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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,
wie gehen wir eigentlich mit Menschen um, die eine andere Meinung haben und nicht das machen, was wir gerne möchten? Versuchen wir sie von unserer Meinung zu überzeugen oder können wir damit leben, wenn jemand nicht unsere Meinung zu einem Sachverhalt mit uns teilt? Können wir in solchen Situationen noch konstruktiv miteinander umgehen, ohne dass unsere Emotionen aufsteigen und wir beleidigt sind?

Ein respektvoller Umgang miteinander ist etwas ganz Wichtiges, was zugegeben manchmal alles andere als leicht ist. Für ein gutes zwischenmenschliches Klima ist das aber unverzichtbar.

Gerade die Entscheidungen, die im Rahmen des Erkundungsprozesses und der damit verbundenen Neugründung der Pfarrei verbunden sind, werden nicht bei jedem auf Gegenliebe stoßen. Die Gefahr ist durchaus da, dass Emotionen hochkommen, weil sich eben doch vieles anders vorgestellt wurde. Vielleicht führt manche Entscheidung auch zu Ärger und Frust. Aber gerade in solchen Situationen ist es wichtig, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und sich beleidigt zurück-zuziehen. Ein respektvoller Umgang ist da unabdingbar. Vielleicht kann es eine Hilfe sein, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass jeder das Beste für die Pfarrei will. Ich würde auch so weit gehen und sagen, dass daraus keiner einen persönlichen Vorteil ziehen möchte. Allerdings wird es unterschiedliche Meinungen zu unterschiedlichen Themen geben.

Gerade dann ist die Achtung und der Respekt gegenüber der anderen Person(en) ganz entscheidend. Ich muss nicht jede Entscheidung zu 100 % gut finden. Aber ich darf nicht im Groll nach Hause gehen. Wir können und dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns nicht allein lässt, dass er uns seinen Beistand schenkt. Darum sollten wir auch immer wieder beten. Nur so kann ein guter Neustart der zukünftigen Großgemeinde gelingen. Und so wünsche ich uns allen, dass wir nie unseren Schöpfer und unseren eigentlichen Auftrag, nämlich das Evangelium hinaus in die Welt zu tragen und zu bezeugen, aus den Augen verlieren, gerade dann, wenn wir die eine oder andere Entscheidung nicht für gut befinden.

Ihr Pfarrer Eisner

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

die Fastenzeit steht kurz vor der Tür. Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, auf was Sie in diesem Jahr verzichten wollen? Oft ist es gar nicht so einfach, etwas Sinnvolles für den Verzicht zu finden.

Gern werden Dinge genommen, die das ganze Jahr kaum geschafft werden. Und dann ist der Frust umso größer, wenn es selbst in der Fastenzeit nicht geschafft wird.

Immer wieder kann es vorkommen, dass wir uns zu viel bzw. Dinge vornehmen, die kaum zu schaffen sind. Dabei besteht der Sinn der Fastenzeit nicht darin, sich schwere und kaum schaffbare Aufgaben vorzunehmen. Sie will und soll keineswegs eine schwere Last für uns sein. Wir Menschen sind nicht für die Fastenzeit da, sondern die Fastenzeit ist für uns Menschen da.

Das heißt, sie möchte uns eine Hilfe sein, unsere Beziehung zu Gott und den Mitmenschen in den Blick zu nehmen und zu schauen, was gut und was schlecht daran ist. Wo laufen z.B. Beziehungen nicht so, wie es sein sollte? Wo muss ich etwas ändern oder welche Menschen habe ich aus dem Blick verloren? Was kann ich für sie tun? Welchen Menschen kann ich z.B. mit dem Geld, was ich durch meinen Verzicht auf Süßigkeiten oder Alkohol spare, sinnvoll helfen?

Baustellen im Bereich der Beziehung zu unseren Mitmenschen oder Gott haben wir vermutlich mehr als genug. Umso wichtiger ist es, dass wir uns nicht alle auf einmal vornehmen. Die Chance zum Scheitern ist da einfach zu groß.

Ein kleiner Vorsatz reicht erst einmal. Wenn ich merke, dass ich diesen schaffe bzw. geschafft habe, kann ich langsam anfangen, mir etwas Neues und mehr vorzunehmen.

So kann die Fastenzeit eine Hilfe für uns werden, wo wir nicht gleich aufgeben, weil wir nach wenigen Tagen unseren Vorsatz schon nicht mehr halten können.

Ich wünsche Ihnen eine segensreiche Fastenzeit und ein gesegnetes Osterfest.

Ihr Pfarrer Eisner

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

am Beginn des neuen Jahres bzw. am Ende des alten ist es nicht ungewöhnlich, sich etwas für das neue Jahr vorzunehmen. Gerade am Beginn ist meist noch ein großer Elan bei einem selbst zu spüren, was aber im Laufe des Jahres doch ein wenig nachlassen kann.

Ein Vorsatz im neuen Jahr könnte sein, sich weiter oder neu in das Gemeindeleben einzubringen. Aber warum machen wir das eigentlich bzw. was ist dabei unsere Intension? Eine Frage, die jeder nur für sich allein beantworten kann.

Im Idealfall wird sich engagiert, um das Gemeindeleben zu bereichern, sich mit seinen Gaben und Fähigkeiten einzubringen. Nur so kann eine Gemeinde lebendig und aktiv bleiben. Allerdings braucht es dabei nicht nur einige wenige Leute, sondern viele. Nur so kann sich die Vielfalt bzw. Fülle der Aufgaben auf breite Schultern verteilen. Die Urkirche ist dafür ein gutes Beispiel. 

Gerade in der heutigen Zeit ist das umso wichtiger, da die Zahl der Hauptamtlichen derzeit eher ab- als zunimmt. Ich möchte daher die Gelegenheit nutzen, um mich an dieser Stelle bei allen, die sich im letzten Jahr in unseren Gemeinden eingebracht haben, zu bedanken und ein Vergelt´s Gott sagen. Ich würde mich freuen, wenn sich in diesem Jahr wieder viele in das Leben unserer Gemeinden einbringen und so das Gemeindeleben mit ihren Gaben bereichern. Nur so ist es möglich, dass unsere Pfarreien auch eine Zukunft haben bzw. wir sie gut dahin führen können.

Und so wünsche ich Ihnen und Ihren Familien Gottes reichen Segen für das neue Jahr. Möge der dreifaltige Gott auch in diesem Jahr um uns sein und uns mit seinem Segen begleiten.

Ihr Pfarrer Sebastian Eisner

Zum Herunterladen:

Stand: 16.06.2019

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