Obdachlose betreut und Hilfsbedürftige mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Zu den Ordensfrauen in Novosibirsk gehört Schwester Alexandra, die in Bad Schlema ihre Kindheit verbracht hat. Der Dekanatstag stand unter dem Thema "Feuer und Flamme für Christus". (gfh)

Mehr als 1000 Katholiken haben den gestrigen Dekanatstag in Zwickau besucht. Bischof Joachim Reinelt erinnerte in seiner Predigt im Dom an die Heilige Elisabeth von Thüringen (1207 bis 1231), die sich von ihren Besitztümern trennte, um den Armen zu helfen. Angesichts der Menschen, die an den Lebensmittelausgaben Schlange stehen, sagte er: "Sucht euch diese Menschen und tut alles, um ihnen diese Erniedrigung zu ersparen." Wöchentlich werden allein von der Zwickauer Tafel bis zu 2700 Menschen versorgt. (gfh)

Zum Herunterladen:

Stand: 18.03.2017

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