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„Der Glanz dieser heiligen Nacht
nimmt den Frevel hinweg,
reinigt von Schuld,
gibt den Sündern die Unschuld,
den Trauernden Freude.
Weit vertreibt sie den Hass,
sie einigt die Herzen
und beugt die Gewalten“.

Diesen Vers hören alle Christen in der Welt zu Ostern. Er ist ein Auszug aus dem Exsultet – dem gesungenen Osterlob der Lichtfeier am Beginn der Osternacht. Er fasst für uns Christen mehrere Schwerpunkte unseres Glaubens kurz und prägnant in einer schönen Einfachheit zusammen. So sind wir Christen gerade in der Osterzeit aufgerufen, den Glanz der Nacht, das heißt, die Freude über die Osterbotschaft in uns aufzunehmen und weiterzugeben. Uns wird in diesen zwei Sätzen bewusst gemacht, dass wir durch Gott fähig sind, bessere Menschen zu werden. Alles was wir tun müssen, ist der menschlichen Seite Jesu zu folgen. Wir sind dazu befähigt, unseren Mitmenschen mit Liebe zu begegnen. Wir müssen uns nur dafür in unserem Herzen entscheiden.

Das diese Entscheidung gerade in der Interaktion mit anderen Menschen schwer sein kann, ist nur menschlich. Menschen machen Fehler. Aber diese Fehler müssen uns nicht auf unserem gesamten Lebensweg begleiten. Sie können durch die Vergebung Gottes aufgelöst werden. Wenn wir uns schuldig gemacht haben, dann besitzt Gott den Schlüssel, um uns aus dieser „Gefängniszelle“ der Schuld zu befreien. Denn er hat uns durch die Auferstehung seines Sohnes gezeigt, dass wir trotz unserer menschlichen Begrenztheit fähig sind, am Reich Gottes auf Erden mitzubauen – und jederzeit die Hoffnung haben dürfen, dass wir im ewigen Leben an seiner Seite sind.

Benjamin Braun

Liebe Schwestern und Brüder,

Abendmahl (Bild: Friedbert Simon, In: Pfarrbriefservice,de)Am vierten Fastensonntag spricht das Johannesevangelium: (3,16) „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ In der österlichen Bußzeit bereiten wir uns auf die hingebende Begegnung mit Jesu vor. Ihn, den Sohn zu empfangen! Es ist wichtig für Christen, in der Zeit innezuhalten und Verstand und Herz zu schärfen. Empfindlicher zu machen für die Hingabe Jesu an die Welt. Das ist zuallererst Hingabe in das Leiden der Welt. Das schlimmste Leid ist vom Menschen gemacht. Krieg, Hass, Schmerz, Naturzerstörung, Kulturzerstörung, Menschenzerstörung, Beziehungsstörung! Bis ins kleinste, privateste möglich! Wir Menschen sind erlösungswürdig. Alle Versuche von Selbsterlösung sind gescheitert. Ohne Gottes Geistesgnade geht Erlösung nicht. Wir sind hilflos in der Sündspirale der Welt gefangen. Hilflos, aber nicht ohne Hilfe! Nicht ohne Hoffnung! Wer glaubt der vertraut! Wer glaubend, in die tiefschwarze Nacht des Karfreitags schaut, der hofft auf Ostern! Christus, der auferstandene Menschensohn als strahlende Sonne des neuen, erlösten Lebens! Sogar der Tod ist überwunden! Ewiges Leben ist Wirklichkeit! Damit dieser Weg unser Weg ist, diese Hoffnung unsere Hoffnung, brechen wir auf mit Jesu in unserer Mitte, als Kirche in dieser Zeit. Kirche ist Versammlung der vom Herrn geführten Glaubenden. Um den Tisch des Herrn. So wie auf dem Bild, um Jesus seiend, Ihn im Blick habend. Wer Jesus im Blick hat, denkt auch an die vielen in unseren Gemeinden, die nicht zu den Heiligen Messen kommen oder kommen können. Auch an diese sei gedacht und unser Gebet auch für sie. Werden wir empfindsamer für das Leiden und auch für das schöne in der Welt! Öffnen wir uns für Jesus und leben wir den Glauben!

Erwarten wir den Auferstandenen in unserem Leben neu!
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Fasten- und Osterzeit.
Beten wir füreinander!

Ihr Pfarrer Oliver Gonda

Liebe Schwestern und Brüder,

es sind turbulente Tage in denen wir leben: Sie dürfen mitentscheiden, welche Gestalt die territoriale Neuordnung der Pfarreien der Region nehmen soll. Sicherlich kommen da Fragen, Sorgen und Ängste auf. Doch das muss nicht so sein.

In Chemnitz, wo ich seit fünf Jahren tätig sein darf, werden die bisherigen Pfarreien im April zu einer Stadtpfarrei vereinigt. Die Katholiken der Stadt sind nun – auch organisatorisch und kirchenrechtlich – eine Einheit. Doch zugleich besteht diese Pfarrei aus vielen vitalen und unterschiedlichen Gemeinden und kirchlichen Orten.

Die katholische Soziallehre kennt das Prinzip der Subsidiarität, das meint, alles was die untere Ebene leisten kann, soll und muss diese auch tun. Also liebe Schwestern und Brüder, Sie können sich freuen, künftig zu einem größeren Raum gehören zu dürfen, was sicherlich den Horizont weitet und Chancen des gemeinsam Kircheseins bietet.

Und zugleich sind Sie gerade jetzt besonders eingeladen und aufgefordert, im Geiste der Subsidiarität, Ihre Gemeinde vor Ort aktiv und lebendig zu halten. Schließlich leben wir auch gesellschaftlich in turbulenten Tagen, gerade in Sachsen.

Die Menschen brauchen Halt, Orientierung und Trost. Die Kirche ist gefordert und damit sind auch wir gefordert, denn die Kirche und unsere Gemeinden und Pfarreien brauchen Menschen, die ihre Taufberufung leben und dafür gibt es auch in Werdau und Crimmitschau viele Chancen und Möglichkeiten.

Ich wünsche Ihnen dazu viel Heiligen Geist!
Markus Ruhs

Zum Herunterladen:

Stand: 15.06.2018

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