Herz-Jesu-StatueDas über 5 m hohe Denkmal, mit einer Herz-Jesu-Figur auf einem Granitsockel, ist eine Stiftung eines katholischen Großindustriellen aus Münster in Westfalen, des Herrn F. J. Schürmann-Sarazzin.

Das Denkmal stellt Jesus Christus, den Erlöser der Menschheit, mit dem goldenen Herzen dar. Die Herz-Jesu-Verehrung reicht bis ins Mittelalter zurück. Für ihre allgemeine Durchsetzung waren die Visionen einer Nonne, der heiligen Maria Margarete Alacoque im Jahre 1673 maßgebend. 1765 erfuhr die Herz-Jesu-Verehrung seine 1. offizielle Anerkennung in der Kirche mit der Einführung des Herz-Jesu-Festes.

Herr Pfarrer Kirschenbauer hat die Herz-Jesu-Figur auf einer seiner Sammelreisen geschenkt bekommen, unter der Bedingung, sie in der Öffentlichkeit aufzustellen.

Der Werdauer Stadtrat lehnt die Aufstellung auf dem Hindenburgplatz, dem Schmuckplatz vor der Kirche ab.

Die Aufstellung des Denkmals erfolgt am 24. Juni 1927 an der Nord-Ost-Seite der Kirche auf kircheneigenem Grund und Boden. Dort ist es für alle frei zugängig und damit die Bedingung des Stifters erfüllt.

Die Christusfigur aus Bronze hat eine Größe von 3,10 m. Sie stammt aus der Bronzebildgießerei Richard Buder, Berlin-Schöneberg. Der Sockel aus Granit hat eine Höhe von etwa 1,50 m, hergestellt in der Firma Georg Wilfert, Kirchenlamitz. Seine lateinische Inschrift "Misericordia" - zu deutsch "Barmherzigkeit" - bringt das Wesen Christi und des Christentums kurz und treffend zum Ausdruck.

Im Frühjahr 1932 zur Reichspräsidentenwahl verwenden Werdauer Kommunisten das Denkmal für eine Nacht als Werbeträger für ihre Wahlpropaganda. Sie befestigten am Sockel ein Pappschild mit der Aufschrift: "Wählt Thälmann!".

Das Herz-Jesu-Denkmal wird bei der Feier des Fronleichnamsfestes in den Gottesdienst mit einbezogen.

Zum Herunterladen:

Stand: 08.12.2018

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