Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

mittlerweile haben wir wieder Sommer. Schon im Frühling konnten wir die bunte Blumenvielfalt überall bewundern. Sollte der Sommer nicht zu heiß werden, werden wir uns noch eine Weile daran erfreuen können.

Eine Blume mit hoher Symbolkraft ist u.a. die Rose. Durch eine Rose können wir z. B. einer Person ohne viele Worte sagen, dass wir sie lieben. Die Freude über die Rose oder den Strauß Rosen, sowie dass damit bedingte Strahlen in den Augen des anderen, kann für den Schenkenden selbst zu einem schönen Geschenk werden. Faszinierend an einer Rose ist zudem auch der Duft, was wahrscheinlich einer der Gründe ist, warum Rosen so beliebt sind.

Genau diesen Aspekt hat einmal Mahatma Gandhi aufgegriffen, als er von christlichen Missionaren gefragt wurde, was getan werden müsse, um den christlichen Glauben für Hindus attraktiver zu machen. Die Antwort Gandhis darauf: „Denken Sie an das Geheimnis der Rose. Alle mögen sie, weil sie duftet. Also duften Sie, meine Herren!“

Was für ein schönes Bild! Leider passiert es aber immer wieder, dass uns gerade dieser „Duft“ fehlt. Wir beschäftigen uns mit allen möglichen Dingen wie z. B. mit neuen Strukturen der Kirche bzw. der Pfarrei, aber verlieren damit das Wesentliche aus den Augen, nämlich Christus selbst. Er ist der, der unser Leben und unser Handeln prägen will und sollte. Er ist der, der uns immer und immer wieder zeigt, was es heißt, geliebt zu werden und was es heißt, Liebe zu verschenken.

Wenn wir uns das in den Sinn rufen, dann „duften“ wir automatisch, dann leben wir unseren Glauben und haben eine glaubwürdige Ausstrahlungskraft! So hoffe und wünsche ich uns, dass wir zu „Rosen werden“ und damit unser Umfeld attraktiver und lebenswerter machen.

Ihr Pfarrer

Zum Herunterladen:

Stand: 09.08.2020
Stand: 02.08.2020

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