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Wer diese Zeilen mitsingen kann, der ist nicht mehr so jung und kommt von hier. Dass die Werdauer Sternsinger im Pflegeheim mit den Alten, im Kindergarten mit den Kleinen und im Rathaus mit den Verantwortlichen und am Kirchenportal mit der ganzen Gemeinde dieses Lied sangen, hat seinen Grund. „Frieden“ war das Thema der Aktion Dreikönigssingen 2020. Beispielland war der Libanon – ein Land das zwar Frieden hat, aber vom Krieg schwer gezeichnet ist. Die Menschen dort wissen wie wichtig und wertvoll Frieden ist. Wissen wir es? Dieser Frage gingen die Sternsinger am 4. Januar 2020 nach. Symbolisch flog eine Taube von den Werdauern zu den libanesischen Kindern. Freude und Segen brachten 14 Sternsinger den Menschen in ihre Wohnungen und sammelten 1.063,24 EUR – Geld das wirksam helfen wird. Vielen Dank allen Spendern, Helfern und Sternsingern!

Andreas Wenig

… dieses Lied sangen die Sternsinger in diesem Jahr nicht nur im Crimmitschauer Rathaus und dem Kinder- und Jugendheim – sie machten sich 2 lange Tage auf den Weg, um Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. 13 Mädchen und Jungen verschenkten ihre Freizeit, um Menschen unserer Gemeinde mit ihrem Besuch glücklich zu machen. Dabei segneten sie 44 Wohnungen, 2 Arztpraxen und 4 Kindergärten und baten um eine Spende für Kinder in Kriegsgebieten. Wir danken Jedem, der uns nicht nur seine Tür, sondern auch sein Herz öffnete und es ermöglichte, dass die Kinder 2.271 EUR für die Kinder in Not einsammelten. Wir wissen, dass leider kein Geld der Welt die Kriege beenden kann, ABER es kann vielen Kindern und deren Familien Hoffnung auf ein besseres Leben schenken. Ein großes Dankeschön an euch Sternsinger und die erwachsenen Helfer*Innen für die tolle gemeinsame Zeit mit so vielen emotionalen und fröhlichen Erlebnissen.

Cornelia Förster

Endlich ist es soweit: das Orgelpositiv der Liebfrauenkapelle in Fraureuth wird repariert.
Die Teile des Opus 766 der Firma Jehmlich sind bereits ausgebaut und werden von der Orgelwerkstatt Reinhold in Bernsdorf überholt.
Bis Ostern soll alles wieder in Ordnung sein und danach möchten wir zu einem kleinen Konzert einladen, damit wir allen Helfern und Spendern danken können. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Christine Gnörlich

„Was, wenn in diesem Stall wirklich etwas wunderbares geschehen ist? Etwas viel größeres als Menschen es ausdenken können?“
Mit diesen Worten der Erkenntnis endete das Krippenspiel im Gottesdienst am Heiligabend in der St. Franziskus Kirche.
Dafür haben sich 22 Kinder und Jugendliche auf den Weg gemacht, das Weihnachtsevangelium zu verkünden.
Gemeinsam mit den Chorkids und einer Schar „kleiner Engel“ gestalteten sie nicht nur das Spiel, sondern teilten auch im Gottesdienst mit der Gemeinde Musik, Gebet und Freude über die Geburt Jesu Christi.

E. Kaiser, K. Bayer

Der Wolf muss herhalten. Ihm wird immer alles Böse zugeschrieben. Das Tier polarisiert heute mehr denn je. Aber die Grenzen zwischen Gut und Böse sind nicht zu halten. Kein Zaun kann davor schützen, dass sich Menschen nur um sich selbst kümmern, damit z.B. ihr hoher Status nicht leidet oder dass sie, weil sie von großer Angst besetzt sind, nur sich im Blick haben. Kein Zaun kann davor schützen, dass Gewinnmaximierung zum allgemeinen Gesetz wird. „Es ist kaum einer Schuld, es geschieht mit uns…“, singen Könige, Hirten und Wirte, die in ihrem Verhalten zunächst dem Wolfsbild entsprechen, dann aber erkennen: „Uns ist das große Geschenk in die Wiege gelegt. Dieses große Geschenk macht uns heil…“ Diese Erkenntnis versammelt alle an der Krippe, auch die Zaunbauer.
Diese wurden übrigens von sieben Männern aus der Werdauer Gemeinde gespielt. Ein schönes Pendent zu den 11 Kindern und Jugendlichen. Es hat großen Spaß gemacht! Danke allen Beteiligten!
Andreas Wenig

Liebe Schwestern und Brüder,
Der Bonifatius-Bus von Werdau stand am Buß-und Bettag 2019 vor der Kreuzkirche in Dresden, sichtbar für jedermann und uns zu Diensten, denn wir waren dort und wir fühlten uns „getragen“ von Euch, die Ihr nicht dort sein konntet, vielen Dank!
Der Ökumenische Festtag begann mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der voll besetzten Kreuzkirche, die wiederum innen (tolle Transparente oben rundum … ) und außen (Banner am Turm und Plakate) eindrucksvoll gestaltet war und freundliche Helfer waren überall.
Die Predigt vom Landesjugendpfarrer Georg Zimmermann, die Lesungen und Fürbitten, alles auf das Jubiläum „30 Jahre Ökumenische Versammlung 1989“ und den Bezug zu Heute ausgerichtet.
Anschließend folgten viele Besucher der Einladung ins Haus an der Kreuzkirche zu den Begegnungstischen im „Mauersberger-Saal“, zum Büchertisch, zum Infotisch der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und zu den Registrierungen für die Workshops. Einen kleinen „besonderen“ Imbiss konnten wir auch anbieten.
Einen würdigen Abschluss bildete der Vortrag des Würzburger katholischen Religionslehrers Burkhard Hose im übervollen „Mauersberger-Saal“ zum Thema „Seid Laut“, zeitweise konnte man eine Stecknadel fallen hören, dann wieder hörbarer Zuspruch und zuletzt viel Beifall. Wegen der offenen Vortragsart erübrigte sich ein „Podiumsgespräch“.
Mit der Demonstrationstafel, die bis zehn Tage danach auch in der Bonifatius-Kirche in Werdau stand, haben wir uns präsentiert und dann wie weitere neun Gruppen unseren Workshop durchgeführt.
Wir stellten im neu geschaffenen „Löscher“-Raum unsere Stühle zwanglos im Kreis und in die Mitte eine Osterkerze, an der am Schluss jeder eine kleine Kerze entzündete, der seine Gedanken/Zeichen/Wünsche vor GOTT bringen wollte.
Wir hatten drei ehemalige Akteure von 1989 unter uns: Pax-Cristi gestaltete ein kurzes Interview, das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau stellte sich vor und das Friedensseminar Königswalde hat moderiert. Namen spielten hier keine Rolle aber umso mehr das, was uns bewegt:
Die „Wehrdienstverweigerung“, 1989 als „deutlicheres Zeichen“ bezeichnet, ist heute (Aussetzung der Wehrpflicht) anders zu definieren/organisieren, aber das Ziel bleibt, weil der Durchbruch in der Abrüstungsfrage immer noch aussteht.
„Gewaltfrei in der Nachfolge Jesu“, dabei bezeugen Christen den Friedenswillen jeder an seinem Ort und mit seinen Möglichkeiten. Dabei wollen wir streiten, aber gewaltfrei für das bessere Argument und damit fruchtbar und nachhaltig.
Pax-Cristi betont, dass wohl kaum eine weitere ökumenische Versammlung das Problem lösen kann, vielmehr muss eine internationale Ebene gefunden werden, auf der sich alle im „guten Willen für alle Menschen/alle Konfessionen/alle Regionen der Welt treffen. Jüngstes Beispiel sind die Ergebnisse der letzten „Badischen Synode“.
Der Begriff „Resilienz“ wird derzeit missbräuchlich genutzt, um unsere „heile Welt“ von den anderen Staaten der Erde und deren Aufbegehren abzuschotten/abzusichern. Schreiben wir also weiter den politischen Verantwortungsträgern (wie der Brief des Friedensseminares Königswalde an die Verteidigungsministerin von 2016).
Gehen wir „selbstorganisiert“ auf die Straße um „Für“ etwas/unser Anliegen (soziale Gerechtigkeit, v.a. international, für das Ende der Aufrüstung gegen unsere Europäischen Nachbarn u. ä. ) zu protestieren.
Entschlüsseln wir die Proteste anderer, anstatt diese nur abzulehnen.
Gestalten wir gemeinsam den „Tag zur Beseitigung der Armut“.
Lasst uns wachsam sein, dass kommunale Unterstützung nur den wirklich Bedürftigen zu Teil wird, damit nicht Neid entsteht und schieben wir, wo immer es nötig ist, die Kommunikation zwischen Verfeindeten an.
Viele Menschen fühlen ihre persönliche Entwicklung bedroht, hier sollten wir aufklären helfen.
Wenn die Bundeswehr öffentlich wirbt, dann kleben wir unser „Schwerter zu Pflugscharen“ auf den Schulbus.
Nehmen wir das Angebot der AG Ökumenischer Weg war und treten mit Referenten an Schulen und Kirchgemeinden (v.a. in den aufgeschlossenen Jugendgruppen) auf. Viele Jugendliche wollen sich engagieren, aber beim Thema „Frieden“ spüren sie nicht, dass sie etwas bewirken können. Deshalb verknüpfen wir das Aufbegehren für Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung mit dem Friedenswillen und dem Streben nach Gerechtigkeit, denn schlimmer als Naturgewalten ist der KRIEG , denn den machen Menschen in Sünde gegen das Evangelium.
Was in den Kirchgemeinden bleibt: z. B. FRIEDENSMEDITATION ist Gottes Geschenk.
Zum Schluss danken wir dem Seelischen Beistand von Pfr. Michael Gehrke und dem Schlusssegen von Kaplan Lukas Pugata sowie dem christlichen Beisammensein.
Noch über Vieles wäre zu berichten. In den Pausen kam es zu herzlichen Begegnungen zwischen Alten und Jungen, zwischen Katholiken und Protestanten – das hat uns und unserem Anliegen einfach gut getan.
Martin John

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