„Ich weiß ganz bestimmt, wenigstens 80-85 % der Leute sagen Nein zu meiner Arbeit, aber schon damit habe ich 50 % von dem, was ich erreichen will, erreicht. Die Leute beschäftigen sich damit."

Friedrich PressDer Bildhauer Friedrich Press wurde am 7. September 1904 im westfälischen Ascheberg (heute zu Davenberg) geboren. Nach einer Lehre zum Holz- und Steinbildhauer in Münster (1921-1924) besuchte er von 1924-1926 die Kunstgewerbeschule in Dortmund, anschließend studierte er in Berlin-Charlottenburg bei Professor Perathoner, bevor er nach Dresden kam und dort bis 1931 an der Kunsthochschule bei Professor Georg Wbra studierte. Nach dem Studium lebte er bis 1935 als freischaffender Künstler in einem mittelalterlichen Wohnturm in Davenberg/Westfalen. In dieser Zeit schuf er seinen "Christuskopf", der 1932 auf Ausstellungen in Münster und Berlin große Aufmerksamkeit erregte. Diese Skulptur wurde kurze Zeit später von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und Friedrich Press mit einem Ausstellungsverbot belegt. 1934 siedelte er nach Dresden in die Schweizer Straße über. Im 2. Weltkrieg wurde er 1940 als Soldat eingezogen, 1946 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft in das zerstörte Dresden zurück.

Seine Werke sind von seinem tiefen christlichen Glauben geprägt, wodurch sein Wirken in der ehemaligen DDR seit den 50er Jahren stark behindert wurde. Von staatlicher Seite wurde sein Wirken seitdem fast vollständig ignoriert. Aber er fand bei den beiden christlichen Konfessionen ein reiches Betätigungsfeld. In ganz Deutschland schuf er für über 40 Kirchen Altäre, Kreuze und Plastiken und gestaltete Kirchenräume. Im Jahr 1980 wurde er zum Mitglied der Akademie der Künste zu Parma/Italien gewählt. Im Mai 1985 verlieh ihm seine Heimatgemeinde Ascheberg das Ehrenbürgerrecht. Friedrich Press starb am 5. Februar 1990 in Dresden, er wurde auf dem Friedhof in Loschwitz beigesetzt.

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Stand: 08.12.2018

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