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Liebe Schwestern und Brüder,

leitwort_3jeden Samstag in der Adventszeit feiern wir ganz früh vor Tagesanbruch bei Kerzenschein in unserer Kapelle die Eucharistie. „Roratemesse“ heißt dieser spezielle Adventsgottesdienst, nach den ursprünglich lateinischen Anfangsworten „Rorate caeli desuper iustum“, auf deutsch „Tauet, Ihr Himmel, von oben den Gerechten“. Es ist ein Sehnsuchtsmotiv aus dem Buch des Propheten Jesaja, welches in der Tradition der Roratemessen ihren liturgischen Ausdruck gefunden hat: Wem es mit dem Zustand dieser Welt nicht genug ist, wer sich von den schreienden Ungerechtigkeiten unserer Welt berühren lässt und daran leidet, wer in sich eine innere Unruhe verspürt über die Befriedigungen hinaus, die das Leben so im Allgemeinen bereithält, ein solcher Mensch kann nachfühlen was Jesaja als sehnsuchtsvollen Notschrei des Volkes Israel in diesem starken Bild formuliert hat. „Ihr Himmel, taut endlich den Gerechten, den, der die Sehnsucht unserer Herzen nach Liebe stillt, den, der eine andere Gerechtigkeit in unsere Welt einpflanzt als die, mit der so viele Menschen nicht wirklich leben können.“ Der kirchliche Advent ist eine eher herbe Zeit, eine Zeit, die ins Dunkel unserer Welt tastet, die sich von der Not unserer Welt betreffen lässt und die auf diese Weise im eigenen Herzen die unendliche Sehnsucht wahrnimmt, die nur Gott selbst erfüllen kann. Zu nachtschlafender Zeit Gottesdienst zu feiern, dabei ins Dunkel zu lauschen – ins äußere Dunkel und in das Dunkel des eigenen Herzens – und betend empfänglich werden für das Licht, welches Gott dort hinein schenkt, dieser Brauch mutet auf den ersten Blick ziemlich exotisch an. Genau besehen führt uns aber gerade diese ungewöhnliche Gottesdienstform an die innere Mitte des Advents heran und bereitet uns so für Weihnachten. Um zu wissen, was Weihnachten wirklich bedeutet, müssen wir uns zuvor unserer menschlichen Bedürftigkeit stellen, unserer ganz persönlichen inneren Bedürftigkeit und der Bedürftigkeit unserer ganzen Welt. Das ist mit Schmerzen verbunden, mit Not und Dunkel. Aber erst das macht uns empfänglich für das wunderbare Geschenk der Liebe Gottes, welches wir zu Weihnachten feiern. Ein altes Weihnachtslied drückt die Antwort Gottes auf den Sehnsuchtsschrei der Menschen so aus: „Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget. Sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget: Gott wird ein Kind!“

Das Titelbild erzählt von „Empfangen“ und "Beschenktwerden“ in einem Kreis strahlender Freude auf einem dunklen Hintergrund. Es ist ein konkreter einzelner Mensch, der hier ganz und gar empfänglich geworden ist für die Liebe Gottes und der nun von Gott überreich beschenkt wird: Maria. Doch gleichzeitig erinnert das gesamte Bild auch an Fotos unseres im dunklen Weltall schwebenden Planeten Erde: Unsere gesamte Welt ist der Erlösung bedürftig, sie braucht die liebende Zuwendung Gottes – und sie ist auch dafür empfänglich. Wenn wir Advent und Weihnachten feiern, lassen wir uns bewusst ein auf dieses große Geschehen zwischen Gott und seiner Welt, zwischen Gott und jedem einzelnen Menschen.

Eine gesegnete Adventszeit mit einer guten Vorbereitung auf das Weihnachtsfest wünscht Ihnen von Herzen Ihr

Pfarrer Michael Gehrke

Liebe Schwestern und Brüder,

leitwort_2immer wieder habe ich in den letzten Monaten im Gespräch mit evangelischen Mitchristen erfahren, wie verletzend sie die im Juli dieses Jahres erneut veröffentlichte römische Aussage empfunden haben, die aus der Reformation hervorgegangenen kirchlichen Gemeinschaften seien „nicht Kirchen im eigentlichen Sinn“. Sachlich steht hinter dieser unglücklichen Formulierung die Tatsache, dass es zwischen unseren Kirchen Unterschiede darin gibt, was man theologisch unter „Kirche“ versteht. Damit ist die als nächstes anstehende Aufgabe in den ökumenischen Gesprächen beschrieben, um miteinander in Richtung auf die Einheit der Kirche weiter zu kommen. Das notwendige Wahrnehmen von ökumenischen Problemfeldern sollte uns aber nicht den Blick darauf verstellen, dass uns viel mehr miteinander verbindet als uns trennt und wie viel Gemeinsames schon jetzt möglich ist.

Dieses Gemeinsame mit großem Engagement zu tun und immer neu mit Leben zu erfüllen, das ist eine Aufgabe, vor der jede Gemeinde steht. Wie dies konkret geschieht, das wird auch Auswirkungen auf die theologischen Gespräche zwischen den Kirchenleitungen haben.

Für ökumenisches Engagement in Crimmitschau und Umgebung gibt es auf den folgenden Seiten wieder viele Anregungen: Ob ökumenischer Jugendgottesdienst und Friedensdekade oder die Martinsfeier, ob der Filmabend über das Leben der Kartäuser in Neukirchen oder der ökumenische Gottesdienst am Buß- und Bettag — ein lebendiges Miteinander der Christen verschiedener Konfessionen entsteht dort, wo jeder Einzelne sich dieses Anliegens annimmt und sich auch ganz konkret auf den Weg macht.

Viele gute ökumenische Erfahrungen (nicht nur) in den nächsten Wochen wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Michael Gehrke

Menschen unterschiedlichster Konfession und Religion hatten sich vor einigen Jahren von der Schweiz aus gemeinsam zu einem Pilgerweg nach Assisi aufgemacht, auf den Spuren des heiligen Franziskus. Unterwegs und in den gemeinsamen Tagen dort erlebten sie, dass sie immer fähiger wurden, eigene Verwundungen ihrer Seelen und ihrer Herzen wahrzunehmen, sie mehr und mehr zu akzeptieren und auch miteinander darüber zu sprechen: Ängste, Blockaden, Ichbezogenheit ebenso wie schlimme Erinnerungen und Erfahrungen. Immer mehr nahmen sie sich miteinander wahr als eine Gemeinschaft der Verwundeten. Das war keine angenehme, frohmachende Erfahrung, sondern eine zutiefst niederschmetternde und demütigende. Aber mitten darin durften diese „Verwundeten“ noch eine andere Erfahrung machen: Sie durften ganz tief spüren, dass sie mit all ihren Grenzen und Verletzungen geliebt waren, unendlich geliebt von dem Gott, von dem Franziskus ergriffen war und den er jubelnd verkündet hatte. Diese Erfahrung beschrieb eine Teilnehmerin mit folgenden Worten: „Wir waren ein Haufen Verwundeter, die den Weg zur Gemeinschaft nicht geschafft hätten, wären wir nicht so getragen worden. Unsere Eucharistiefeier in der Krypta von Santa Maria degli Angeli war der Zielort unserer inneren Reise. Das Geheimnis des Mahles hat uns verwandelt. Hier waren wir keine Esoteriker mehr oder Katholiken, wir waren nicht mehr Therapeuten oder Suchtkranke, nicht mehr Pfarrerinnen oder aus der Kirche Ausgetretene, nicht mehr verlassene Eltern oder Kinder, nicht mehr ungeliebte Männer oder Frauen. Wir waren eine Gemeinschaft der Verwundeten, gekreuzigt im Gegensatz, geheiligt allein aus Gnade. Wir standen in der unmittelbaren Gegenwart des gekreuzigten Körpers Christi und waren selbst dieser gekreuzigte, leidende Körper. Zweierlei floss hier zusammen: Der tiefe Schmerz des Franziskus: Der Herr wird nicht geliebt! – und die Antwort vom Kreuz: Der Herr liebt! Jenseits von irgendwelchen religiösen Gefühlen hat uns Gnade umspült, reine ungefilterte Liebe.“ (1) Auch in unserer Kapelle ist der heilige Franziskus als „Verwundeter“ dargestellt, gezeichnet von den Kreuzeswunden Jesu. So lädt er uns ein, ehrlich auch unsere inneren Verwundungen wahrzunehmen, zu unseren Verletzungen zu stehen – und Heilung zu erwarten von der Liebe desselben Herrn Jesus Christus, der ihn zutiefst erfüllt und froh gemacht hat.

Pfr. Gehrke

(1) aus: Richard Rohr, Die Reise nach Assisi (München 1993)

Liebe Schwestern und Brüder,

viele Gäste werden wir im Monat Juli in unserer Gemeinde begrüßen dürfen: Gleich in der ersten Juliwoche sind 18 litauische Jugendliche und ihre Betreuer aus dem Kinder- und Jugendtreff der „Bahnhofsmission Vilnius“ bei uns zu Gast. Viele Engagierte aus den Crimmitschauer Gemeinden haben für diese Zeit ein umfangreiches Programm mit vielen Begegnungsmöglichkeiten auf die Beine gestellt. Und ebenso steht ein großes Engagement hinter den vielfältigen Vorbereitungen für das musikalische Workshopwochenende „CRIMMITSCHAU GOSPELT“ vom 13. bis 15. Juli, zu welchem sich inzwischen knapp 100 Mitwirkende angemeldet haben.

„Gastfreundschaft“ ist in der Heiligen Schrift des Alten und Neuen Testamentes ein ganz hohes Gut, es ist mehr, als nur anderen Menschen für einige Zeit Nahrung und Unterkunft zu bieten – es ist das Angebot, sich auf andere, fremde Menschen einzulassen, auch auf Menschen mit fremden Gewohnheiten, Lebenserfahrungen und Ansichten. Es ist im Wortsinn sogar das Angebot von „Freundschaft“. Wer Gastfreundschaft gewährt und wer Gastfreundschaft erfährt, der hat die Chance zu intensiverer Begegnung, als es bei touristischen Reisen aller Art möglich ist. So kann Gastfreundschaft für alle Beteiligten eine Erfahrung dessen werden, was Jesus mit „Reich Gottes“ umschrieben hat. Und darüber hinaus können solche Erfahrungen gewährter Gastfreundschaft auch inspirierend wirken auf die Art, wie wir in unseren – notwendigerweise manchmal touristischen – Urlaubsreisen anderen Menschen in ihren Ländern und Kulturen begegnen, über das hinaus, was wir als Kunden eines Reiseveranstalters erwarten dürfen. Über jeder Begegnung zwischen Menschen liegt von Jesus Christus her die Verheißung und der Anspruch des „Reiches Gottes“.

Unsere eigenen Erfahrungen als Gastgeber können uns dabei immer wieder helfen, auch unsererseits gute Gäste zu sein (und umgekehrt), gemäß der „Goldenen Regel“ Jesu aus der Bergpredigt: „Alles was ihr von Anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen!“

Eine Sommerzeit mit vielen guten Begegnungen wünscht Ihnen von Herzen

Ihr Pfarrer Michael Gehrke

leitwort_1„KINDERKIRCHE“ – jeder, der das frisch renovierte Kinderzimmer im Pfarrhaus betritt, wird seit einigen Wochen von diesem fröhlichen Wandbild begrüßt. Gestaltet haben es Frauen, die in unserer Gemeinde die allsonntäglichen Kindergottesdienste mitgestalten. Statt des Schriftzuges ist die „Originalkirche“ im Pfarrhaus aber mit vielen bunten Händen geschmückt: Jedes Kind, das beim Kindergottesdienst dabei ist, konnte in den ersten Wochen nach der Einweihung seinen Handabdruck dazu beitragen und immer wieder kommen neue dazu.

Dieses Bild sagt auf seine Weise einen ganz herzlichen Willkommensgruß an Kinder und ihre Eltern (und Großeltern ...) und es drückt auf diese Weise etwas aus, was im Leben unserer Gemeinde auf vielfältige Weise erfahrbar ist: Kinder sind willkommen, sie gehören ins Gemeindeleben mitten hinein! Und so sei hier auch einmal ganz herzlich eingeladen zu den bestehenden und in letzter Zeit neu entstandenen Angeboten für Kinder und Familien: Zum „Familiengottesdienst“, der jeden Sonntag 10.00 Uhr in unserer Kapelle gefeiert wird und bei dem es vom Evangelium an bis nach der Kommunion einen eigenen parallelen Kleinkindergottesdienst in der „Kinderkirche“ gibt. Zur „Kindermesse“, die in der Regel am 1. Sonntag eines jeden Monats 10.00 Uhr als komplett kindgemäß gestalteter Gottesdienst in der Kapelle gefeiert wird. Zum kurz vor Ostern neu entstandenen „Mutter-Kind-Kreis“, zu dem sich jeden Dienstag 10.00-11.30 Uhr Mütter mit ihren Kindern im Krabbelalter im Kinderzimmer treffen, zusammen mit Jesus, Emil und dem Pfarrer (Wer Emil ist? – Am besten mal die Kinder fragen!). Die bereits dem Krabbelalter Entwachsenen haben z.B. Gelegenheit, sich mittwochs 16.00 Uhr im Kinderchor musikalisch zu betätigen oder nach ihrer Erstkommunion als Ministrant/innen zur Lebendigkeit unserer Gottesdienste beizutragen.

Dass damit längst nicht alle denkbaren Möglichkeiten ausgeschöpft sind, ist klar – die „Kinderkirche“ lebt immer auch von neuen Ideen und Initiativen. Ein ganz herzliches Dankeschön sei daher an dieser Stelle einmal allen Frauen gesagt, die sich im Kinderliturgiekreis mit viel Liebe dafür engagieren, dass die „Kinderkirche“ in unserer Gemeinde auch in Wirklichkeit so fröhlich und lebendig ist wie auf dem Wandbild im Kinderzimmer. Wer gern selber etwas beitragen möchte, ist ganz herzlich eingeladen, einfach dazu zu kommen, z.B. beim nächsten Treffen am 11. Juni, 20.00 Uhr, natürlich in der „KINDERKIRCHE“.

Liebe Schwestern und Brüder,

leitwort_5„Wasser ist Leben.“ Diese Erkenntnis ist so alt wie die Menschheit. Die Frühmenschen, die ihr Lager an einem Bachlauf aufschlugen, teilen diese Erkenntnis mit heutigen Wissenschaftlern, die auf dem Mars nach Spuren von Leben suchen — das heißt: nach Spuren von Wasser.

„Wasser ist Leben.“ Die Alltagserfahrung hinter diesen Worten hat in vielen Kulturen und Religionen dazu geführt, das Wasser auch als Symbol eines intensiveren Lebens zu verstehen, eines Lebens anderer Qualität — eines Lebens, welches uns Menschen aus der ganz anderen Ebene des Göttlichen berührt, eines Lebens, welches dann aber nicht „nur Wasser“ ist, sondern „Heiliger Geist“, wie es Johannes der Täufer im Markusevangelium ausdrückt. Auch das ist eine menschliche Erfahrung: Es gibt ein Leben von anderer Qualität als alles, was Menschen selber hervorbringen können. Es gibt ein Leben, welches Geschenk Gottes ist, göttliches Leben mitten im menschlichen und gleichzeitig über die Grenzen unseres menschlichen Lebens hinaus reichend.

Dieses göttliche Leben anderer Qualität feiern wir Christen zu Ostern. Im auferstandenen Herrn Jesus Christus sind vor 1977 Jahren Maria Magdalena, Petrus, Johannes, Thomas und viele andere diesem göttlichen Leben begegnet und seitdem unendlich viele verschiedene Menschen aus allen Kulturen und Völkern auf unendliche viele verschiedene Weisen. Sie haben sich förmlich eingetaucht gefühlt in dieses Leben anderer Qualität, welches ihren Lebensweg von da an 100%ig verändert hat, eingetaucht wie in lebendiges Wasser. So wurde das „Eingetaucht werden“ — davon ist das Wort „getauft werden“ abgeleitet — zum Symbol und Sakrament für dieses neue Leben in Christus. Die Taufe steht für die alle christlichen Kirchen einigende Grunderfahrung mit dem auferstandenen Herrn und sie steht für das Leben, das er uns ein für allemal geschenkt hat. Das Osterfest ist — als Fest der Auferstehung — seit den frühesten Zeiten der Kirche der zentrale Tauftag des Jahres, der passendste Tag, um die Taufe eines Erwachsenen oder eines Kindes zu feiern oder auch um sich der eigenen Taufe zu erinnern und ihrer neu bewusst zu werden.

„Was Taufe bedeutet“ — dieser Frage wollen wir als Crimmitschauer St.-Franziskus-Gemeinde in diesem Jahr während der österlichen Zeit nachgehen — in den heiligen vierzig Tagen der Vorbereitungszeit auf Ostern und dann natürlich erst recht in der österlichen Festzeit. Begleiten werden uns dabei thematische Impulse in den Sonntagsgottesdiensten der Fastenzeit, die drei Fastenpredigten und unser Gemeindesonntag am 25. März. Aus all dem soll dann für die Osterzeit ein sichtbarer Akzent in unserer Kapelle hervorgehen und auch das ökumenische Bibelwochenprojekt im April/Mai zusammen mit der St.-Laurentius-Gemeinde über Texte aus der Apostelgeschichte soll Gelegenheit geben, dieser Frage nachzugehen: Was Taufe bedeutet und was es heißt, getauft zu sein. Erfahrungen, die für Sie belebend wie frisches Wasser sind, wünscht Ihnen für diese österliche Zeit von Herzen

Ihr Pfarrer Michael Gehrke

Liebe Schwestern und Brüder,

leitwort_4„Nach langer Vorbereitung und Monaten voll Anstrengung und eifrigster Arbeit war es am 30. Januar auch der katholischen Gemeinde Crimmitschau vergönnt, ein seltenes Fest, die Einweihng einer eigenen Kapelle zu feiern.“

Mit diesen Worten beginnt der in der Pfarrchronik enthaltene Zeitungsbericht über die Weihe unserer St.-Franziskus-Kapelle vor 80 Jahren durch den damaligen Meißner Bischof Dr. Christian Schreiber. Dass es in der Kapelle zu diesem festlichen Ereignis noch keine Sitzgelegenheiten gab, so dass man sich die Stühle aus dem Bahnhofsrestaurant borgen musste, stand nicht in der Zeitung, aber der damalige Pfarrer Georg Brusk hat es in derselben Pfarrchronik handschriftlich festgehalten.

Seitdem hat sich die Gemeinde und auch die ganze Kirche sehr stark verändert und diese Veränderungen haben immer auch ihre Spuren in unserer Kapelle hinterlassen. Und jedesmal waren es ganz viele fleißige und engagierte Gemeindeglieder, die für das Leben in der Kapelle gesorgt haben, aber ebenso auch für ihre Instandhaltung und für die Veränderungen, die in den vergangenen Jahrzehnten auch in unserem Kirchenraum notwendig wurden.

Wenn wir am 30. Januar dieses Jahres nun das 80. Kirchweihfest unserer Pfarrkapelle feiern können, dann ist das ein Grund, mit großer Dankbarkeit zurückzuschauen auf diese vergangenen Jahrzehnte, mit Dankbarkeit gegenüber Gott, der unsere Gemeinde auf ihrem Weg durch die Zeiten begleitet hat, und mit Dankbarkeit gegenüber den vielen Gemeindegliedern und ihren Seelsorgern, die in oft sehr schwierigen Zeiten hier den Glauben gelebt und an uns Heutige weitergegeben haben. Und dieses Jubiläum ist auch ein Anlass, einmal ganz bewusst wahrzunehmen, welche Wege unsere Gemeinde in diesen Jahrzehnten gegangen ist und auf welche Weise sie es getan hat, um dadurch unseren eigenen Horizont neu zu weiten für den weiteren Weg von „St. Franziskus Crimmitschau“ in die Zukunft.

Am 30. Januar wollen wir dieses Jubiläum mit einem festlichen Gottesdienst in unserer Kapelle feiern. Die Bilder aus der Geschichte, die in der Kapelle in diesen Wochen aushängen, stimmen uns schon darauf ein und auch die Kerzen mit dem Jubiläumslogo sollen von unserem Fest erzählen. In Vorbereitung ist außerdem eine gedruckte Ausgabe der oben genannten Pfarrchronik von 1926 bis 1961, die zum Jubiläum erhältlich sein wird.

Ein gesegnetes „Jubiläumsjahr 2007“ wünscht Ihnen allen von Herzen

Ihr Pfarrer Michael Gehrke

Zum Herunterladen:

Stand: 23.04.2017

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