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Liebe Schwestern und Brüder,

leitwort_2ein Strom von Menschen ist unterwegs: Frauen, Männer, Kinder – alle namenlos, ihre Gesichter versinken im Dunkel. Viele sind ihnen vorausgegangen und Zahllose werden noch kommen. Die meisten leben ein kleines, unbedeutendes Leben, ein unscheinbarer Auftritt, ein Leben, das die Welt nicht verändert, ein Tod, der keine große Lücke reißt: Das ist die Geschichte der vielen kleinen Menschen, das ist unsere Geschichte – das ist der Hintergrund unseres Titelbildes.

Und es bliebe dabei, wenn da nicht dieser Riss in der Mitte des Bildes wäre. Der Riss unterbricht den Menschenstrom. Reißt einen Spalt auf. Da geschieht nicht viel in diesem Spalt. Doch er verändert alles. Eine Familie ist zu sehen: eine Mutter mit ihrem Kind auf dem Arm, ein Vater, der schützend die Hand um die beiden legt. Bei diesen dreien geschieht plötzlich Menschwerdung, sie tragen ein Gesicht. Ein wenig Himmel reißt auf, ein goldener Spalt teilt das Dunkel des Gesamtbildes.

Dass jemand uns ansieht, uns sein Gesicht zeigt und uns darin nahe kommt, das ist unsere Sehnsucht. In dieser Sehnsucht rufen wir im Advent: „O Heiland, reiß die Himmel auf!“ Zu Weihnachten spüren wir: Der Heiland hat die Himmel aufgerissen. Er hat unsere Geschichte aufgebrochen, er sieht uns an – und er ist von nun an mit uns unterwegs in unserem Lebensstrom.

Ein gesegnetes Unterwegssein durch die Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer M. Gehrke

Liebe Schwestern und Brüder,

der Monat November erinnert uns auf vielfältige Weise an die Begrenztheit unseres Lebens. Vom herbstlichen „Sterben der Natur“ angeregt, haben die verschiedenen Totengedenktage der christlichen Tradition in diesem Monat ihren Ort gefunden: Der „Gedenktag Allerseelen“ am 2. November und der „Ewigkeitssonntag“ am letzten Sonntag des Kirchenjahres sind für katholische und evangelische Christen Anlässe, mit dem Gedenken der Verstorbenen auch den Gedanken an die eigene Sterblichkeit in den Blick zu nehmen. Unsere Sterblichkeit, die Endlichkeit und Begrenztheit des Lebens, das ist eine grundsätzliche Gegebenheit des Menschseins.

Die Begrenztheit des menschlichen Lebens äußert sich aber nicht nur in seiner Sterblichkeit. Auch innerhalb unserer Lebensgeschichte erfahren wir uns als Menschen auf vielfältige Weise als „begrenzt“: Wir haben begrenzte Fähigkeiten, wir stoßen sehr oft an die Grenzen unserer Möglichkeiten. Fehler, Versagen und Schuld sind konkrete Ausdrucksformen menschlicher Grenzen.

Trotz der dauernden Herausforderung zur Überwindung dieser Grenzen, müssen wir in den meisten Bereichen mit ihnen leben, mit ihnen zu leben lernen. Das ehrliche Wahrnehmen und Annehmen der eigenen Begrenztheiten ist daher eine wichtige Lebensaufgabe. Aus ihr wächst als Lebenshaltung die Demut, die schlicht und einfach im Anerkennen dieser meiner eigenen menschlichen Grenzen und ihrer Integration in mein Denken, Reden und Handeln besteht.

Eine Frucht der Demut wird dann sein, dass ich auch mit den Begrenztheiten meiner Mitmenschen besser umgehen lerne. Die Annahme meiner eigenen Begrenztheiten lässt mich barmherziger mit meinem Nächsten und seinen Begrenztheiten sein – und das kann eine Wohltat für das Zusammenleben sein, eine Wohltat für das Leben.

Pfarrer Michael Gehrke

Liebe Schwestern und Brüder,

nach vier Jahren ist es nun wieder soweit: Unsere Gemeinde wählt einen neuen Pfarrgemeinderat. In diesem „Franziskusboten“ finden Sie die Kandidatenliste und alle Informationen rund um die PGR-Wahl, welche in unserer Pfarrei am 23./24. Oktober stattfinden wird. Wahlberechtigt sind alle Gemeindeglieder ab dem 16. Lebensjahr, auch Briefwahl ist möglich.

Was ist der Sinn eines Pfarrgemeinderates? In ihm nehmen Gemeindemitglieder gemeinsam mit dem Pfarrer Verantwortung für das Leben und den Dienst unserer Kirche hier in Crimmitschau wahr. Das vorrangige Aufgabenfeld ist dabei vor allem die Gestaltung des Gemeindelebens, ebenso aber auch die Aktivitäten der Gemeinde nach außen – im Blick auf Probleme in unserer Stadt oder in der Welt, im Blick aber auch auf Kontakte zu unseren katholischen und evangelischen Nachbargemeinden.

In Hinblick auf die Veränderungsprozesse, welche für unsere Gemeinde in den kommenden Jahren anstehen, wird der Dienst des Pfarrgemeinderates in ganz besonderer Weise herausgefordert sein. In vielen einzelnen Fragen wird nach guten Lösungen zu suchen sein und werden diese auch mit viel Engagement umzusetzen sein. Daher ist es sehr wichtig, dass diejenigen, die sich mit ihrer Kandidatur für diesen Dienst bereiterklärt haben, durch eine rege Wahlbeteiligung ein tragfähiges Mandat der Gemeinde für die nicht einfachen Aufgaben der kommenden Zeit erhalten und sich so auch durch das mit der Wahl gezeigte Vertrauen der Gemeindeglieder gestärkt wissen.

So lade ich Sie ein, bei der bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahl von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich auch darüber hinaus als mündige Christinnen und Christen im Leben unserer Gemeinde zu engagieren.

Ihr Pfarrer Michael Gehrke

Wir bauen Kirche!

Liebe Schwestern und Brüder in unserer St.-Franziskus-Gemeinde,

„Wir bekommen eine neue Kapelle!“ – so lautete der Tenor vieler Gespräche in den letzten Tagen, nachdem die Entscheidung des Bistums bekannt geworden war, dass unser Kapellenbauprojekt genehmigt worden ist. Auch die Tagespresse titelte ähnlich: „Pfarrgemeinde bekommt eine neue Kapelle“. An dieser Wortwahl ist richtig, dass der Neubau unserer St.-Franziskus-Kapelle am Piusheim nicht möglich wäre ohne die vielfältige Unterstützung, die wir schon bisher in der Vorbereitung erfahren durften und auf die wir auch in der bevorstehenden Planungs- und Bauphase hoffen. Da ist die konstruktive Begleitung des Entscheidungsprozesses durch die Bistumsleitung zu nennen und ebenso die in Zeiten knapper Kassen nicht selbstverständliche Zusage zur finanziellen Beteiligung des Bistums an unserem Projekt. Da ist ebenso die wohlwollen- de Akzeptanz unseres Vorhabens durch die kommunalen Entscheidungsträger hier in Crimmitschau zu nennen und die Bereitschaft zu Kirchbauspenden auch bei Menschen, die nicht zu unserer Gemeinde gehören. Dafür können wir von Herzen dankbar sein und durch alle diese guten Erfahrungen der vergangenen Monate wird uns auch deutlich, wie sehr unser Vorhaben vom Segen Gottes getragen wird und ohne diesen nicht gelingen kann. In diesem Sinne stimmt die Wortwahl: „Wir bekommen eine neue Kapelle“.

In einem anderen Sinne allerdings kann diese Wortwahl auch in die Irre führen: Wenn wir nämlich damit verbinden würden, dass unser Kapellenbau vorrangig die Sache vieler anderer Verantwortlicher wäre, aber nicht zuallererst unsere eigene Sache. Denn das muss allen in unserer Gemeinde ganz klar sein: Dieses Kirchbauprojekt wird in der kommenden Zeit unsere ganze Kraft und Energie fordern.

Das betrifft natürlich zum einen die Mitglieder der Baukommission, für welche die Arbeitsintensität über die bisher geleisteten Vorarbeiten in den kommenden Monaten stark ansteigen wird. Das betrifft in anderer Weise alle Mitglieder unserer Gemeinde, die mittragen müssen, dass Pfarrer und Mitarbeiter während der Planungs- und Bauphase für Gruppen und Kreise ebenso wie für Einzelanliegen weniger zur Verfügung stehen werden als sonst. Und das betrifft die Spendenbereitschaft aller in der Gemeinde, ohne die der Neubau nicht zu stemmen sein wird. Hier wird es nötig sein, dass die ganze Gemeinde das Bewusstsein entwickelt „Wir bauen eine neue Kapelle!“ Nur wenn alle ihre je eigenen Möglichkeiten und Kräfte einbringen, kann unser Kapellenbauprojekt gelingen.

Ein Kirchenbau ist aber immer nur die eine, die äußere Seite. Das Bewusstsein „Wir bauen Kirche“ wird auch in anderer Hinsicht entscheidend dafür sein, ob und auf welche Weise unser Crimmitschauer Gemeindeleben in Zukunft lebendig sein wird. Im 1. Petrusbrief ist von der christlichen Gemeinde als einen „Bau aus lebendigen Steinen“ die Rede – jeder einzelne Christ und jede einzelne Christin ist von Gott durch die Gabe des Heiligen Geistes dazu befähigt worden, so ein „lebendiger Stein“ der Kirche zu sein.

Wenn in absehbarer Zeit der Crimmitschauer Pfarrer in Werdau wohnen wird und zwei gleich großen Gemeinden gleichermaßen zu dienen hat, dann wird es an vielen ganz konkreten Punkten darauf ankommen, wofür Gemeindeglieder sich in eigener Verantwortung und Initiative zu engagieren bereit sind. Das werden dann die entscheidenden Bausteine der „Kirche von Crimmitschau“ sein, die dafür sorgen, dass der dann fertig gestellte Neubau der St.-Franziskus-Kapelle das Zentrum für eine vitale Ortskirche „aus lebendigen Steinen“ (1 Petr 2,5) sein kann.

In der festen Zuversicht, dass beides – der innere und äußere Bau der Kirche – mit Gottes Segen und vereinten Kräften gelingen kann, grüßt Sie alle

Ihr Pfarrer Michael Gehrke

„Ich werde den Vater bitten, und er wird Euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei Euch bleiben soll: Der Geist der Wahrheit!“ (Joh 14,16-17a)

„Wenn aber der Beistand kommt, den ich Euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen.“ (Joh 15,26)

„Wenn jener kommt, der Geist der Wahrheit, dann wird er Euch in die ganze Wahrheit führen.“ (Joh 16,13a)

Liebe Schwestern und Brüder,

im 13. bis 17. Kapitel des Johannesevangeliums lesen wir Abschiedsreden Jesu an seine Jünger. Gesprochen im Abendmahlssaal, im Angesicht des bevorstehenden Leidens, nehmen sie aber eigentlich schon das Leben der Jünger Jesu aufgrund der am Kreuz geschehenen Erlösung und der Auferstehung in den Blick, also das Leben der Christen und der Kirche bis heute. Als die entscheidende Kraft für dieses Leben wird darin der Heilige Geist in den Mittelpunkt gestellt, der christliches und damit auch kirchliches Leben überhaupt erst ermöglicht. Deshalb wird Pfingsten, das Fest, an dem wir 50 Tage nach Ostern die Gabe des Heiligen Geistes feiern, ja auch als das „Geburtsfest der Kirche“ bezeichnet. Wie ein roter Faden zieht sich dabei eine Bezeichnung des Heiligen Geistes durch diese „Abschiedsreden Jesu“: Es ist der „Geist der Wahrheit“.

Seit Monaten ist unsere Kirche mit sehr schlimmen, ja schockierenden Wahrheiten konfrontiert über Dinge, die sich in ihrer Mitte zugetragen haben: Sexueller Missbrauch und Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen durch Priester, Ordensleute, Lehrer und Erzieher, denen sie anvertraut waren. Und dazu in vielen Fällen eine Praxis der Verantwortlichen in der Kirche, die Wahrheit über solche Dinge zu verschweigen. Was da jetzt ans Licht kommt, macht betroffen, und die Erschütterung darüber hat inzwischen die ganze Kirche erfasst. Auf vielfältige Weise geschieht in diesen Wochen eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema, von unzähligen Gesprächen und Gedanken jedes Einzelnen bis zu einer Fülle von Maßnahmen, die sich der Opfer annehmen und die auf einen grundsätzlich neuen Umgang mit diesem Problem abzielen.

Wir können die erschütternde aktuelle Diskussion durchaus als ein Wirken des „Geistes der Wahrheit“ sehen, welcher der Lebensatem der Kirche ist. Denn ohne ehrliche Wahrnehmung der Wahrheit, der „ganzen Wahrheit“, ist ein „Leben im Geist“, ist christliches und kirchliches Leben nicht möglich. Dass Menschen, die der Kirche sehr kritisch und ablehnend gegenüberstehen, eine Vorreiterrolle bei der Verbreitung von Informationen über diese Ereignisse einnehmen, sollten wir dabei demütig als deren Dienst an der Wahrheit verstehen und damit auch als ein Wirken dieses „Geistes der Wahrheit“, den wir zu Pfingsten feiern. Dass der Anspruch der Wahrhaftigkeit dabei für alle gilt, ist natürlich selbstverständlich.

Vertrauen können wir in allem darauf, dass dieser „Geist der Wahrheit“ eine Frucht der in Kreuz und Auferstehung Jesu geschehenen Erlösung ist und dass daher auch das Ziel des Wirkens dieses Geistes „Erlösung“ ist: Erlösung als „Befreiung“ und als „Heilung“ – für alle Beteiligten.

Pfarrer Michael Gehrke

Liebe Schwestern und Brüder,

leitwort_3vom 1. Fastensonntag bis Pfingsten ist an der Altarwand unserer Kapelle ein großes Tuchbild zu sehen, welches der nigerianische Künstler Tony Nwachukwu zum diesjährigen Misereor-Thema gestaltet hat: „Gottes Schöpfung bewahren, damit alle leben können.“ Dieses Motto hat unser Pfarrgemeinderat für dieses Jahr auch als das Fasten- und Osterzeitthema unserer Gemeinde ausgewählt. Ein wesentliches Anliegen der Fastenzeit ist es ja, immer wieder auch den Horizont über den eigenen Tellerrand hinaus zu weiten.

Der 4. Fastensonntag am 14. März wird dabei als „Gemeindesonntag“ ganz besonders die Möglichkeit bieten, sich in Gottesdienst, Begegnung, Gesprächen und Workshops mit diesem Thema zu beschäftigen. Sehr interessant wird dabei sicher sein, was Herr Andreas Bayer von seiner Brasilienreise zu erzählen hat. Er hatte im November 2009 die Gelegenheit, verschiedene Misereor-Projekte in diesem südamerikanischen Land zu besuchen.

leitwort_1Ebenfalls aus Brasilien stammt das Foto auf unserer Titelseite: Zwei Kinder im tropischen Amazonasregenwald, hockend auf dem, was übrig bleibt, wenn Profitgier zusammenprallt mit einem jahrhundertelang gewachsenen Lebensraum. Der Frage nachzugehen, was das mit Fasten, Passion und Auferstehung zu tun hat, kann uns auf einen spannenden und intensiven Weg durch die Fasten- und Osterzeit führen. Dazu lädt Sie herzlich ein

Ihr Pfarrer Michael Gehrke

Ein „Jahr der Stille“ …

Liebe Schwestern und Brüder, einige christliche Kirchen, vor allem aus dem evangelisch-freikirchlichen Bereich, haben das Jahr 2010 zum „Jahr der Stille“ erklärt. Das ist eine sehr wertvolle Anregung und gleichzeitig eine Besinnung auf eine der wesentlichsten Ausdrucksformen christlicher Spiritualität.

Der Spruch „Stille ist wie das Netz, das unter dem Drahtseilakt der Worte ausgespannt ist“ bringt dabei zunächst einmal etwas aus unserer Alltagserfahrung auf den Punkt: Worte, die ausgesprochen werden, ohne dass sie zuvor in der Stille gründlichen Nachdenkens Gelegenheit hatten zu reifen, geraten allzu oft „daneben“: Sie gehen am Kern der Sache vorbei, sie sind bestenfalls harmlos-belangloses Blabla, im schlimmeren Fall aber verletzen sie und hinterlassen lange schmerzende Wunden. Die Stille, die Worten ihren Tiefgang ermöglicht, ist dabei in einem zweifachen Sinn ein „Raum des Hörens“: Ein Raum des richtigen Zuhörens dem Gesprächspartner gegenüber, um wirklich zu verstehen, was er eigentlich gesagt hat – das ist mitunter etwas ganz anderes, als ich zunächst mit einem halben Hinhören verstanden habe! – und ein Raum des Hörens in mein eigenes Innere, wo sich allmählich meine Antwort formt. Hinter einer Antwort oder Aussage, die so in meiner inneren Stille gewachsen ist, hinter der kann ich dann meist auch wirklich stehen, und die wird meist auch meinem Gesprächspartner gerecht.

In ähnlicher Weise lebt auch die Kommunikation mit Gott ganz entscheidend von diesem „Netz der Stille“. Die Stille vor Gott – ohne Gebetstexte und auch ohne selber formuliertes Sprechen zu Gott – eine solche Stille vor Gott ist ebenfalls zuallererst ein „Raum des Hörens“. Kommunikation mit Gott ist durchaus kein Monolog, bei dem von der anderen Seite keine Antwort kommt. Es wird zum Dialog, wenn ich dem Anderen – Gott – einen Raum gebe, in dem er antworten und sich kundtun kann. Einfach still da sein vor Gott ist so ein „Raum des Hörens“.

Langjährige Gebetserfahrung weiß, dass am Anfang des persönlichen Betens dieses fast zu 100 % aus dem eigenen Sprechen zu Gott besteht. Das ist gut für den Anfang, aber dann ist eine Weiterentwicklung notwendig! Und diese Weiterentwicklung besteht darin, immer mehr ein Gespür für das Sprechen Gottes zu mir zu bekommen und ihm Raum zu geben. So sinkt der Anteil eigenen Sprechens zu Gott in der persönlichen Gebetsentwicklung mit zunehmender Reife immer mehr ab – zugunsten eines immer größer werdenden Anteils hörenden Betens und damit auch stillen Verweilens vor Gott.

Es ist eine gute geistliche Gewohnheit, sich täglich eine „stille Zeit“ mit Gott zu nehmen, zu einer Zeit und an einem Ort, der gut in den eigenen Tagesablauf zu integrieren ist. Und ebenso ist es gut, wenn im Gottesdienst auch mal zwischen all den Worten und Tönen gemeinsam Stille gehalten wird. Auch hier gilt: „Stille ist das Netz, das unter dem Drahtseilakt der Worte ausgespannt ist“. Und wenn manchmal „zufällig“ im Gottesdienst gerade mal nichts passiert – warum das nicht als ein unverhofftes Geschenk annehmen und als Gelegenheit, still vor dem anwesenden Gott zu verweilen.

Ein gutes und fruchtbares „Jahr der Stille“ 2010 wünscht Ihnen von Herzen

Ihr Pfarrer Michael Gehrke

Zum Herunterladen:

Stand: 20.07.2017

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