Die Krankensalbung ist ein Sakrament, wo es scheinbar doch noch ganz unterschiedliche Vorstellungen gibt, wann diese empfangen werden darf. Teilweise, so ist zumindest mein Eindruck, wird damit die „letzte Ölung“ verbunden, wie dieses Sakrament früher einmal bezeichnet wurde. Wenn also der Pfarrer gerufen wird, um die Krankensalbung zu spenden, dann geht es langsam aber sicher dem Ende entgegen und man wird oder sollte in den nächsten Stunden oder Tagen sterben.

Diese Denkweise ist nicht völlig falsch, aber auch nicht wirklich richtig. Das Sakrament der Krankensalbung ist ein Sakrament der Stärkung, was durchaus auch mehrmals empfangen werden kann und darf, also nicht nur ausschließlich in Todesgefahr. Egal ob vor einer großen Operation, bei einer schweren Erkrankung oder in Todesgefahr, ob jung oder alt: Die Krankensalbung kann in jeder dieser Situationen gespendet werden. Sie schenkt dem Empfänger die nötige Kraft für das Bevorstehende und lässt ihn Gottes Beistand erfahren. Wird er wieder gesund, kann er zu einem späteren Zeitpunkt das Sakrament durchaus wieder empfangen.

Mittlerweile ist es aufgrund der immer größer werdenden Gemeinden jedoch teilweise etwas schwierig, innerhalb weniger Minuten bei der entsprechenden Person, welche die Krankensalbung empfangen möchte bzw. soll, zu sein.

Daher meine eindringliche Bitte: Melden Sie sich bitte rechtzeitig im Pfarramt oder bei mir, damit wir in aller Ruhe einen Termin vereinbaren können. Zögern Sie den Empfang der Krankensalbung bitte nicht so weit wie möglich hinaus. Damit ist niemanden geholfen. Eine kleine Feier mit der Familie kann dann nicht nur für den Empfänger sondern für alle eine Stärkung werden, sowie Hoffnung und Zuversicht geben.

Pfarrer Eisner

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Stand: 14.07.2019

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