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Meine lieben Schwestern und Brüder!

Am 28.10.2001, dem Weltmissionssonntag, werden wir das erste Mal - so mitten im Jahr - in der Johanniskirche nur einen Gottesdienst am Sonntag feiern. Im nächsten Jahr soll es dann regelmäßig einmal im Monat so sein! Unsere Gemeinde hat es so noch nicht erlebt und viele fragen, warum das so ist!

Da gibt es viele Gründe, die wir in Zukunft noch in den einzelnen Gruppen besprechen können. Nur wenig kann ich heute im "Franziskusboten" ansprechen! Etwas Grundsätzliches dazu steht in der "Konstitution über die heilige Liturgie", die im II. Vatikanischen Konzil am 04.12.1963 verkündet wurde: "Die Mutter Kirche wünscht sehr, alle Gläubigen möchten zu der vollen, bewussten und tätigen Teilnahme an den liturgischen Feiern geführt werden, wie sie das Wesen der Liturgie selbst verlangt und zu der das christliche Volk kraft der Taufe berechtigt und verpflichtet ist."

Das ist am Sonntag - dem Gedächtnistag an die Auferstehung Jesu - in der Regel ein Hauptgottesdienst, wo sich die ganze Gemeinde mit ihren Freuden und Sorgen, mit Hoffnungen und Gebeten trifft, um Gott die Ehre zu geben und Geistlich/geistig Hilfe und Halt für den Alltag zu finden. Dafür sind neben dem Priester alle Begabungen und Charismen der Gemeinde einzubringen, damit eine Feier des Glaubens stattfindet. Daraus wird schon deutlich, dass so ein wichtiges und zentrales Ereignis am Sonntag nicht oft wiederholt werden kann. Vielfache äußere Notwendigkeiten haben dann aus der einen Feier "viele Messen" werden lassen, die möglichst vielen Leuten die günstigste Zeit zur Auswahl gelassen hat. Abgesehen von den kleinen Räumen, die für die vielen Menschen, die den Gottesdienst besuchen wollten, zu eng waren. Also wurden Angebote zu jeder Zeit gemacht, zumal es vor etlichen Jahren auch noch genug Priester gab.

Nun gibt es eine große Kirche in Crimmitschau - unsere Johanniskirche - mit der uns eine lange ökumenische Tradition verbindet - die am Sonntag seit Oktober einmal im Monat zu einer "günstigen" Zeit für uns frei ist und das war der Ausgang unserer vielen Überlegungen: Eine Feier unseres Glaubens, an einem Ort, zu einer Zeit, für die ganze Gemeinde!

Euer Pfarrer Michael Wyppler

Meine lieben Schwestern und Brüder!

Sicher haben viele von uns schöne Urlaubserlebnisse mitgebracht! Und auch für alle, die zu Hause geblieben sind, war das "Sommerloch" sicher gut; denn wir konnten wieder richtig "Sonne - Tanken"! Ihr Wisst, dass ich damit viel mehr meine als einen braungebrannten Körper!

Auch mir ging es wieder so – in Taizé, im Schwarzwald und in Litauen! In Litauen (bei Jürgis und Pfarrer Jonas Varaneckas) war ich eigentlich in Gedanken ständig bei Euch! Denn mit Euch möchte ich diesem kleinen Land ein wenig helfen, die "Europäische Gemeinschaft" zu finden (im wahrsten Sinne des Wortes)! So, wie schon im Franziskusboten 2 und 3 angekündigt, wird es nun praktisch: Im September dieses Jahres werde ich mit Jürgis nach Vilnius fliegen, um eine größere Spende einer Frau aus unserer Gemeinde zu übergeben.

Was damit gemacht wird, erzählt uns der "Bahnhofs-Pfarrer" Jonas selbst. Er kommt im Oktober zu uns nach Crimmitschau. (Ich habe ihn auch in Eurem Namen eingeladen!) Zum Weltmissionssonntag wird er in allen Gottesdiensten über die von ihm begründete "Bahnhofsmission" sprechen. Im Anschluss daran werden ähnliche Aktivitäten möglich sein, wie wir sie schon durch die Ukraine kennen.

Ich hoffe auf Eure Unterstützung und freue mich auf den Herbst!

Euer Pfarrer Michael Wyppler

Meine lieben Schwestern und Brüder!

Einige Leute sprechen in den nächsten zwei Monaten - Juli/August - vom "Sommerloch"! Das soll heißen: Es ist nicht viel los. Es passiert nichts Außergewöhnliches in dieser zeit. Weil eben viele im Urlaub sind, wird nichts Großes angestellt. Aber alle freuen sich, dass es dieses "Loch" gibt!

Was wäre das für ein hartes Leben, ohne Ausspannen und Ruhe! Wir brauchen nur auf die Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis zu schauen: "Und Gott ruht am siebten Tag von seinem ganzen Werk ... (Gen 2,2). In der Heiligen Schrift steht es so eindeutig, damit wir nicht vergessen, was auch für uns Geschöpfe lebensnotwendig ist!

Diese Ermahnung ist für unsere Zeit noch viel wichtiger geworden. Durch allerlei Aktivismus und Perfektheitsanspruch überfordert sich der Mensch andauernd. Dabei wird er innerlich leer. Er fällt in ein tiefes Loch, weil er sich kein "Sommerloch" mehr gestatten will ... . Wir brauchen den Sabbat - den Sonntag; wir brauchen die "Sabbatzeit" - den Urlaub!

Wie schreibt Franz Alt in seinem Buch "Der ökologische Jesus" so richtig: "Gott können wir nur in der Tiefe unserer Seele, mit der Weite unseres Herzens, in der Stille der Natur und in den Augen eines geliebten Menschen verstehen." Was für Gott gilt, das gilt auch für und! Wir sind "sein Abbild" und deshalb gilt: Ich kann mich nur wirklich verstehen, im Schauen auf meine Seele, mit dem Blick des Herzens, in der Stille der Natur und in den Augen geliebter Menschen. Ich wünsche Ihnen und mir, dass wir in diesem Geschenk - in der Urlaubszeit neu - diese Geheimnisse verstehen und genießen!

Im Namen aller Mitarbeiter Ihr Pfarrer Michael Wyppler

Meine lieben Schwestern und Brüder!

Das größte und wichtigste Fest der Christenheit haben wir gefeiert und leben nun wieder neu in der Osterfreude. In Erwartung, dass uns bald auch noch das Frühlingswetter Freude macht, wollen wir anderen unsere Freude weitergeben! Mit guten Taten und manchmal mit "klingender Münze" ist das gut möglich! So möchte ich Euch herzlich danken für die Kollekte für das Hilfsprojekt in Kaunas (Litauen), wo unser Clemens Herrmann in seinem sozialen Jahr arbeitet. 949,40 DM sind gespendet worden!

Doch auch das zweite Projekt für Litauen , die Bahnhofsmission in Vilnius (mit Jürgis Vitkowski und seinem Freund), möchte ich Euch anempfehlen! Wir haben schon einen Freundeskreis gebildet (bisher besteht er aus zwei Mitgliedern)! Wer nähere Informationen haben möchte, wende sich an Frau Erna Frenzel oder an mich. In meinem Urlaub werde ich dort zu Gast sein und aktuellste Informationen mitbringen. Zur Zeit wird dort eine Krankenstation aufgebaut, die mittellosen Kranken die Grundversorgung sichert. Ihr müsst wissen, wer in Litauen einen Arzt aufsucht, muss erst einmal Geld hinlegen!!! Wenn ein Pfarrer dann als "Armendoktor" arbeitet, ist das Seelsorge an der Basis. Eine Möglichkeit unseren "Heiland" "greifbar" zu machen! Ihr könnt Euch vorstellen, dass dabei wirklich Osterfreude aufkommt!

Im Mai (4.5. - 5.5.) haben wir wieder die Möglichkeit, Sach- und Geldspenden für die Ukraine zu geben. Für dieses Projekt setzt sich schon seit sieben Jahren Angelika Sturm mit einigen Helfern ein! Auch Erika Hänelt möchte ich nicht vergessen! Sie hält die Verbindung nach Tansania in Afrika aufrecht!

Alles Menschen aus unserer Gemeinde - durch viel persönlichen Einsatz zeigen sie, wie wir überall mithelfen können, menschliche Not ein wenig zu lindern. Das geht natürlich nur in einer Gemeinschaft, die in Osterfreude Gutes tun will! Nicht jeder kann überall mittun. - Aber jeder sucht sich seinen Platz, wo gerade ER helfen kann!

Euer Pfarrer Michael Wyppler

Liebe Schwestern und Brüder!

In der Fastenzeit fällt mein Gruß an Euch sehr "praktisch" aus! Wir haben im Dezember 2000 des Freundeskreis "Bahnhofsmission Vilnius" gegründet. Damit wollen wir den Pfarrer Jonas Varaneckas in seiner Arbeit unterstützen, "Kinder ohne Kindheit" eine Heimat zu geben.

Mit engagierten Gemeindemitgliedern hat er mittags eine Mahlzeit organisiert und danach werden Hausaufgaben gemacht. Einige Kinder können sogar in einem "Kinderhaus" übernachten. Diese Hilfe hat sich bald im Stadtviertel herumgesprochen. "Sie bringt der Kirche in Litauen mehr Glaubwürdigkeit als hundert engagierte Predigten." (Zitat einer Internet-Info)

In Kaunas (in Litauen) ist auch unser Gemeindemitglied Clemens Herrmann seit September 2000 zu einem freiwilligen sozialen Jahr eingesetzt. Er hat damit unsere Kontakte in dieses Land weiter gefestigt und verstärkt. Am Wochenende, dem 17./18. März 2001, wird er in allen Gottesdiensten über seine Arbeit berichten.

Ganz herzlich lade ich Sie in dieser Fastenzeit ein, die Arbeit dieser guten Menschen in jeder möglichen Weise zu unterstützen. Sie brauchen unsere Solidarität in jeder Art! Das ist doch etwas für unsere Fastenzeit im Jahr 2001.

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen und seine Liebe!

Euer Pfarrer Michael Wyppler

Meine lieben Schwestern und Brüder!

Das neue Jahr beginnt mit vielen guten Vorsätzen und Plänen! So soll es auch in unserer Pfarrgemeinde sein.

Wie sie auf der ersten Seite gelesen haben, wollen wir den Gemeindebrief öfter herausgeben. Das Wichtigste dabei ist, dass viele den Brief zu lesen bekommen. Dafür brauche ich Sie! Die Grenzen unserer Verwandtschaft und auch der Gemeinde müssen übersprungen werden, damit dieser Brief überall bekannt wird! Sie wissen ja: "Klingeln gehört zum Geschäft!" und "Unser Geläut" ist nicht das Schlechteste! Also gehen Sie auf andere zu und verteilen Sie den Gemeindebrief überall! Wir haben viele Angebote, die weit über den Gottesdienst hinaus auch andere interessieren! Letztlich bekommt unsere auch viel zurück, wenn wir nicht nur an uns denken und uns in der Öffentlichkeit mehr bekannt machen.

Denken Sie daran: Eigentlich ist das schon seit 2000 Jahren der Auftrag Jesu an uns: "Geht und erzählt der ganzen Welt von meiner grenzenlosen Liebe zu Euch allen!" Ich wünsche uns, dass dadurch ein "Neujahrsruck!" durch die Gemeinde geht. Wir alle wollen neue Kraft finden in unserem herrlichen Glauben! Wie sagt doch unser Papst Johannes Paul II. so richtig: "Das Neue Jahrhundert ist ein Jahrhundert der Laien in der Kirche!"

Nicht nur der Mangel an geistliche Berufen hat uns das klar gemacht. Dieser Auftrag Jesu ist im II. Vatikanischen Konzil - vor fast 40 Jahren - neu formuliert worden. Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Freude am Glauben in Neuen Jahr entdecken und anderen davon abgeben können!

Ihr Pfarrer Michael Wyppler

Zum Herunterladen:

Stand: 18.03.2017

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