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Ökumenischer Seniorennachmittag gibt Auskunft über Namenspatrone von Kirchen und Gemeinden

Die Plakate und "Freie Presse" hatten den ökumenischen Seniorennachmittag unter dem Thema "Die Heiligen von Crimmitschau" angekündigt. Den Titel fanden viele gewagt, aber auch spannend. Neun Personen der Kirchengeschichte betraten nacheinander die Bühne. Die 115 Gäste konnten ihnen Fragen stellen, um danach deren Identität zu erraten.

Zuvor im Martinsspiel trat der Soldat Martinus auf, der später Bischof wird und nach dem die Neukirchener Kirche benannt ist. Danach der heilige Johannis mit einer Axt als Erkennungszeichen - die Johanniskirche trägt seinen Namen. Ihm folgte die Gottesmutter Maria. Sie könnte die Namenspatronin der Frankenhausener Kirche sein. An den heiligen Laurentius erinnert ein Fenster in der Laurentiuskirche. Aus dem jungen Peppo wurde Papst Pius der X. Nach ihm ist das katholische Gemeindeheim benannt. Die heilige Katharina – Tochter des Königs von Ägypten - wurde enthauptet, weil sie sich weigerte, Götzen zu huldigen. Die Dorfkirche in Rudelswalde trägt ihren Namen.

Der Italiener Franziskus ist bekannt geworden als Gründer des Franziskanerordens. Die katholische Pfarrgemeinde gab sich seinen Namen. Und noch ein Beispiel: der letzte der Großen der Kirchengeschichte an diesem Nachmittag kam mit zwei großen Bibeln auf die Bühne. Er stellte Martin Luther – Lutherkirche im Nordwesten der Stadt - dar, der die hebräische und griechische Bibel ins Deutsche übersetzte. Das Geheimnis um die Heiligen Crimmitschaus war gelüftet. Die Besucher frischten ihre Kirchengeschichtskenntnisse auf. Bliebe noch zu danken für die Ökumene in der Stadt, die schon selbstverständlich ist. (Erika Hänelt)

Ab 10 Uhr in der Lutherkirche – Es geht um Versagen, Erkenntnis von Schuld und neue Ausrichtung

Am Bußtag, 10 Uhr wird wieder ein besonderer ökumenischer Gottesdienst in der Lutherkirche gefeiert. Dabei geht es um die Besinnung auf vielfältiges Versagen, um Erkenntnis von Schuld und neue Ausrichtung. An einem Ort feiern dabei evangelische und katholische Christen die Eucharistie (das Abendmahl), gemeinsam werden Chorlieder angestimmt und die Pfarrerinnen und Pfarrer der verschiedenen Gemeinden von Grünberg bis Neukirchen werden mitwirken. Von Anfang an dürfen auch Kinder dabei sein, die dann besonders betreut werden. (PI)

Rund 450 Kinder und Erwachsene beim Umzug durch die Innenstadt dabei – 300 Hörnchen geteilt

Mit der hereinbrechenden Dämmerung strömten kürzlich Kinder und Eltern aus allen Richtungen zum Martinsfest in die St.-Laurentius-Kirche. Schon seit Wochen wurde in einigen Kindergärten, christlichen Kinderkreisen und natürlich auch zu Hause fleißig Laternen gebastelt. So herrschte große Freude, als die Mädchen und Jungen zur Begrüßung ihre Laternen hoch halten und in der Kirche zeigen konnten.

Die Kurrende der St.-Laurentius- und der Luthergemeinde stimmte auf die Feier ein und die katholische Jugend brachte in einem Martinsspiel Kindern und Eltern die Geschichte von dem beliebten Heiligen näher. Der Soldat Martin teilte seinen Mantel mit einem Bettler und wurde später Christ.

Mit leuchtenden Laternen folgten die rund 450 Kinder und Erwachsenen dem Martin, der, in seinen roten Mantel gehüllt, dem Umzug auf seinem Pferd voranritt. An der Kirche gab es Martinshörnchen, die die Konditorei gespendet hatte. Die 300 frisch gebackenen Hörnchen wurden untereinander geteilt, eben ganz nach dem Vorbild des Martins. (PI)

"Bunt sind schon die Wälder" war das Thema des kürzlichen Seniorennachmittags im Piusheim. Bunt war auch das Programm mit Gedichten, Geschichten und Spielen. Beim Lied "Die Alte auf der Schaukel" von Gerhard Schöne konnten alle beim zweiten Vers den Refrain schon mitsprechen. Vom Schätzen der Anzahl von Trauben, Erbsen, Eicheln und Kastanien bis zum Schütteln von Buchstabenfolgen, damit sie herbstliche Attribute ergeben, war alles dabei.

Der Zivildienstleistende der Gemeinde, Andreas Köhler, begleitete bei herbstlichen Liedern auf dem Akkordeon. Pfarrer Gehrke trug eine modern bearbeitete Geschichte aus der Bibel vor. 36 Senioren wurden von zehn ehrenamtlichen Helfern betreut. So konnten es sich die Senioren über zwei Stunden lang gut gehen lassen (EHT)

Historische Pilgerstrecke wird wieder begangen und befahren

35 gläubige Mitbürgerinnen und Mitbürger waren ins Piusheim gekommen, als der neue Pfarrer Michael Gehrke über seinen bisherigen Lebensweg informierte.

Er sprach u. a. über den Pilgerweg nach Santiago de Compostella, der schon vor rund 1400 Jahren beschritten wurde und an dem sich das Grab Jakobus des Ältesten befindet. Das Ziel, so Gehrke, sei nicht das Wichtigste. Im Mittelalter seien Tausende nach Santiago de Compostella unterwegs gewesen, dann habe der Pilgerstrom nachgelassen. Doch jetzt seien es wieder viele, die zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus oder Bahn dorthin unterwegs sind. Aller 30 Kilometer gibt es Herbergen, die für ein geringes Entgelt Übernachtungen anbieten. Ein Freundeskreis hat sich um die Strecke Görlitz-Erfurt gekümmert, der eigentliche Initiator ist das evangelische Landesjugendamt. Der Abschnitt Leipzig-Hof nennt sich Via Regia und ist ebenfalls mit der Muschel ausgeschildert. (EHT)

38-Jährigen begleiten viele Wünsche für die Zukunft – Nach offiziellem Teil in der Johanniskirche lockere Gesprächsrunde

Die katholische Gemeinde hat einen neuen Pfarrer: Michael Gehrke wurde am Wochenende in sein Amt eingeführt. Dabei gab es viele freundliche Worte. So betonte Dekan Erich Witte, dass die Arbeit des Pfarrers nur Früchte tragen kann, wenn die Gemeinde ihrem Priester Vertrauen schenkt. Das Willkommen der Gemeinde drückte Regina Lesch mit einem Liedtext aus: Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehen, voneinander lernen miteinander umzugehen.

Dann nahm der in Dresden geborene 38-jährige Michael Gehrke das Wort. Mit dem Blumenstrauß der Gemeinde in den Händen, die ihm als „Folge seines Innenlebens“ ein bisschen zitterten, begrüßte er Anwesende und die Gäste aus Bautzen, Leipzig und Greiz. Das waren die Stationen seiner Kaplanstätigkeit.

Die Predigt hielt Dekan Witte. Er dankte der Gemeinde, dass das kirchliche Leben auch während der langen Zeit der Krankheit von Pfarrer Michael Wyppler nicht eingeschlafen ist. Sein Dank galt allen, die das Gemeindeleben lebendig erhalten haben. In den Fürbitten wurde auch für das neue evangelische Pfarrerehepaar Suárez gebetet. Pfarrer Lamprecht beglückwünschte Pfarrer Gehrke und auf seine Aussage, dass er gerne öfter in der katholischen Gemeinde weilen möchte, kam spontaner Beifall.

Der Einladung ins Piusheim folgten so viele, dass die 100 eingedeckten Plätze nicht reichten. Das Wetter ließ es ja zum Glück zu, dass auch draußen Kaffee getrunken werden konnte. Viele Frauen aus der Gemeinde hatten Kuchen gebacken – einer leckerer als der andere. Viele Priester kamen als Gratulanten und überbrachten Grüße.

Michael Gehrke verriet einiges aus seinem Leben: Die Eltern sind Umsiedler aus Stettin und Posen. Er hat zwei Brüder und eine Schwester. Er hatte vor, Lehrer zu werden, machte ein Postulat bei den Karmelitern. Er studierte Theologie in Schöneiche und Erfurt, lernte danach in drei Kaplansstellen sechs Priester kennen. Zur Wendezeit arbeitete er in einem Pflegeheim. 1991 erhielt er die Priesterweihe. (Erika Hänelt)

presseschau_3Der neue katholische Pfarrer in Crimmitschau, Michael Gehrke, spricht zu der Kirchgemeinde. Neben ihm (von links) Dekan Erich Witte, Kaplan Stephan George und Küster Heinz Grohmann. (Foto: Freie Presse/Uwe Meyer)

In der Johanniskirche findet am 7. September, 14 Uhr die Amtseinführung des neuen katholischen Pfarrers Michael Gehrke statt. Dessen bisherige Stationen als Kaplan waren Greiz, Leipzig und Bautzen. Die Stelle in der St.-Franziskus-Gemeinde wird seine erste eigene Pfarrei. Im Anschluss an die Zeremonie findet im Piusheim in der Pestalozzistraße 49 eine Gruß- und Feierstunde statt. (ZU)

Vom 20. bis 28. Oktober begibt sich ein Teil der katholischen St.-Franziskus-Gemeinde gemeinsam mit dem neuen Pfarrer, Michael Gehrke, auf eine Pilgerreise nach Rom und Assisi. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Papst-Audienz sowie Führungen duch die Vatikanstadt und Rom. Ausflüge in die Albaner Berge, nach Frascati und zur Sommerresidenz des Papstes werden ebenso wenig fehlen wie der Besuch von Assisi, die Heimatstadt und Wirkungsstätte des Hl. Franziskus.

Im Reisepreis von 665 Euro enthalten ist die komplette Busfahrt mit allen Ausflügen inklusive Reiseleitung sowie Hotelunterkunft mit Halbpension, teilt die St.-Franziskus-Gemeinde mit.

Noch sind Plätze frei, Anmeldung und nähere Informationen unter Tel. 03762/2830, Montag bis Mittwoch und Freitag von 8 bis 12 Uhr, Donnerstag von 14 bis 18 Uhr. (PI)

"Eine runde Sachse": Zwickauer Dekanatstag im Dom und im Peter-Breuer-Gymnasium

"Ich sehe glückliche Gesichter", rief Pater Felix Rehbock von der Bühne auf der Georgenstraße. Was er sah, waren einige hundert Katholiken aus dem Dekanat, die auf die Abschlussandacht warteten. Egal, wen man schließlich fragte, jeder gab dem Pater Recht - die Schwarzenberger, Crimmitschauer, Zwickauer waren mit dem Dekanatstag zufrieden - "toll", "sehr gut", "eine runde Sache". Hinter ihnen lagen sieben Stunden der Besinnung, Begegnung und Unterhaltung. Den letzten Dekanatstag hatte es vor sechs Jahren gegeben. Eine Neuauflage sei schon länger im Gespräch gewesen, berichtete Vize-Dekan Pfarrer Laurenz Tammer. Nägel mit Köpfen wurden erst gemacht, als Felix Rehbock das Projekt in die Hand nahm. Der umtriebige Oblaten-Pater schloss sich unter anderem mit dem Peter-Breuer-Gymnasium und der Dekanatsstelle für Jugendarbeit zusammen und stellte mit vielen Helfern einen kleinen Katholikentag unter dem Thema "Du sollst ein Segen sein!" auf die Beine.

Auch Bischof Joachim Reinelt hielt sich den ersten Sonntag im Juli frei und feierte mit etwa 800 Gläubigen im Zwickauer Dom die heilige Messe. "Segen bedeutet: Hier ist Gott gegenwärtig, helfend, barmherzig", erklärte der Bischof in seiner Predigt. Gott sei bei allen Menschen im Dekanat, sagte Joachim Reinelt: "Es gibt keinen, für den er sich nicht interessiert, Das wissen viele nicht. Deshalb muss man es ihnen sagen!"

Der zweite Teil des Dekanatstages spielte sich im Gebäude und auf dem Gelände des Peter-Breuer-Gymnasiums ab, die Georgenstraße eingeschlossen. Damit in der Mittagszeit keine Müdigkeit aufkam, startete Pater Felix eine kleine Gymnastik-Nummer. Er rapte die Geschichte vom Hotte-Pferd und der Fliege. Nach der passenden Choreografie musste sich das Publikum bewegen. Bei der Anleitung und Animation von der Bühne aus assistierte ihm - neben den Narren vom Katholischen Faschingsverein Zwickau (KFZ) - Bischof Reinelt.

Die folgenden Programmpunkte waren im Gegensatz zum Hotte-Pferd geplant und oft mit großem Aufwand vorbereitet worden. Die Planitzer Gemeinde führte zum Beispiel das Stück "Die Pastete des heiligen Franz" auf - eine Satiere, bei der beide Seiten am Ende dumm aus der Wäsche gucken: Der Anschwärzer und die Schwätzer mit der rosa Brille. Die jüngste Darstellerin, Luisa Sommer, feierte vor kurzem Erstkommunion.

Den Hauptteil der Abschlussandacht gestalteten Jugendliche aus sechs Gemeinden. Bei einem Projektwochenende der Dekanatsstelle für Jugendarbeit hatten sie das Musical "Miracle of life" (Wunder des Lebens) geschrieben - sowohl Text als auch Noten! Die einzige Aufführung erlebte ihr Werk beim Dekanatstag. Die Künstler stellten in kurzen Szenen und Liedern vier Wunder dar, die aus der Bibel bekannt sind, "Wunder über Wunder, der Herr zeigt seine Herrlichkeit, Wunder über Wunder, bist auch du bereit?", fragten sie im Schlusslied. Denn Geist und Sinne müssen auf Empfang sein: "Gott kommt niemals laut und heftig. Er klopft leise bei dir an."

"Der Gottesdienst war ein Paukenschlag, das Programm sehr gelungen. Gerade wenn man sieht, was die Kinder und Jugendlichen geboten haben, muss einen nicht bange sein", hieß das Fazit von Klaus Lentzen aus Schwarzenberg. Ein anderer Besucher war besonders von Pater Felix angetan: "Auf diese Art Frohsinn verbreiten, das können nur Rheinländer." Doch das stimmt nicht ganz, berichtigte der Zwickauer auf Zeit: "Ich bin ein Emsländer. Mit Otto und den anderen Ostfriesen bin ich nicht verwandt. Mein Temperament habe ich vom lieben Gott." (gf)

presseschau_2Karnelval mitten im Sommer: Humor kam beim Dekanatstag nicht zu kurz. Unterstützt wurden die Zwickauer Karnevalisten von Bischof Joachim Reinelt, der den Tag mit dem Dekanat feierte.

Weihbischof Weinhold führt Jugendliche in neuen Lebensabschnitt

Die Vorbereitung auf das Sakrament der heiligen Firmung in der katholischen Gemeinde war für die 24 Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen kürzlich zu Ende. Über Monate hatten sie Unterricht, Treffen in Familien und ein gemeinsames Wochenende gehabt. Kaplan Stefan George und Maria Hermann leiteten an.

Weihbischof Georg Weinhold, erkenntlich an Mitra, Stab und Siegelring, war nun bereit, die Jugendlichen in diesen neuen Lebensabschnitt zu führen. Dekan Witte, Pfarrer Wyppler und Kaplan George unterstützten ihn dabei. Alle trugen rote Messgewänder, die Farbe des heiligen Geistes. Die Firmung ist zur Vollendung der Taufgnade notwendig.

Der Weihbischof verglich in seiner Ansprache die Firmlinge mit Hochspringern, die sich ihre Messlatte sehr hoch legen, um Sieger sein zu können. Der Maßstab für Christen seien die zehn Gebote. Durch das Bekennen zum Glauben, durch Hoffnung und Liebe könnten die "anders sein als alle". Das Vorbild guter Menschen sei auf diesem Weg für sie wichtig.

In der eigentlichen Firmhandlung legte der Weihbischof seine Hände um die des Firmlings und fragte nach Name und Firmname. Er salbte dessen Stirn mit geweihtem Öl , legte die Hand auf den Kopf und berührte die Wange. Er sprach dazu die Worte: 'Sei besiegelt durch die Gnade Gottes, den heiligen Geist.' Es war auch möglich mit dem Weihbischof kurz einige persönliche Worte zu wechseln.

Dann folgte der Gottesdienst, den alle Angehörigen, Freunde und Gemeindemitglieder gemeinsam feierten. Der Weihbischof wünschte allen einen gesegneten Tag, eine schöne Feier und Freude an den Geschenken. Der Kirchenchor unter Andreas Bayer unterstützte die Feier mit modernen Gesängen. Treffend sangen sie "O happy day". (Erika Hänelt)

Zum Herunterladen:

Stand: 23.04.2017

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