Der Wolf muss herhalten. Ihm wird immer alles Böse zugeschrieben. Das Tier polarisiert heute mehr denn je. Aber die Grenzen zwischen Gut und Böse sind nicht zu halten. Kein Zaun kann davor schützen, dass sich Menschen nur um sich selbst kümmern, damit z.B. ihr hoher Status nicht leidet oder dass sie, weil sie von großer Angst besetzt sind, nur sich im Blick haben. Kein Zaun kann davor schützen, dass Gewinnmaximierung zum allgemeinen Gesetz wird. „Es ist kaum einer Schuld, es geschieht mit uns…“, singen Könige, Hirten und Wirte, die in ihrem Verhalten zunächst dem Wolfsbild entsprechen, dann aber erkennen: „Uns ist das große Geschenk in die Wiege gelegt. Dieses große Geschenk macht uns heil…“ Diese Erkenntnis versammelt alle an der Krippe, auch die Zaunbauer.
Diese wurden übrigens von sieben Männern aus der Werdauer Gemeinde gespielt. Ein schönes Pendent zu den 11 Kindern und Jugendlichen. Es hat großen Spaß gemacht! Danke allen Beteiligten!
Andreas Wenig

banner 1 preis