Archiv

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

was macht unseren Glauben eigentlich aus? Eine Frage, die uns gerade in der jetzigen Zeit und der Situation mit der Neugründung der großen Pfarrei in absehbarer Zeit beschäftigen sollte. Was ist für unseren Glauben wichtig und was macht ihn aus?

Entscheidend ist zuerst eine Beziehung zu Christus und das Erkennen, dass er uns liebt, mit allem, was uns ausmacht. Aus Liebe zu uns ist Gott an Weihnachten Mensch geworden und hat sich dann in seinem Sohn kreuzigen lassen, um damit den Tod durch seine Auferstehung zu besiegen. Wenn wir diese Liebe erkennen, annehmen und dann erwidern, haben wir das Fundament schlechthin für unseren Glauben gelegt und eine Beziehung zu Gott. Beziehungen müssen aber immer gepflegt werden, sonst können diese in die Brüche gehen. D.h. wir sollten uns immer wieder die Zeit nehmen, unsere Beziehung zu Gott zu pflegen.

Wie kann uns das aber gelingen bzw. was ist dafür wichtig? Eine große Rolle spielt dafür ohne Frage das persönliche Gebet. Jedoch ist es schwierig, ausschließlich damit unsere Beziehung zu Gott zu pflegen. Es braucht auch einen Ort bzw. eine Quelle, aus der wir schöpfen können. Dieser Ort ist u.a. die sonntägliche Eucharistiefeier. Hier haben wir die Möglichkeit aufzutanken und Kraft für den

Alltag zu sammeln. Hier begegnen wir unseren Herrn. Solche Orte der Gottesbegegnung sind sehr wichtig. Aber es stellt sich dabei auch die Frage, ob diese Begegnung immer an ganz bestimmten Gebäuden und Orten hängen muss. Letztendlich ist doch das Entscheidende, dass wir eine Möglichkeit haben, um Gottesdienst zu feiern, um Gott zu begegnen. Die Gefahr ist durchaus da, dass wir uns zu sehr an materielle Dinge binden. Es wäre nicht gut, wenn wir darüber unseren Glauben, unsere Beziehung zu Gott aus den Augen verlieren.

Vertrauen wir daher darauf, dass Gott uns in dieser Zeit führen und zur Seite stehen wird. Es wird sicher keine leichte Zeit werden, aber welche Zeit ist schon leicht?! Überhören wir in unserem lärmenden Alltag nicht seine Stimme. Halten wir Kontakt mit ihm und sind wir dankbar darüber, dass er Mensch geworden ist. Feiern wir dieses große Fest der Menschwerdung gebührend!

Ich wünsche Ihnen allen eine besinnliche Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Ihr Pfarrer Sebastian Eisner

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

immer wieder kann es in unserem Leben vorkommen, dass Dinge für selbstverständlich gehalten werden. Gerade wenn wir uns bei etwas richtig bemühen, ist es nicht so recht erbaulich, wenn das nicht honoriert wird und der Dank dafür ausbleibt. So etwas kann sogar zu Frustration führen. Ein Lob, eine Anerkennung oder auch ein Dankeschön kann immer und zu jeder Zeit sehr guttun, und wahrscheinlich brauchen wir das auch. Um so schwieriger ist es dann, wenn solche Dinge ausbleiben.

Dabei sollten wir doch nicht in erster Linie etwas tun, um Dank oder ähnliches zu erhalten. Aber manchmal ist das eben doch recht schwer. Die Enttäuschung kann dann sehr groß sein, wenn wir kein Dankeschön hören. Wenn wir uns aber bewusst machen, wie gut solche Worte tun, dann können wir das ja öfter einmal zum Anlass nehmen, anderen so etwas zu sagen. Ein Dankeschön einfach mal für scheinbar so banale Dinge wie für das Wäschewaschen, das Mittagessen kochen, das Kinder hüten, das Zuhören... Oder auch ein „schön, dass es dich gibt und du für mich da bist“. So etwas tut nicht nur gut, sondern kann Beziehungen verändern. Mit solchen kleinen Gesten wird uns mit Sicherheit immer wieder ins Bewusstsein gerufen, dass eben nicht alles selbstverständlich ist, auch und gerade in unserer heutigen Welt.

Das Erntedankfest kann ein Anlass dafür sein uns das bewusst zu machen und entsprechend zu handeln. Aber letztendlich feiern wir doch jeden Tag Erntedank, selbst wenn nicht jeder Tag so heißt. Nehmen wir uns daher ab und zu die Zeit, um ein gutes Wort zu sagen und ärgern wir uns nicht darüber, wenn jemand kein gutes Wort für uns übrighat.

Ihr Pfarrer Sebastian Eisner

Koffer, Bild: pixabay, PfarrbriefserviceLiebe Schwestern und Brüder im Herrn,

die Ferienzeit neigt sich hier in Sachsen langsam, aber sicher dem Ende entgegen. Ich hoffe, Sie hatten, egal ob Sie zu Hause geblieben oder weggefahren bzw. - geflogen sind, eine schöne und erholsame Zeit.

U.a. im Urlaub erhoffen und erbitten wir immer wieder Gottes Schutz und Segen, wie es in dem Lied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ ausgedrückt wird. Gott möge auf unseren Wegen bei uns sein. Wir hoffen dann, uns im Urlaub erholen und mit neuer Kraft in den Alltag starten zu können. Nicht immer gelingt uns das. Manches Mal erhoffen und erwarten wir zu viel, ein anderes Mal kommen völlig unvorhergesehene Ereignisse dazwischen, die alles durcheinanderbringen. Nichts desto trotz glauben und vertrauen wir darauf, dass Gott immer bei uns ist, nicht nur in der Zeit der Ferien bzw. des Urlaubs.

Gottes Segen und seinen Beistand benötigen wir zudem auch in der sich stark wandelnden und verändernden Zeit hier bei uns in unserer Region. Mit dem
1. September wird eine neue Verantwortungsgemeinschaft errichtet, aus der in absehbarer Zeit aus zehn Pfarreien eine neue Pfarrei entstehen soll. Viele Fragen und Dinge sind dabei noch offen und ungeklärt. Manch einer betrachtet diesen ganzen Prozess vermutlich auch mit gemischten Gefühlen. Wir dürfen diese jetzige Zeit jedoch nicht immer wieder mit der Vergangenheit vergleichen und in alten Erinnerungen schwelgen, wie gut und schön doch früher alles war. Sicher ist, dass es Veränderungen geben wird und dass die folgende Zeit eine andere wird. Ob diese allerdings besser und schlechter wird, können wir nicht beurteilen und sollten wir auch nicht. Wir können aber auf Gott vertrauen und diesen Prozess in seine Hände legen.

In dem eingangs zitierten Lied heißt es weiter: „Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft.“ Auf ihn, Gott, sollen wir unseren Blick richten, um seinen Beistand bitten, insbesondere dann, wenn es vielleicht mal unterschiedliche Ansichten und Meinungen gibt. Er ist Quelle und Kraft unseres Lebens, er ist immer bei uns, auch wenn es manchmal nicht so scheint. Denn sein „Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unsern Wegen.“ Und das heißt konkret, dass wir nicht immer alles machen müssen. Wir dürfen auf Gott vertrauen, dass er wirkt und dürfen ihm alles anvertrauen und vor ihn bringen. Nur so können dieser Prozess und unser Leben gelingen.

Auf Gottes Beistand und seinen Heiligen Geist wollen wir daher weiter vertrauen, gerade in Zeiten, die für uns eine Herausforderung sind. Das wünsche ich uns allen.
Ihr Pfarrer Sebastian Eisner

„Der Glanz dieser heiligen Nacht
nimmt den Frevel hinweg,
reinigt von Schuld,
gibt den Sündern die Unschuld,
den Trauernden Freude.
Weit vertreibt sie den Hass,
sie einigt die Herzen
und beugt die Gewalten“.

Diesen Vers hören alle Christen in der Welt zu Ostern. Er ist ein Auszug aus dem Exsultet – dem gesungenen Osterlob der Lichtfeier am Beginn der Osternacht. Er fasst für uns Christen mehrere Schwerpunkte unseres Glaubens kurz und prägnant in einer schönen Einfachheit zusammen. So sind wir Christen gerade in der Osterzeit aufgerufen, den Glanz der Nacht, das heißt, die Freude über die Osterbotschaft in uns aufzunehmen und weiterzugeben. Uns wird in diesen zwei Sätzen bewusst gemacht, dass wir durch Gott fähig sind, bessere Menschen zu werden. Alles was wir tun müssen, ist der menschlichen Seite Jesu zu folgen. Wir sind dazu befähigt, unseren Mitmenschen mit Liebe zu begegnen. Wir müssen uns nur dafür in unserem Herzen entscheiden.

Das diese Entscheidung gerade in der Interaktion mit anderen Menschen schwer sein kann, ist nur menschlich. Menschen machen Fehler. Aber diese Fehler müssen uns nicht auf unserem gesamten Lebensweg begleiten. Sie können durch die Vergebung Gottes aufgelöst werden. Wenn wir uns schuldig gemacht haben, dann besitzt Gott den Schlüssel, um uns aus dieser „Gefängniszelle“ der Schuld zu befreien. Denn er hat uns durch die Auferstehung seines Sohnes gezeigt, dass wir trotz unserer menschlichen Begrenztheit fähig sind, am Reich Gottes auf Erden mitzubauen – und jederzeit die Hoffnung haben dürfen, dass wir im ewigen Leben an seiner Seite sind.

Benjamin Braun

Liebe Schwestern und Brüder,

Abendmahl (Bild: Friedbert Simon, In: Pfarrbriefservice,de)Am vierten Fastensonntag spricht das Johannesevangelium: (3,16) „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ In der österlichen Bußzeit bereiten wir uns auf die hingebende Begegnung mit Jesu vor. Ihn, den Sohn zu empfangen! Es ist wichtig für Christen, in der Zeit innezuhalten und Verstand und Herz zu schärfen. Empfindlicher zu machen für die Hingabe Jesu an die Welt. Das ist zuallererst Hingabe in das Leiden der Welt. Das schlimmste Leid ist vom Menschen gemacht. Krieg, Hass, Schmerz, Naturzerstörung, Kulturzerstörung, Menschenzerstörung, Beziehungsstörung! Bis ins kleinste, privateste möglich! Wir Menschen sind erlösungswürdig. Alle Versuche von Selbsterlösung sind gescheitert. Ohne Gottes Geistesgnade geht Erlösung nicht. Wir sind hilflos in der Sündspirale der Welt gefangen. Hilflos, aber nicht ohne Hilfe! Nicht ohne Hoffnung! Wer glaubt der vertraut! Wer glaubend, in die tiefschwarze Nacht des Karfreitags schaut, der hofft auf Ostern! Christus, der auferstandene Menschensohn als strahlende Sonne des neuen, erlösten Lebens! Sogar der Tod ist überwunden! Ewiges Leben ist Wirklichkeit! Damit dieser Weg unser Weg ist, diese Hoffnung unsere Hoffnung, brechen wir auf mit Jesu in unserer Mitte, als Kirche in dieser Zeit. Kirche ist Versammlung der vom Herrn geführten Glaubenden. Um den Tisch des Herrn. So wie auf dem Bild, um Jesus seiend, Ihn im Blick habend. Wer Jesus im Blick hat, denkt auch an die vielen in unseren Gemeinden, die nicht zu den Heiligen Messen kommen oder kommen können. Auch an diese sei gedacht und unser Gebet auch für sie. Werden wir empfindsamer für das Leiden und auch für das schöne in der Welt! Öffnen wir uns für Jesus und leben wir den Glauben!

Erwarten wir den Auferstandenen in unserem Leben neu!
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Fasten- und Osterzeit.
Beten wir füreinander!

Ihr Pfarrer Oliver Gonda

Liebe Schwestern und Brüder,

es sind turbulente Tage in denen wir leben: Sie dürfen mitentscheiden, welche Gestalt die territoriale Neuordnung der Pfarreien der Region nehmen soll. Sicherlich kommen da Fragen, Sorgen und Ängste auf. Doch das muss nicht so sein.

In Chemnitz, wo ich seit fünf Jahren tätig sein darf, werden die bisherigen Pfarreien im April zu einer Stadtpfarrei vereinigt. Die Katholiken der Stadt sind nun – auch organisatorisch und kirchenrechtlich – eine Einheit. Doch zugleich besteht diese Pfarrei aus vielen vitalen und unterschiedlichen Gemeinden und kirchlichen Orten.

Die katholische Soziallehre kennt das Prinzip der Subsidiarität, das meint, alles was die untere Ebene leisten kann, soll und muss diese auch tun. Also liebe Schwestern und Brüder, Sie können sich freuen, künftig zu einem größeren Raum gehören zu dürfen, was sicherlich den Horizont weitet und Chancen des gemeinsam Kircheseins bietet.

Und zugleich sind Sie gerade jetzt besonders eingeladen und aufgefordert, im Geiste der Subsidiarität, Ihre Gemeinde vor Ort aktiv und lebendig zu halten. Schließlich leben wir auch gesellschaftlich in turbulenten Tagen, gerade in Sachsen.

Die Menschen brauchen Halt, Orientierung und Trost. Die Kirche ist gefordert und damit sind auch wir gefordert, denn die Kirche und unsere Gemeinden und Pfarreien brauchen Menschen, die ihre Taufberufung leben und dafür gibt es auch in Werdau und Crimmitschau viele Chancen und Möglichkeiten.

Ich wünsche Ihnen dazu viel Heiligen Geist!
Markus Ruhs

Zum Herunterladen:

Stand: 08.12.2018

banner 1 preis