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„Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh, Maria und Josef betrachten ...“ (GL 248,2) – und wir? Wir betrachten es auch. Wir schauen auf das Bild. Wir schauen zunächst von außen in die Szene hinein. Und
wir schauen, wie Maria und Josef, quasi von oben herab auf das Geschehen. Einzig der Hirte im Vordergrund beugt sich ganz tief hinunter. Er versucht, dem Geschehen ganz nahe zu kommen. Er versucht, mit dem Kind, welches „... elend, nackt und bloß ...“ (GL 247,2) daliegt, auf eine Höhe zu kommen. Er versucht, auf Augenhöhe mit dem zu kommen, der „... Gott gleich [war], aber nicht daran fest[hielt], sondern ... sich entäußerte ... und den Menschen gleich [wurde]“ (vgl. Phil 2,6f).

Wenn ich mit einem Säugling im Kinderwagen wirklich in Kontakt kommen will, wenn ich ihn richtig sehen will, wenn ich ihn berühren will, dann muss ich mich klein machen. Dann muss ich mich hinabbeugen. Dann muss ich meine hohe Position aufgeben. So ist es auch bei unserer Krippe. So ist es auch bei der Begegnung mit dem Kind im Stall. Ich muss mich klein machen, um Kontakt aufzunehmen. Ich muss mich hinabbeugen und meine hohe Position aufgeben. Erst dann wird Begegnung möglich.

Gott selbst macht es mir vor. „Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen“, beten wir im großen Glaubensbekenntnis. In diesem Satz ist das ausgesagt, was wir an Weihnachten feiern. In diesem Satz ist das ausgesprochen, was wir in unserer Krippendarstellung sehen. Gott wird ein Mensch. Gott wird klein. Gott gibt seine hohe Position auf, um bei uns Menschen zu sein. Er beugt sich ganz tief hinab, um mit uns Menschen, mit mir in direkten Kontakt zu kommen. Gott möchte mich berühren. Und er möchte von mir berührt werden. Gott will mir auf gleicher Höhe begegnen. Und da ich es nicht schaff e, mich zu ihm zu erheben, kommt er zu mir herab. Da ich es trotz aller Sehnsucht und allem Bemühen nicht schaff e, zu ihm zu kommen, kommt er zu mir. Jetzt ist es an mir, meine hohe Position zu verlassen. Jetzt ist es an mir, mich klein zu machen. Jetzt ist es an mir, ihm wirklich begegnen zu wollen.

Die linke Hand des Kindes auf unserem Bild liegt auf seinem Herzen. Diese kleine Geste ist wichtig. Sie zeigt mir, dass ein Sich-kleinmachen, ein Sich-hinabbeugen, seine hohe Position aufgeben nur dann gelingt, wenn es eine Herzensangelegenheit ist. Sie zeigt mir, dass es nur die Liebe ist, die es Gott möglich macht, alle Herrlichkeit, allen Himmel zu verlassen. Diese kleine Geste zeigt mir, dass es einzig die Liebe ist, die Gott dazu treibt, sich so klein zu machen, dass selbst ich kleiner Mensch ihm begegnen kann.

Ich wünsche uns, dass wir uns von seiner Liebe anstecken lassen. Ich wünsche uns, dass wir nicht nur Beobachter sind, die von außen, von oben hinschauen. Ich wünsche uns, dass wir uns von seiner Liebe berühren, von seiner Kleinheit anrühren lassen. Ich wünsche uns, dass wir uns hinabbeugen, klein machen, unsere hohe Position aufgeben und ihn auf Augenhöhe, ganz unten – im Stroh entdecken, ihm begegnen, mit ihm in Kontakt kommen.

Ihr Pfarrer Ludger M. Kauder

„Gott spielt in meinem Leben keine Rolle –“ dieser Satz, dieser Halbsatz steht auf einer Spruchkarte, die mir vor einiger Zeit in die Hände fiel. Dieser Halbsatz ist eine Aussage, die mir, die uns in unserer Zeit, in unserer Region, in unserer Umwelt immer wieder begegnet. Es sind die 80 %, die hier leben und nichts von Gott wissen (wollen), die jenen Halbsatz aussprechen oder zumindest leben.

Aber wie ist es bei mir? Spielt Gott eine Rolle? Spielt ER nur eine Rolle? Spielt ER eine Hauptrolle? Spielt ER nur eine Nebenrolle? Hat ER die Hauptrolle – ist ER der Star? Ist ER nur Statist – hat ER nur Kulissenfunktion? Welche Rolle lasse ich IHM zukommen? Ich glaube, die Frage ist falsch gestellt. Denn, so frage ich mich: Kommt es mir zu, IHM eine Rolle zuzuteilen, IHN in eine Rolle zu pressen? Wenn also der Ansatz falsch ist, wenn die Frage falsch gestellt ist, ist dann auch die Frage an sich falsch? Ist es dann überhaupt notwendig, über diesen Halbsatz nachzudenken?

Ich denke, ja! Ich denke sogar, es ist notwendig, sich einmal dieser Frage zu stellen – sich diese Frage zu stellen. Denn, so behaupte ich, wenn ich diesen Halbsatz als für mich und mein Leben – auch mein Leben mit Gott – für nicht notwendig ansehe, dann spielt ER keine Rolle in meinem Leben. Dann hat ER keinen wirklichen Platz, noch nicht einmal für einen Neben-, für eine Statistenrolle.

Der Satz auf meiner Spruchkarte geht noch weiter. Es folgt ein weiterer Halbsatz – „er ist der Regisseur.“ Damit wird es aber auch nicht wirklich einfacher. Denn wer von uns ist schon gern bereit, das Zepter aus der Hand zu geben? Wer von uns möchte denn nicht gern selbst bestimmen, wie es zu laufen hat? Wer von uns möchte sich immer wieder vorschreiben lassen, wie er wo zu agieren bzw. zu reagieren hat?

Aber nehmen wir auch diesen Halbsatz einmal her und bedenken wir ihn. Wenn Gott der Regisseur in meinem Leben ist, dann müssen wir uns erst einmal fragen, was denn einen guten Regisseur ausmacht. Ein guter Regisseur hat seinen Plan, seine Idee im Kopf. Diesen Plan, diese Idee erklärt er. Er ist offen für Nachfragen. Er lässt sich auf Kritik ein. Ein guter Regisseur lässt sich hinterfragen und denkt über gemachte Einwürfe nach – baut diese unter Umständen in das Stück ein.

An dieser Stelle eine kleine Zwischenfrage an uns: Wenn wir selbst der Regisseur in unserem Lebensstück sind, lassen wir Kritik und Nachfragen zu? Gehen wir auf andere Ideen ein? Oder sind wir eher nur der Rollenverteiler, der alles genau weiß?

Kommen wir auf die Spruchkarte zurück. Ich wünsche uns, dass Gott nicht nur eine Rolle spielen darf in meinem Leben. Ich wünsche uns, dass wir uns auf seine Regie einlassen, dass wir uns von ihm führen lassen. Aber ich wünsche uns auch, dass wir nicht nur passiv eine Rolle spielen, sondern mit dem Regisseur auf Augenhöhe agieren, ihn hinterfragen, eigene Ideen einbringen usw.

Ihr Pfarrer Ludger M. Kauder

15.08. – Ausblick für mich

„Wie soll das geschehen ...?“ – wörtlich: „Wie wird das geschehen ...?“ – man wird vielleicht auch ‚übersetzen‘ dürfen: „Wie kann das geschehen ...?“ (Lk 1,34) Dieser Satz, diese Frage (egal mit welchem Verb besetzt) zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Maria. Wie kann das geschehen, dass

  • sie ohne Erbsünde geboren wird,
  • sie jungfräulich gebären kann,
  • sie trotz Flucht nach Ägypten (vgl. Mt 2,13f), nicht aufgibt‚
  • trotz aller Abkanzelung‘ (vgl. Lk 2,49; Joh 2,4) nicht resigniert,
  • trotz aller harten Worte durch den Sohn (Mt 12,48) nicht fortrennt,
  • sie, ohne den Auferstandenen gesehen zu haben, an Ostern glaubt,
  • sie ganz in den Himmel aufgenommen wird?

Meine Antwort lautet: Weil sie trotz aller Fragezeichen, trotz aller Zweifel, trotz aller Un- und Missverständnisse einen Satz, eine Aussage im Herzen hatte: „Ich traue meinem Gott alles – auch das Unmögliche zu. Ich traue es IHM zu, auch wenn ich nicht begreife, wie es geschehen kann.“

Dies ist jenes kindliche Vertrauen, das zum fast schon widersinnigen Glauben wird, dass Gott, der wie Vater/Mutter, wie der große, starke Bruder/die Schwestern ist, alles (auch das Unmögliche) kann: „Mein Papa, mein Bruder kann das, der schafft das!“ Das ist jenes kindliche Vertrauen, von dem Jesus sagt: „Wer das Reich Gottes [welches ein unverdientes Geschenk ist – wie Josef Ernst schreibt] nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen“ (Mk 10,15).

Hat Maria, deren Aufnahme in den Himmel wir am 15. August feiern, diese Auszeichnung ‚verdient‘? Hat sie sich mehr ‚verdient‘ als andere Menschen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob man sich den Himmel überhaupt ‚verdienen‘ kann – oder ob die Aufnahme in den Himmel nicht reines Geschenk ist (vgl. Josef Ernst). Aber ich weiß, dass Maria für mich, für uns alle Ur- und Vorbild des Glaubens, des gläubigen Lebens ist. Ich weiß, dass sie uns allen als Hoffnungszeichen gegeben ist: „... die jungfräuliche Gottesmutter [wurde] in den Himmel erhoben, [und] empfing ... jene Herrlichkeit, die uns allen verheißen ist, und wurde [so] zum Urbild der Kirche ...“ (Präfation vom Hochfest Mariä Himmelfahrt).

Ich wünsche uns, dass wir IHM trauen, dass wir IHM alles zutrauen, auch wenn wir (oftmals) nicht wissen, „wie das geschehen kann/wird/soll“! Ich wünsche uns jenes kindliche Vertrauen, das es Maria ermöglichte, trotz aller Fragen und Zweifel, trotz aller Enttäuschungen und Rückschläge SEINEM Wort zu glauben. Ich wünsche uns, dass wir unsere Himmelfahrt glauben.

Ihr Pfarrer Ludger M. Kauder

WordcloudEs sind sicher nicht alle Dinge aufgelistet, die in den kommenden Wochen geschehen werden. Es sind sicher nicht alle Dinge aufgelistet, die im aktuellen Doppel:Punkt vermerkt sind. Es wären sicher noch viele Dinge zu erwähnen, die geschehen werden. Diese Auswahl aber soll genügen. Es werden Tage und Wochen sein, die sehr angefüllt sein werden. Bei einem meiner Krankenbesuche in den letzten Tagen hörte ich den Satz: „Mögen Ihre Tage immer erfüllt sein. Aber da muss ich mir ja keine Sorge machen, bei dem, was Sie alles zu tun haben.“ Meine Antwort lautete: „So schlimm ist das nun auch wieder nicht. Und vor allem, wenn meine angefüllten Tage mit IHM angefüllt sind, kann nichts mehr schief gehen.“ Mein Gegenüber lächelte und sprach: „Na, wenn das so ist, dann kann ja nichts mehr schief gehen.“ – grins – „Upps, das haben Sie ja gerade gesagt.“ Ich kann uns allen nur wünschen, dass unsere kommenden Erstkommunion-, Muttertag-, Christi Himmelfahrt-, Pfingsten-, Hl. Benno-, Priesterweihe-, Maiandachten, Hl. Benno-, Fronleichnam-, Katholikentag-, Geburtsfest Johannes’ des Täufers-, Hl. Bonifatius-, Hl. Petrus und Hl. Paulus-, Hl. Benedikt-, Gemeindefest-, RKW-, Kinderwallfahrt-, Ferien-, Jugendfahrt-, Urlaub-, Weltjugendtag-, ... -tage von IHM erfüllt sein mögen.

Ihr Pfarrer Ludger M. Kauder

„Schmerz im Spiegel der Freude“ – Bild: Anna S. Augustin; In: Pfarrbriefservice.de„Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch [dieses Schicksal, diese Prüfung] von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen. Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm (neue) Kraft.“ (Lk 22,43f)

Auf manchem Andachtsbild wird die oben zitierte Bibelstelle so dargestellt, dass ein Engel heranschwebt, neben oder hinter Jesus steht und ihm einen Becher, einen Kelch hinhält. Ganz anders auf unserem Bild. Da ist kein Jesus, da ist kein Engel. Da sind ‚nur’ die Marterinstrumente Kreuz und Dornenkrone und ein Kelch. Und diese liegen auf einem Weg, der leer ist. Das Kreuz und die Dornenkrone liegen am Wegrand, wurden, so scheint es, dort abgelegt, um nicht zu sehr im Weg zu sein. Aber, so deute ich es, der Kreuzträger hat es nicht mehr geschafft, das Kreuz vollkommen aus dem Weg zu räumen. Es liegt auf der Straße. Und damit behindert, blockiert es u. U. den allgemeinen, den alltäglichen Verkehrsfluss.

Betrachten wir den Weg als unseren eigenen Weg in Richtung Ostern. Nehmen wir diesen Weg ruhig als Symbol für unseren ureigenen Kreuzweg. Betrachten wir einmal aus der Distanz des Außenstehenden dieses Arrangement: „Vater, ... nimm dieses Kreuz von mir!“ (Lk 22,43) – ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr. Ich bin fertig! So in etwa können wir auch Jesus reden, stöhnen hören, als er auf seinem Kreuzweg ein ums andere Mal zusammenbricht. Ich will hier nur noch weg. Ich reiße mir, auch wenn es schmerzt, die dornige Krone vom Kopf. Ich lasse alles stehen und liegen. Kein Ziel. Keinen Sinn. Und da du das Kreuz nicht wegnimmst, nehme ich die Sache selbst in die Hand. Nein: Ich lege die Sache aus meiner Hand!

Und dann ist da der Kelch. „... nimm den Kelch weg!“ (vgl. a. a. O.) Der Kelch steht auf dem Kreuz, steht mitten in der Krone. Der Kelch, der jetzt nicht mehr als Symbol des Schicksals, der Prüfung zu deuten ist. Und es ist auch nicht der Schierlingsbecher, der gereicht wird, um ein schnelles Ende zu erreichen. Nein, es ist der Kelch, der Freude symbolisiert. Es ist der Kelch, der bei einem Fest gereicht wird. Bei einem Fest, das mich stärken und froh machen will. Es ist, so deute ich es, jener Kelch, den Jesus uns beim letzten Abendmahl reicht. Es ist jener Kelch, von dem Paulus schreibt: „... sooft ihr ... aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn“ (1 Kor 11,26). Der Kelch, der uns zur Stärkung gereicht wird, der Kelch, der die Freude symbolisiert, der Kelch, der für das Fest der Befreiung – Ostern – steht, steht auf dem Kreuz, ist umgeben von der Dornenkrone, weil diese Dinge zusammengehören. Die Auferstehung des Herrn können wir nur dann preisen, wenn wir zuvor seinen Tod verkündet haben. Auferstehung – auch die Auferstehung Christi – wird nur dann möglich, wenn zuvor das Kreuz, das Leiden ist. In dem Kelch auf unserem Bild spiegeln sich die Krone und das Kreuz wider, weil diese Dinge zusammengehören, einander bedingen.

„Nehmt und esst, ... trinkt“ (Mt 26,26f), denn sonst ist der Weg zu lang, zu schwierig (vgl. 1 Kön 19,7). Dies sagt Gott zu mir, wenn ich nicht weiter kann, wenn mein Weg des Kreuzes, mein Weg in Richtung Ostern zu hart ist. Er nimmt das Kreuz, den Kelch, die Dornen nicht weg. Aber wenn ich die Sache, das Kreuz, das Leiden, den Weg aus meiner Hand in seine Hand lege, dann sind das Kreuz und die Dornen nicht weg – aber aufgenommen im Kelch der Stärkung, der Freude. Dann, und das wünsche ich uns, wird Ostern. Dann ist Ostern der Kelch, in dem sich Kreuz und Leid spiegeln.

Ihr Pfarrer Ludger M. Kauder

Haupteingang der Kirche in SchmöllnEine offene Tür. Sie lädt mich ein, durch sie hindurchzutreten. Sie lädt mich ein, den dahinterliegenden Weg, den Raum zu erkunden, zu entdecken. Diese Einladung anzunehmen, setzt ein gewisses Maß Neugier voraus. Gleichzeitig aber bedarf es auch eines gewissen Maßes Mut, sich auf ein neues Terrain zu wagen.

Papst Franziskus hat für das gerade begonnene Kirchenjahr ein Heiliges Jahr ausgerufen. Und er hat dieses Jahr unter den Titel „Jahr der Barmherzigkeit“ gestellt. Zum Beginn dieses Jahres wurden in allen Bistümern „Pforten der Barmherzigkeit“ geöffnet. Wir Christen sind eingeladen, durch diese Pforten zu gehen. „Zu gehen“ im wörtlichen, wie im übertragenen Sinn. Wir sind eingeladen, voller Neugier zu entdecken, was, wer sich hinter dieser Pforte finden lässt. Ja, wir wissen, dass es Gott, der barmherzige Vater, ist, der uns in seinem Sohn Heil und Leben anbietet, den wir hinter dieser Pforte finden können. Und trotz dieses Wissens braucht es immer wieder Mut, durch diese Pforte zu gehen. Es braucht den Mut, den barmherzigen Vater neu entdecken zu wollen. Es braucht den Mut, sich überraschen zu lassen. Sich von diesem Gott, von dessen Barmherzigkeit überraschen zu lassen. Zuerst aber bedarf es dazu des Willens, sich aufzumachen. Es bedarf des Mutes, sich der Anstrengung zu unterziehen, Wege zu gehen. Es bedarf der Neugier, Altbekanntes neu entdecken zu wollen. Es bedarf des Mutes, Neues im Alten integrieren zu wollen.

Zu Silvester sind wir durch eine Tür gegangen. Das Jahr 2016 hat begonnen. Das neue Jahr liegt vor uns. Da haben wir Termine, die feststehen. Wir haben Pläne und Wünsche, die hoffentlich in Erfüllung gehen. Manche bange Frage, manche Sorge, manche Befürchtung, manches, was uns viel Mut abverlangt, haben wir mit in das neue Jahr genommen. Mögen uns diese Dinge nicht lähmen. Möge die Neugier, Neues entdecken zu wollen, uns den Mut geben, nicht im Türrahmen stehen zu bleiben, sondern den Raum entdecken, erkunden zu wollen.

Papst Franziskus lädt uns ein, im Jahr der Barmherzigkeit den altbekannten Gott neu zu entdecken. Auch wir als Gemeinde wollen uns in diesem Jahr neugierig auf den Weg begeben, Barmherzigkeit zu finden und zu schenken. Wir wollen als Gemeinde mutig durch die Pforte der Barmherzigkeit gehen, um heilig zu werden. Wir sollen heilig werden. Das ist ein Weg, den wir mutig, neugierig und voller Zuversicht gehen müssen. Es ist ein Weg, dessen Ziel klar ist. Und gleichzeitig ist es ein Weg, dessen Strecke noch im Verborgenen liegt. Es ist ein Weg, der uns zur großen Heiligkeit führen wird. Und gleichzeitig ist es ein Weg, bei dessen mutigem Begehen sich Stolperstellen, unvermutete Biegungen usw. zeigen werden.

Ich wünsche uns allen, dass wir das Jahr der Barmherzigkeit, das Jahr 2016, das neue Jahr voller Neugier und Mut in Angriff nehmen. Ich wünsche uns allen, dass wir dieses Jahr in der Gewissheit Seiner barmherzigen Gegenwart und Liebe miteinander gehen. Ich wünsche uns, dass wir uns gegenseitig die Tür der Barmherzigkeit öffnen und offenhalten. Ich wünsche uns, dass wir ein Heiliges Jahr erleben.

Ihr Pfarrer Ludger M. Kauder

Zum Herunterladen:

Stand: 18.03.2017

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