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Bischof Reinelt spricht zum Thema "Du sollst ein Segen sein" - Andacht mit Musical-Aufführung

Reichlich einen Monat nach dem Kirchentag im Berlin haben die Katholiken am Wochenende in Zwickau eine eigene regionale Variante veranstaltet. Der Dekanatstag am Sonntag stand unter fast demselben Thema. Es lautete "Du sollst ein Segen sein!". Im Dom feierte Bischof Joachim Reinelt mit rund 800 Katholiken aus Zwickau und den Kreisen Zwickauer Land, Aue-Schwarzenberg und Stollberg eine Heilige Messe. Das anschließende Programm in der Georgenstraße ähnelte dem beim Kirchentag: Vorträge, Aufführungen, Begegnungen, schließlich eine Andacht mit einer Musical-Premiere.

Ein Segen sei keine Zauberformel, sagte Bischof Joachim Reinelt in seiner Predigt. "Wenn ein Priester segnet, bedeutet das, Gott ist bei euch und bei allen Menschen im Dekanat. Es gibt keinen, für den er sich nicht interessiert. Das wissen viele nicht. Deshalb muss man es ihnen sagen."

Wie Mitmenschen spüren können, dass Gott bei ihnen ist, zeigte der Bischof unter anderem am Beispiel einer Schülerin, die kürzlich bei einem Unfall ums Leben kam. Sie hatte den Firmspruch "Die Liebe erträgt alles" gewählt und ihn offenbar auch gelebt. "So ein Mädchen gibt es nicht wieder", sagten die Mitschüler über sie.

Auf der Bühne in der Georgenstraße war Joachim Reinelt kurze Zeit später erneut gefragt. Pater Felix Rehbock "rapte" die Geschichte vom Hotte-Pferd und der Fliege - der Bischof und einige Narren vom katholischen Faschingsverein mussten die passenden Bewegungen dazu vorturnen. Mit dieser Nummer war das Publikum erwärmt für das Programm des Nachmittags, größtenteils unterhaltsam, aber auch mit Tiefgang. In der Aula führte beispielsweise die Planitzer Gemeinde "St. Franziskus" ein Stück über ihren Namenspatron und dessen Mitmenschen aus: "Die Pastete des Heiligen Franz" - unter anderem mit einer hintergründigen Blamage von Leichtgläubigen.

In der abschließenden Andacht erlebte das Musical "Miracle of life" (Wunder des Lebens) seine einzige öffentliche Aufführung. Jugendliche aus Zwickau, Werdau, Zwönitz und Gera hatten das Stück an einem Werkstatt-Wochenende getextet und komponiert. Es stellt die Brotvermehrung, die Heilung einen kranken Kindes und weitere Wunder dar, von denen die Bibel erzählt. In dem Musical passieren sie heute. "Wenn du nur zu ihm (Gott) hin dein Gesicht erhebst", heißt es im Finale, "wird es sein, dass du ein Wunder erlebst". (Gert Friedrich)

Beim Ministrantentag in Breitenbrunn gings sportlich zur Sache

Mit 29 Urkunden kehrte das Zwickauer Team vom Ministrantentag zurück. Die anderen acht Gemeinden aus dem Dekanat Zwickau standen ihnen aber kaum nach. Denn insgesamt gab es rund 150 bronzene, silberne oder goldene Nachweise von Spitzenleistungen im "Messleuchter-Stemmen", "Triff den Heiligenschein" und in den anderen Diszipinen. Eine weitere goldene Urkunde hätten die Organisatoren, Pfarrer Alexander Kenke und seine Pfarrjugend, verdient, denn: Darin war sich nicht nur die Zwickauer Mannschaft einig – Gold haben die Organisatoren für die Spitzenleistung im "Ministrantentag- Stemmen" oder "Triff den Geschmack der Ministranten" verdient.

Für den diesjährigen Ministrantentag hatte die Schwarzenberger Pfarrei einen Teil des Sportzentrums Rabenberg gemietet. Auch um die späteren Wettkämpfer zu schonen, setzte sie drei Shuttlebusse zwischen Bahnhof und Rabenberg ein. Der Tag auf dem Gelände des früheren Trainingslagers für Spitzensportler wie Kati Witt und Henry Maske begann mit einem Gottesdienst im Freien. Die Zwickauer Minis waren begeistert von der Musik der Jugend- Band und der Zwei-Minuten- Predigt des Pfarrers.

Alexander Kenke zeigte eine Mütze und einen Schirm, die Gottesdienstbesucher vergessen und nie vermisst hatten. "Gott denkt dagegen immer an uns!" sagte er und legte den Ministranten nahe, ebenfalls an die anderen zu denken – und zum Beispiel beim Wettkampf nicht nur auf sich selbst zu schauen.

Beim anschließenden Siebenkampf ging es mitunter laut und auch feucht zu. Besonders beim "Messleuchter-Stemmen" feuerten sich die Ministranten gegenseitig zu Höchstleistungen an.

Der Wein- und Wasser-Parkur wurde immer glitschiger, denn bei der "Gabenbereitung" mit Hindernissen schwappte es teilweise heftig. Sogar Dominic Lenk, der Sieger seiner Altersklasse, hatte feuchte Schuhe. Wein ging dabei nicht verloren. Und auch die Ministranten-Garderobe der "Heiligen Familie" Schwarzenberg ist nach dem Staffellauf noch vollständig – hier musste anstelle eines Stabes die Mini-Kleidung weitergegeben werden. "Wir haben ausgediente Ministranten-Röcke und - Rochetts verwendet", kann Pfarrer Kenke, der Erfinder dieser Spiele, beruhigen.

Geistliche Hilfe war beim Fußball-Turnier nach der Mittagspause angebracht. Der Betreuer der Mannschaft von St. Nepomuk Zwickau erregte sich an die Linie heftig. Pater Felix aus der gleichen Gemeinde stand ihm bei – sicherheitshalber hatte er nach eigenen Worten kurz zuvor noch die Letzte Ölung gespendet. Beim Völkerball und Volleyball und auch bei der Zaubershow vor der Siegerehrung ging es entspannter zu.

Die Schwarzenberger wollten den Ministranten aus dem Dekanat eine Freude machen, damit sie diese weiterschenken können. Die Messdiener aus Thalheim zeigten zum Beispiel noch am gleichen Abend Bilder des Tages in ihrer Gemeinde...

presseschau_1Ein sportlicher Höhepunkt des Ministrantentages: Höchstleistungen beim 'Messleuchter-Stemmen'. (Foto: Tag des Herrn)

Ökumenischer Nachmittag im Piusheim - 82 Senioren trafen sich zu unterhaltsamer Plauderei

82 Frauen und Männer folgten der Einladung zu einem Seniorennachmittag bei Kaffee und Kuchen im Piusheim. Diese schon traditionelle ökumenische Zusammenkunft stand diesmal im Zeichen eines Reiseberichtes von Pfarrer i. R. Voitel, technisch unterstützt von Bruder Meyer, über einen Aufenthalt in China. Alle Senioren - die evangelischen waren in der Mehrheit - konnten für eine gute Stunde in die fernöstliche Landschaft und Kultur eintauchen. Es gab viel Neues und für europäische Verhältnisse Ungewöhnliches zu erfahren. Zum Beispiel, dass viele Chinesen ihren Tag mit einer Runde Schattenboxen gleich am Fußgängerüberweg beginnen. Beeindruckend waren auch die kunstvoll angelegten Gärten, die kostbaren Schmuckstücke aus Jade und die gigantische Terrakotta-Armee. (EH)

Zum hundertsten Mal Seniorennachmittag im Piusheim

Insgesamt 45 Senioren hatten sich diesmal ins Piusheim aufgemacht. Es war schon das hundertste Mal, dass dieser regelmäßige Treff stattfand. Und zusammengerechnet sind es 250 Stunden angenehmes Beisammensein, stets verbunden mit Unterhaltung durch kleine Programme zum jeweiligen Thema.

Diesmal ging es freilich um den Fasching. Leider war nur eine Dame im Kostüm erschienen. Die Übrigen hatten immerhin Hüte auf oder trugen lustige Blumen, vom Bastelkreis aus Servietten hergestellt. Das Programm unfasste ein Tanzspiel, eine Tombola sowie die Geschichte vom lustigen Opa, wenn Mutter in Urlaub fährt und in der daheimgebliebenen Familie das blanke Chaos ausbricht, hübsch auch die gespielte "Wunderheilung" beim Arzt.

Die freudigen Gesichter der Senioren sind wohl jedes Mal der schönste Dank für die allesamt ehrenamtlich tätigen Helfer. Nächster Termin des Seniorentreffs ist der 12. März, dann gestaltet von der Ökumene der Stadt. (EH)

80 Narren konnten beim Katholikenfasching mit um die Welt fliegen. Die Mama (Andreas Neumann) verpasste den Abflug, dafür durften alle Anwesenden mit Thomas (Thomas Gömbi) im Ballon mit. Das Lied Kalinka und viel Wodka erwarteten sie in Russland. Weiter ging´s nach China - dort waren drei Chinesen mit ´nem Kontrabass zum Empfang bereit. Bei den Eskimos war Nasen aneinander reiben fällig, um nur einiges zu nennen. Viele Tanzdarbietungen sorgten für Stimmung, dann spielte die "Sunshine-Disco". (EH)

"Mit 80 Narren um die Welt", dies ist Thema des Faschingsabends im Piusheim in der Pestalozzistraße. Für sieben Euro Eintritt heißt es am 21. Februar um 19.30 Uhr einsteigen, anschnallen und mitfliegen. Karten gibt es im Pfarrbüro von Montag bis Mittwoch, 8 bis 12 und Donnerstag 14 bis 18 Uhr oder auch unter der Telefonnummer 03762/2830. (EH)

Genau den 76. Jahrestag der Weihe ihrer Kapelle feierten die Katholiken der Stadt in der vorigen Woche mit Pfarrer Klose aus Werdau. Er ist als Administrator eingesetzt und vertrat deshalb würdig den erkrankten Pfarrer Wyppler. Die Chronik der katholischen St.-Franziskus-Gemeinde stellt unter dem Datum 30. Januar 1927 fest: Kapellenweihe im Haus Beckmannstraße 49 (heute Pestalozzistraße), benediziert durch Bischof Christian Schreiber. Die Kapelle bekommt den Namen St. Franziskus. Erst zehn Jahre später jedoch wird aus dem Seelsorgeamt die Pfarrei. (EH)

Um gute Vorsätze ging es im Januar-Seniorennachmittag im Piusheim. Ilse Faller wünschte allen 26 anwesenden Gästen und den neun ehrenamtlichen Helferinnen und einem Helfer für das eben begonnene Jahr, dass an jedem neuen Tag das Gute im Vordergrund gesehen werden kann, und schätzte die Macht des positiven Denkens als besonders wichtig ein. Die Weihnachtsfreude darf mindestens bis zum 2. Februar und darüber hinaus anhalten.

Gedichte, Lieder und ein Quiz wechselten im Programm ab. Sie handelten zum Teil auch von schlechten Zeiten, in denen eine Pyramide für 35 Mark eben auch teuer war. Das Eigentliche dieses Nachmittages aber war und blieb der Seniorentanz im Sitzen mit Christine Kanis. Herrlich wie Beine, Arme, Hände, Finger und Kopf nach schöner Musik und mit guter Anleitung bewegt werden können. Die Beweglichkeit des Körpers bleibt etwas länger erhalten und das Wohlbefinden steigert sich. Schade, dass keiner der Anwesenden sich traute im Walzertakt sich im Paartanz zu wiegen.

Der nächste Nachmittag wird als Faschingsveranstaltung am 26. Februar durchgeführt. (EH)

Aktion erbrachte 450 Euro - Geld kommt Kindern in Chile zugute

"Mit Stern, Umhang und Kron verkünden wir Gottes Sohn", so die Worte des Sprechers der Sternsinger. Acht Kinder der Sankt-Franziskus-Gemeinde waren unter der Leitung von Pfarrhelfer Thomas Gömbi an drei Tagen unterwegs um ihre Botschaft zu verbreiten. Die Kinder, alles "alte Hasen", die schon in den letzten Jahren dabei waren. Bei 25 Hausbesuchen und in den Pfarrhäusern von "Sankt Martin" in Neukirchen und "Sankt Franziskus" schrieben sie den Haussegen 20+C+M+B+03 an den Türpfosten. Außerdem besuchten sie die Station 5 und die Kinderstation im Krankenhaus Werdau. 450 Euro brachte die Aktion ein, die in diesem Jahr Kindern in Chile zugute kommen. (EH)

Zum Herunterladen:

Stand: 08.12.2018

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